Mit 11 466 Betrieben
hat die Handwerkskammer Heilbronn-Franken wieder den Stand von
1998 und damit Rekordhöhe erreicht. Dies
bedeutet ein Plus von 223 Unternehmen gegenüber dem Vorjahr,
meldet die Kammer.
Im zulassungspflichtigen Handwerk, das nur mit Meisterbrief ausgeübt
werden darf, waren zum Jahresende 8199 Betriebe eingetragen. Dies
ist eine Steigerung um 46 Firmen. Im zulassungsfreien Handwerk,
das ohne Meisterbrief ausgeübt werden kann, ist die Zahl auf
1444 angewachsen, was einen deutlichen Anstieg um 152 Firmen bedeutet.
Und im handwerksähnlichen Gewerbe hat sich die Anzahl der
Betriebe von 1796 auf 1816 erhöht, vorwiegend durch neue Kosmetiker-Firmen.
Als Kleinunternehmer haben sich nur sieben Handwerker selbstständig
gemacht.
Die höchsten Zuwächse im zulassungspflichtigen Handwerk
verzeichneten die Friseure: Mit 921 Betrieben bauten sie die Spitzenposition
weiter aus. Im zulassungspflichtigen Bereich insgesamt geht aber
viele ohne Meisterbrief.
ein Drittel der Neugründungen auf Sonderbewilligungen wie
etwa die Altgesellenregelung zurück, wonach sich ein Handwerker
nach sechs Jahren als Geselle - davon vier Jahre in leitender Position
- selbstständig machen kann.
Im zulassungsfreien Handwerk gab es die größte Zunahme
bei den Fliesenlegern (plus 76 Betriebe), gefolgt von den Raumausstattern
mit 34 neuen Firmen. Auffällig ist hier das niedrige Qualifikationsniveau
der Gründer, berichtet die Kammer: Knapp 90 Prozent der neuen
Inhaber verfügt weder über einen Gesellen- noch den Meisterbrief.
„
Damit steht das Fundament der meisten neuen Firmen auf wackligen
Beinen“, warnt Gerhard Pfander, Hauptgeschäftsführer
der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. Die Entwicklung lasse für
die Qualitätsstandard und die Ausbildungs- und Zukunftsfähigkeit
der Unternehmen Schlimmes befürchten.
Quelle Heilbronner Stimme von Manfred Stockburger www.stimme.de |