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Die Call-Center in der Region wollen weiter wachsen

     
 
 

2.1.06


 

In der Region Heilbronn-Franken haben in den vergangenen Jahren haben viele Menschen in Call-Centern eine neue Beschäftigung gefunden. 33 Call-Center existieren nach Informationen der IHK Heilbronn-Franken im Kammerbezirk.

Neckarsulm, Trendpark. In den Räumen der Dialog Service Center GmbH sitzen auch heute seit sieben Uhr früh die Call-Center-Agenten, wie die Mitarbeiter in den Call-Centern heißen, am Telefon. Die 55 von 70 Angestellten des Beteiligungsunternehmens der Burda Direkt GmbH arbeiten im Schichtsystem. Sie kümmern sich, meist mit freundlicher Stimme, um eine telefonische Anfrage nach der anderen. Erst nach 20.30 Uhr verlassen die Fachkräfte der Spätschicht das Haus. „Unser Betrieb wird im nächsten Jahr weiter wachsen,“ sagt Stefan Keuter, Kaufmännischer Leiter der Dialog Service Center GmbH.

Früher war das Unternehmen Teil der Neckarsulmer Unternehmensgruppe Beck. Einerseits betreuen die Call-Center-Agenten der Dialog Service Center GmbH die Kunden von zehn bekannten Zeitschriften-Verlagen - eine Million Abonnenten im gesamten deutschsprachigen Raum. Sie nehmen deren Bestellungen an, beraten die Anrufer über Produkte und bearbeiten Reklamationen. „Wer bei Dialog Service Center als Call-Center-Agent arbeitet, benötigt neben einer kaufmännischen Ausbildung und sehr guten MS-Office-Kenntnissen eine rasche Auffassungsgabe,“ sagt Keuter. Am wichtigsten sei die Fähigkeit, gut zu telefonieren: „Das ist: Eine freundliche, kompetente Gesprächsführung und die schnelle Versorgung des Anrufers mit den gewünschten Informationen,“ sagt Keuter.

Call-Center-Agenten akquirieren auch Neukunden für die Verlage und für das Lottospiel „6 aus 49“. 33 Call-Center existieren nach Informationen der IHK Heilbronn-Franken im Kammerbezirk: „Darunter sind 23 Betriebe, die ein Call-Center als Kerngeschäft betreiben,“ sagt Stefan Heine. Auch die VB Medien-Service GmbH mit Büros im Neckarsulmer Trendpark ist größer geworden. „Wir sind vor knapp zwei Jahren mit sieben Mitarbeitern gestartet,“ sagt Ulrich von Berg, Geschäftsführer von VB Medien-Service. Heute arbeiten 40 Call-Center-Agenten im Unternehmen. „2006 möchte ich den Betrieb vergrößern und bin bereits auf Personalsuche,“ sagt von Berg. Auch VB kümmert sich um das Abonnenten-Management und das Telemarketing bekannter Verlage wie Gruner + Jahr, Springer, Vereinigte Motorverlage und Gong. Dazu kommen Kunden aus dem Versandhandel und Vertreiber von Merchandising-Produkten. Gewachsen sind auch kleinere Call-Center - wie das der Heilbronner Indeca Business GmbH. „Fünf Mitarbeiter waren wir vor fünf Jahren,“ sagt Geschäftsführerin Ingeborg Salmen.

20 Mitarbeiter betreuen heute in Voll- und Teilzeit unter anderem Kunden von Banken, Verlagen, Handwerkern und Autohäusern. „Wir setzen im nächsten Jahr behutsam auf Wachstum,“ sagt sie. „Immer häufiger sind für qualifiziertes Call-Center-Geschäft auch qualifizierte Fachkräfte nötig, wie Bankkaufleute, Heizungsinstallateure, Chemiker oder IT-Experten“, sagt Peter Lehmann, Personaldirektor bei Sitel (Krefeld), einem der großen Kommunikations-Dienstleister. Bei der Arvato AG in Kornwestheim bei Ludwigsburg betreuen Kfz-Meister an einer Service-Hotline Automechaniker in Auto-Werkstätten aus ganz Deutschland. Niedrigere Gehälter machen die östlichen Bundesländer attraktiv für Call-Center-Investoren.

Sind da die hiesigen Standorte künftig sicher? „Dialog Service Center sieht den Standort Neckarsulm auch für die Zukunft als gesichert an,“ sagt Stefan Keuter. Dennoch setze man sich ständig mit der Wettbewerbs- und Kostensituation auseinander.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 29. Dezember 2006 von Gunter Irmler www.stimme.de

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