Den Firmen in der Region
geht es so gut wie schon seit fünf
Jahren nicht mehr. Das ergibt die jüngste Konjunkturumfrage
der Heilbronner IHK. „Die regionale Wirtschaft ist im Aufschwung“,
sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger. Auch
die Binnennachfrage und der Arbeitsmarkt kommen aus dem Tal.
Nur 13,1 Prozent der Firmen quer durch alle Branchen sehen sich
in einer schlechten Lage, fast 34 Prozent bezeichnen ihre Lage
als gut, gut die Hälfte gibt ein befriedigend zu Protokoll.
Beim Ausblick sind die Unternehmen sogar noch optimistischer. „Die
Lage ist hervorragend“, bewertet Metzger das Datenmaterial,
das sich auf die gewichteten Aussagen von 375 Unternehmen in der
Region stützt.
Als Motor der Entwicklung bezeichnet Metzger die Industrie, die
bei der Lagebeurteilung und auch beim Ausblick „exzellente
Ergebnisse“ abgeliefert habe, so Metzger: Weniger als zehn
Prozent der befragten Firmen sind unzufrieden. Das ist kein Wunder:
Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes haben die Industriebetriebe
in der Region ihre Umsätze im vergangenen Jahr um 8,4 Prozent
gesteigert - sie waren damit doppelt so erfolgreich wie der Landesdurchschnitt.
„
Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Heilbronn-Franken
hat sich erneut verbessert“, diagnostiziert Heinrich Metzger.
Neben der Exportquote sei auch die Inlandsnachfrage wieder angestiegen,
sagt der Hauptgeschäftsführer. Jede dritte Firma erwarte
im noch jungen Jahr 2006 bessere Geschäfte mit Inlandskunden.
Die Zahl der Beschäftigten in der regionalen Industrie ist
im vergangenen Jahr leicht gestiegen - um 1,5 Prozent. Dieser Trend
setzt sich offenbar fort: Nicht nur in der Industrie überwiegen
jetzt die Unternehmen, die ihr Personal aufstocken wollen. Erstmals
seit fünf Jahren trifft dies wieder für den gesamten
Wirtschaftsbereich zu, der von der IHK vertreten wird.
Auch die Dienstleister sind in „Hochstimmung“, so Metzger.
Mehr als die Hälfte der Befragten erwarten gute Geschäfte,
nur jede zwanzigste Firma schätzt ihre aktuelle Lage als schlecht
ein. Ähnlich sieht es bei den Großhändlern in der
Region Heilbronn-Franken aus.
Konjunkturelle Sorgenkinder bleiben der Einzelhandel und die Baubranche.
Bei den Einzelhändlern überwiegt immer noch die Zahl
der Firmen, die ihre Lage als schlecht beurteilen. Nach wie vor
bezeichnet jeder zweite der befragten Händler seine Kundschaft
als zurückhaltend. Für die erneute Verschlechterung der
Werte der regionalen Baubranche macht Metzger in erster Linie saisonale
Gründe verantwortlich.
„
Es sieht alles so aus, als ob dieses Jahr ein erfolgreiches Jahr
werden wird“, fasst Heinrich Metzger zusammen. Sorgen machen
ihm allerdings die Iran-Krise und die Auswirkungen des Karikaturen-Streits. „Das
beunruhigt uns sehr“, so der Hauptgeschäftsführer.
Ein höherer Ölpreis könnte die Wachstumschancen
in der Region dämpfen.
Quelle Heilbronner Stimme vom 8. Februar 2006 von Manfred Stockburger
www.stimme.de
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