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Hyundai hält den Ball im WM-Jahr flach

     
 
 

26.1.06


 

Trotz Fußballweltmeisterschaftgeht Hyundai für das neue Jahr nicht von einem zweistelligen Wachstum in Deutschland aus: Nach gut 52 700 Zulassungen im vergangenen Jahr rechnet Geschäftsführer Karl-Heinz Engels mit 55 000 verkauften Autos im WM-Jahr.

Im vergangenen Jahr hat der Importeur mit Sitz in Neckarsulm die Zulassungen um 13,2 gesteigert, der Marktanteil der Koreaner liegt nach der Statistik des Kraftfahrtbundesamts mittlerweile bei 1,5 Prozent. Mit knapp 14 000 Stück war der Kleinwagen Getz das erfolgreichste Modell der Neckarsulmer. Zum Vergleich: Im Jahr 2003 hatte Hyundai Deutschland noch lediglich 35 000 Autos verkauft, im Jahr 2004 hatte das Unternehmen den Absatz um ein Drittel nach oben geschraubt.

„ Deutschland hat sich damit zum größten europäischen Absatzmarkt der koreanischen Erfolgsmarke entwickelt“, freut sich Karl-Heinz Engels. Weltweit steigerte der koreanische Hersteller und WM-Sponsor seinen Fahrzeugabsatz übrigens um elf Prozent auf 2,5 Millionen Autos.

Von der Fußball-WM, bei der sämtliche Stars mit Hyundai-Limousinen durch Deutschland kutschiert werden, erwartet Engels „einen großen Sprung beim Image“. Inwieweit sich der Rückenwind durch das Sponsoring-Großereignis in Verkäufe ummünzen lässt, ist er eher zurückhaltend: „Sich auf unserem jetzt erreichten Niveau zu halten, ist schon ein gutes Ergebnis.“ Jedenfalls dann, wenn man nicht mit einem „Modell-Feuerwerk“ aufwarten kann. Das kommt bei den Koreanern nämlich erst im Jahr nach der Fußball-WM. „In diesem Jahr gibt es bei uns nicht so viel Neues“, sagt Engels: Im März kommt eine Neuauflage des Santa Fe, den Sonata gibt es demnächst auch mit Diesel-Partikelfilter. Im April soll die nächste Generation des Accent auf den deutschen Markt kommen.

Erst, wenn Hyundai die „bisher leider vorhandene Lücke“ in der Golf-Klasse geschlossen hat, sieht er eine Absatzsteigerung auf 60 000 Autos im Bereich des Möglichen. Bis 2010 stehen dann sogar bis zu 90 000 verkaufte Wagen auf dem Plan.

Neben der WM, die für die Neckarsulmer in diesem Jahr eine Menge Zusatzarbeit bedeutet - die ersten „Team 06“-Sondermodelle kommen übrigen schon in diesen Tagen auf den Markt - setzt Engels ganz bodenständig auf den weiteren Ausbau des Händlernetzes.

Nach wie vor gehört die Hyundai Motor Deutschland GmbH mehrheitlich zur Frey-Gruppe, deren Deutschlandsitz in Stuttgart ist. Zuletzt haben die Koreaner, deren Europazentrale in Rüsselsheim angesiedelt ist, ihren Anteil deutlich aufgestockt: Die Hyundai Motor Company hält inzwischen 30 Prozent der Anteile, weitere 15 Prozent liegen der japanischen Handelsfirma Mitsubishi.

Quelle Heilbronner Stimme vom 17.01.2006 von Manfred Stockburger

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