Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat 2005 den höchsten
Gewinn in ihrer 75-jährigen Geschichte erzielt. Das operative
Ergebnis sei um 15,9 Prozent auf 379 Millionen Euro gestiegen,
sagte Schwäbisch-Hall-Chef Alexander Erdland am Montag in
Stuttgart. Das Neugeschäft mit Bausparverträgen wuchs
um knapp zwölf Prozent auf 27,8 Milliarden Euro. 935 000 Verträge
wurden abgeschlossen.
Der Marktanteil der größten privaten Bausparkasse Deutschlands
stieg nach ersten Schätzungen von 26,1 auf 26,5 Prozent. Die
Eigenkapitalrendite erhöhte sich auf 15,2 Prozent und verdoppelte
sich damit seit 1999, betonte Erdland.
Für 2006 zeigte sich der Bausparmanager optimistisch. "Natürlich
wollen wir unseren Marktanteil ausweiten", sagte er. Auch
das Ergebnis solle verbessert werden. Konkrete Zahlen wollte er
aber noch nicht nennen.
Die Diskussion um die Eigenheimzulage habe die Geschäftsfelder
Bausparen und Baufinanzierung auch 2005 geprägt - nennenswerte
Vorzieheffekte wie 2003 habe es aber nicht gegeben.
Während der Bausparmarkt in Deutschland branchenweit um etwa
neun Prozent gewachsen sei, habe Schwäbisch Hall mit 11,8
Prozent stärker zulegen können. Bei den Baufinanzierung
stieg das Kreditvolumen sogar um 19,2 Prozent auf 12,4 Milliarden
Euro. Auch das weitere Vorsorgegeschäft habe mit 4,5 Milliarden
Euro einen neue Rekordmarke erreicht.
Die Gesamtvertriebsleistung aller Geschäftsfelder der Bausparkasse
habe 2005 in Deutschland 44,7 Milliarden Euro betragen (plus 16
Prozent). Rechne man die Vertriebsresultate der ausländischen
Töchter hinzu, komme man auf ein Volumen von über 50
Milliarden Euro. Im Ausland stieg der Vorsteuergewinn mit rund
47 Millionen Euro um über 70 Prozehnt. Die Bausparkassen in
Tschechien, der Slowakei und Ungarn seien profitabel, während
es in China und Rumänien noch geplante Anlaufverluste gegeben
habe.
Das gute Geschäft von Schwäbisch Hall macht sich auch
beim Personal bemerkbar. So sollen 2006 rund 250 Außendienstmitarbeiter
neu eingestellt werden. 2005 sei die Belegschaft um 1000 Mitarbeiter
(davon 800 im Ausland) auf 12 900 Beschäftigte gestiegen.
Davon arbeiteten 7300 Mitarbeiter in Deutschland und 5600 im Ausland.
(dpa)
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