Der Dörzbacher Michael Müller (14) hat bei einem Werbespot
des Südwestrundfunks für die Fußball-WM 2006 die
Hauptrolle gespielt. Als „Bundestrainer” gibt er der
deutschen Nationalelf während des Trailers Tipps, wie sie
Weltmeister wird. Andreas Eberle hat mit dem C-Jugend-Kicker des
TSV Hohebach über seinen großen Fernsehauftritt und
Deutschlands WM-Chancen gesprochen.
Michael, wie bist du zu der Hauptrolle in dem WM-Trailer gekommen?
Michael
Müller: Mein Patenonkel arbeitet beim Dritten Programm. Auf
seinen Tipp hin kam der Sender auf mich zu. Zunächst sollte
ich Fotos von mir hinschicken; dann musste ich schreiben, was ich
als Bundestrainer machen würde und schließlich hat mich
der SWR für den Werbespot genommen.
Bist du bei den Dreharbeiten
nervös gewesen?
Michael: Ja, am Anfang war ich sehr aufgeregt.
Bei einigen Szenen habe ich mich auch versprochen oder wusste nicht
mehr, was ich sagen soll. Dennoch haben mir die Dreharbeiten viel
Spaß gemacht. So etwas macht man nicht alle Tage.
Wie ist
es, sich selbst im Fernsehen zu sehen?
Michael: Ehrlich gesagt habe
ich den Trailer bisher noch gar nicht selbst gesehen. Ich gucke
jetzt zwar öfters SWR, aber gesehen habe ich mich bisher leider
noch nicht.
Wie haben deine Mitschüler auf deinen großen
Auftritt reagiert?
Michael: Die fanden den Werbespot gut und auch
meine Antworten. Eifersüchtig ist niemand.Bist du jetzt auch
der Star in deiner Fußball-Mannschaft?Michael: Nein. Ein
Star möchte ich gar nicht sein. Ich könnte es nicht brauchen,
wenn andere Spieler neidisch auf mich wären oder man zu viel
von mir erwarten würde.
Du rätst der deutschen Nationalelf
in dem Werbespot, brasilianisch zu spielen. Kann die das überhaupt?
Michael: Manche Spieler haben das Zeug dazu, zum Beispiel Bastian Schweinsteiger
oder Michael Ballack. Anderen Spielern traue ich das nicht zu,
etwa Per Mertesacker. So ganz wie Brasilien wird Deutschland nie
spielen können, aber vielleicht ein bisschen.
Glaubst du, dass
Deutschland im nächsten Jahr Weltmeister wird?
Michael: Das
Potenzial ist da. Die Deutschen haben außerdem den Vorteil,
dass die WM im eigenen Land stattfindet.
Wer könnte die Nationalelf
auf dem Weg zum Titel gefährden?
Michael: Auf jeden Fall Brasilien.
Gute Chancen räume ich auch Frankreich und England ein.
Hast
du einen Lieblingsspieler?
Michael: Bastian Schweinsteiger vom FC
Bayern München. Ich finde seine Tricks und seine Spielweise
klasse. Ihm merkt man richtig an, dass er Spaß am Kicken
hat. Außerdem gefällt mir an ihm, dass er immer so frech
ist.
Info: Wer ebenfalls in die Rolle des Bundestrainers schlüpfen
möchte, kann sich unter www.swr.de beim Südwestrundfunk
bewerben.
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