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Die Innovationsfabrik fährt auf Erfolgskurs

     
 
 

30.1.06


 

Die Heilbronner Innovationsfabrik (IFH) hat sich im vergangenen Jahr außerordentlich positiv entwickelt. 18 neue Unternehmen sind in das Gründerzentrum eingezogen, das zurzeit voll ausgelastet ist. Sieben Firmen stehen auf der Warteliste.

Thomas Villinger ist zufrieden. „So viele Neuzugänge hatten wir seit fünf Jahren nicht mehr“, sagt der Geschäftsführer des Gründerzentrums. Immerhin 55 Arbeitsplätze hätten die neuen Firmen im vergangenen Jahr geschaffen. „Lediglich zwei kleine Räume von insgesamt 107 sind zurzeit nicht belegt“, sagt er.

Das Gründerzentrum in der Weipertstraße ist aktuell mit 58 Firmen belegt, die zusammen 320 Mitarbeiter beschäftigen - die Hälfte davon sind Vollzeitkräfte. Zumeist, so hebt Villinger hervor, handle es sich dabei um qualifizierte Arbeitskräfte. Rechnet man die Unternehmen hinzu, die in den vergangenen Jahren flügge geworden sind und aus der IFH ausgezogen sind, dann addiere sich die Beschäftigtenzahl der IFH-Unternehmen auf 750, schätzt Villinger. Die übergroße Mehrzahl dieser Arbeitsplätze ist übrigens im Raum Heilbronn geschaffen worden.

16 Firmen haben die IFH im vergangenen Jahr verlassen - nur eine davon sei liquidiert worden, berichtet Villinger. Zwei Unternehmen, beide sind IT-Spezialisten, haben sich im benachbarten HIP am Neckar angesiedelt, wo IB Solution schon bald 60 Angestellte beschäftigen will, die SBE möchte die Mitarbeiterzahl auf 14 ausbauen.
Ein gutes Viertel der aktuellen IFH-Mieter ist im Beratungssektor aktiv; jede fünfte Firma ist im IT-Umfeld tätig. An dritter Stelle folgt mit 13,8 Prozent bereits die Bau-, Architektur- und Design-Branche. Drei in der IFH angesiedelte Unternehmen erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von mehr als drei Millionen Euro, bei 70 Prozent der Firmen lag der Umsatz zwischen 100 000 Euro und einer Million.

Interessant ist auch ein Blick auf die Gesamtzahl der Firmen, die seit der Gründung im Jahr 1998 in der IFH ansässig waren. 86 Unternehmen haben den Sprung ins kalte Wasser außerhalb des Gründerzentrums überstanden, nur elf davon haben sich außerhalb der Region niedergelassen. Pleite gegangen sind nach Villingers Zahlen lediglich vier Unternehmen, weitere acht haben dagegen von sich aus aufgegeben.

Und wie sieht die Zukunft aus? „In anderen Bundesländern wurden schon einige Gründerzentren zugemacht. Wir wollen expandieren“, sagt Villinger. „Ein Gründerzentrum ist kein Selbstläufer. Unseren Erfolg macht aus, dass wir über Venture Forum und den regionalen Zukunftsfonds auch Kapital anbieten können.“ Diese Lehre hat Villinger aus den schwierigen Jahren nach der Jahrtausendwende gezogen. „Die Rezession hat auch uns kalt erwischt.“

Inzwischen sei die IFH als Standort auch für Firmen von außerhalb der Region interessant geworden. „Wir haben gerade ein bis zwei Anfragen pro Woche“, sagt der Geschäftsführer. „Obwohl es zurzeit überall günstige Mietpreise gibt“, betont Villinger. „Wir können eben mehr bieten. Das macht uns stabil für die Zukunft.“

Auch der Steuerzahler kann sich über die positiven Nachrichten freuen. Exakte Zahlen liegen zwar noch nicht vor, eines steht aber fest: Im vergangenen Jahr musste die Stadt deutlich weniger Geld zuschießen als bisher.

Quelle Heilbronner Stimme vom 29.01.2006 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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