Der Heilbronner Kopfhörer- und Mikrofon-Hersteller Beyerdynamic
hat eine zweiten Standort eröffnet: In Heilbronn-Böckingen
sind jetzt die Logistik- und die Service-Abteilung mit 22 Mitarbeitern
angesiedelt. Am Stammsitz in der Theresienstraße ist dadurch
Platz für weiteres Wachstum entstanden.
Lager, Versand und Kundendienst sind schon hier - und womöglich
folgt auch noch ein Ausstellungszentrum mit Werksverkauf. In der
August-Häusser-Straße hat Beyerdynamic seit kurzem sein
Service- und Logistikzentrum angesiedelt. Auf 1300 Quadratmeter
Fläche ist unter anderem der komplette Warenversand untergebracht. „In
der Theresienstraße platzten wir aus allen Nähten“,
begründet Geschäftsführer Wolfgang Luckhardt den
Umzug. Seit Herbst 2004 wurde daher zunächst nur eine Ausweichfläche
für die Logistik gesucht. „Bald wurde aber klar, dass
auch die Serviceabteilung mitziehen sollte“, erzählt
Logistik-Abteilungsleiter Thomas Weidner.
In den neuen, angemieteten Räumen sind nun 22 Mitarbeiter
beschäftigt. 400 bis 500 Sendungen werden hier wöchentlich
abgewickelt. 2000 verschiedene Artikel sind auf Lager. „Künftig
werden wir bestimmt weiter Arbeitsplätze schaffen“,
erwartet Weidner. Auch bei der Serviceabteilung stehen die Zeichen
auf Wachstum. 1988 mit vier Mitarbeitern gegründet, arbeiten
dort inzwischen elf Beschäftigte, berichtete Abteilungsleiter
Werner Hautzinger. In Böckingen solle nun ein Ersatzteillager
aufgebaut werden.
Insgesamt sind bei Beyerdynamic mittlerweile 285 Mitarbeiter beschäftigt,
die neu hinzugekommene Firma Interkom eingerechnet. „Ohne
diese Aussiedlung hätten wir Interkom gar nicht in Heilbronn
unterbringen können“, sagte Geschäftsführer
Luckhardt. Derzeit werden die Gebäude in der Theresienstraße
umgestaltet, um dem Umsatz- und Auftragsplus Rechnung zu tragen.
Auch die Produktion werde erweitert, berichtete Luckhardt. Innerhalb
der vergangenen drei Jahre hat Beyerdynamic den Umsatz schon um
25 Prozent gesteigert, davon alleine um acht Prozent auf 26,2 Millionen
Euro im vergangenen Jahr, und das Personal in ähnlicher Höhe
aufgestockt. Durch die Interkom-Übernahme sollen im neuen
Jahr 2,5 Millionen Euro zusätzlich erreicht werden, doch Luckhardts
Ziele sind ehrgeiziger: „Wir wollen dieses Jahr die 30 Millionen
schaffen.“
Quelle Heilbronner Stimme vom 11.02.2006 von Heiko Fritze www.stimme.de
|