Das Hohenloher Handelsunternehmen
WÜRTH steigerte den Umsatz
nach vorläufigen Angaben um 11,1 Prozent auf 6,89 Milliarden
Euro. Das Betriebsergebnis stieg ebenfalls zweistellig auf 440
Millionen Euro.
Mit Robert Friedmann, der als Konzernchef auf Walter Jaeger folgte,
gab es in Künzelsau einen Chefwechsel. Außerdem kündigte
der Beiratsvorsitzende Reinhold Würth seinen Rückzug
an, Tochter Bettina Würth wird sein Amt im März übernehmen.
An Veränderungen hat es also nicht gemangelt - der Erfolg
ist dem Handelsunternehmen treu geblieben: Um 8,3 Prozent ist der
Konzernumsatz dabei aus eigener Kraft gesteigert worden. Währungseffekte
und Zukäufe sorgten für die restlichen Prozentpunkte,
die dem Unternehmen wieder ein zweistelliges Wachstum bescherten.
„
Das Jahr hat sehr schwierig begonnen“, gibt Konzernchef Robert
Friedmann zu. „Im ersten Quartal lagen wir beim Ergebnis
sechs Prozent unter dem Vorjahr. Deswegen waren wir anfangs sehr
skeptisch und sind jetzt sehr froh und glücklich mit den Zahlen.“ Die
Trendwende sei erst mit dem zweiten Halbjahr gekommen.
Grund zur Zufriedenheit bescherten auch die deutschen Tochtergesellschaften
der Hohenloher: Ihr Umsatz steigerte sich um 9,6 Prozent auf 2,77
Milliarden Euro. Bereinigt um Zukäufe lag der Zuwachs immerhin
noch bei 6,1 Prozent: Unter anderem hatte die Würth Elektronik
den Bauelementehersteller IBE mit Sitz in Thyrnau, 630 Mitarbeitern
und einem Umsatz von 20 Millionen Euro übernommen. Die Internationale
Bodensee-Bank ist noch nicht konsolidiert.
Im Ausland erhöhte sich der unbereinigte Umsatz des Handelskonzerns
um 12,0 Prozent auf jetzt 4,12 Milliarden Euro.
Nicht nur bei Umsatz und Ergebnis, auch bei der Mitarbeiterzahl
melden die Hohenloher einen neuen Rekord: Im Oktober überstieg
die Beschäftigtenzahl erstmals die Marke von 50 000 - zum
Jahresende standen weltweit bereits 50 767 Menschen auf der Würth-Gehaltsliste.
Das Mitarbeiterwachstum spielte sich vor allem im Ausland ab: In
Deutschland stieg die Mitarbeiterzahl zum Stichtag um 2,3 Prozent
auf 14 263, weltweit betrug das Wachstum 8,1 Prozent. Dass mit
einem Plus von 5,4 Prozent weniger neue Verkäufer eingestellt
wurden als Innendienstler (+ 11,4 Prozent auf 23 279), erklärt
das Unternehmen mit den Zukäufen: Mit den im vergangenen Jahr
eingekauften Firmen kamen 1145 neue Innendienst-Mitarbeiter, wozu
auch Fertigungsbeschäftigte zählen.
In das neue Jahr blickt Robert Friedmann zuversichtlich: „Wir
sind optimistisch, dass wir die Wachstumsgeschwindigkeit halten
können.“
Quelle: Heilbronner Stimme von Manfred Stockburger 10.01.2006 www.stimme.de
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