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Heilbronn-Franken im Aufschwung

     
 
 

8.2.06


 

Den Firmen in der Region geht es so gut wie schon seit fünf Jahren nicht mehr. Das ergibt die jüngste Konjunkturumfrage der Heilbronner IHK. „Die regionale Wirtschaft ist im Aufschwung“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger. Auch die Binnennachfrage und der Arbeitsmarkt kommen aus dem Tal.

Nur 13,1 Prozent der Firmen quer durch alle Branchen sehen sich in einer schlechten Lage, fast 34 Prozent bezeichnen ihre Lage als gut, gut die Hälfte gibt ein befriedigend zu Protokoll. Beim Ausblick sind die Unternehmen sogar noch optimistischer. „Die Lage ist hervorragend“, bewertet Metzger das Datenmaterial, das sich auf die gewichteten Aussagen von 375 Unternehmen in der Region stützt.

Als Motor der Entwicklung bezeichnet Metzger die Industrie, die bei der Lagebeurteilung und auch beim Ausblick „exzellente Ergebnisse“ abgeliefert habe, so Metzger: Weniger als zehn Prozent der befragten Firmen sind unzufrieden. Das ist kein Wunder: Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes haben die Industriebetriebe in der Region ihre Umsätze im vergangenen Jahr um 8,4 Prozent gesteigert - sie waren damit doppelt so erfolgreich wie der Landesdurchschnitt.

„ Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Heilbronn-Franken hat sich erneut verbessert“, diagnostiziert Heinrich Metzger. Neben der Exportquote sei auch die Inlandsnachfrage wieder angestiegen, sagt der Hauptgeschäftsführer. Jede dritte Firma erwarte im noch jungen Jahr 2006 bessere Geschäfte mit Inlandskunden.
Die Zahl der Beschäftigten in der regionalen Industrie ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen - um 1,5 Prozent. Dieser Trend setzt sich offenbar fort: Nicht nur in der Industrie überwiegen jetzt die Unternehmen, die ihr Personal aufstocken wollen. Erstmals seit fünf Jahren trifft dies wieder für den gesamten Wirtschaftsbereich zu, der von der IHK vertreten wird.

Auch die Dienstleister sind in „Hochstimmung“, so Metzger. Mehr als die Hälfte der Befragten erwarten gute Geschäfte, nur jede zwanzigste Firma schätzt ihre aktuelle Lage als schlecht ein. Ähnlich sieht es bei den Großhändlern in der Region Heilbronn-Franken aus.

Konjunkturelle Sorgenkinder bleiben der Einzelhandel und die Baubranche. Bei den Einzelhändlern überwiegt immer noch die Zahl der Firmen, die ihre Lage als schlecht beurteilen. Nach wie vor bezeichnet jeder zweite der befragten Händler seine Kundschaft als zurückhaltend. Für die erneute Verschlechterung der Werte der regionalen Baubranche macht Metzger in erster Linie saisonale Gründe verantwortlich.

„ Es sieht alles so aus, als ob dieses Jahr ein erfolgreiches Jahr werden wird“, fasst Heinrich Metzger zusammen. Sorgen machen ihm allerdings die Iran-Krise und die Auswirkungen des Karikaturen-Streits. „Das beunruhigt uns sehr“, so der Hauptgeschäftsführer. Ein höherer Ölpreis könnte die Wachstumschancen in der Region dämpfen.

Quelle Heilbronner Stimme vom 8. Februar 2006 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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