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Region bundesweit mit am sichersten

     
 
 

3.3.06


 

Einige einzelne Zahlen der Unterländer Kriminalstatistik 2005 mögen Sorge bereiten, in der Summe aber ergibt sich äußerst Positives: Heilbronn ist die sicherste Großstadt Baden-Württembergs, und nur in drei Landkreisen lebt es sich noch sicherer als im Landkreis Heilbronn.

Hartmut Grasmück, Chef der Unterländer Polizeidirektion, geht sogar noch einen Schritt weiter: „Das Unterland gehört zu den sichersten Regionen in ganz Deutschland.“ Seine Mitarbeiter und er, verspricht der Leitende Kriminaldirektor, „werden alles daran setzen, dass das auch in Zukunft so bleibt“.

Wie misst man Sicherheit? Die Polizei tut es anhand der so genannten Häufigkeitsziffer, das ist die Anzahl der Straftaten je 100 000 Einwohner. Sie liegt für das Jahr 2005 für die Stadt Heilbronn (9680 bekannt gewordene Straftaten) bei 7979, für den Landkreis (11538 Straftaten) bei 3508. „Die Kriminalität nimmt zu, je dichter die Menschen zusammenwohnen“, beschreibt Polizeisprecher Peter Lechner ein typisches Phänomen. Zum Vergleich: Die Häufigkeitsziffern von Karlsruhe, Mannheim und Freiburg sind allesamt fünfstellig. Laut Lechner ein Beweis dafür, „dass Heilbronn wirklich sicher ist - aber eben mit einer Kriminalität, wie sie in einer größeren Stadt durchaus vorkommt“. Sicherer als im Landkreis Heilbronn leben nur die Einwohner des Enzkreises, des Alb-Donau-Kreises (Ulm) und des Landkreises Heidenheim.

Ein sinnvoller Vergleich mit den Unterländer Straftatenzahlen des Vorjahres wird erst im Frühjahr 2007 bei der Kriminalstatistik für 2006 wieder möglich sein: Wegen einer landesweiten Umstellung des Computersystems waren wie berichtet im Jahr 2003 700 Unterländer Straftaten zu wenig erfasst worden, die dann als Nachtrag die Zahlen für 2004 nach oben drückten.

Zwei Felder, die der Unterländer Polizei im langjährigen Trend Sorge bereiten und teilweise zusammenhängen, sind Gewalt- und Jugendkriminalität: Die Zahl der Körperverletzungen ist seit 1996 von 934 auf jetzt 1660 gestiegen, also um 78 Prozent. Und während 1996 noch 2415 Jungtäter - so nennt die Polizei Tatverdächtige unter 21 Jahren - gezählt wurden, waren es vergangenes Jahr 3165, also ein Drittel mehr.
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„ Wenn man bedenkt, dass der Anteil dieser Gruppe an der Gesamtbevölkerung bei 13,7 Prozent liegt, aber 47,5 Prozent aller ermittelten Straftäter zu dieser Altersgruppe gehören“, so der Polizeisprecher, „wird das Missverhältnis augenfällig.“ Nicht die typischen Jugendsünden wie Diebstähle und Sachbeschädigungen machen der Polizei dabei Kopfzerbrechen, sondern die ständig steigende Zahl der Gewaltdelikte. Da 2005 viele dieser Körperverletzungen bei Festen begangen wurden, steuert die Polizei seit einigen Wochen mit Jugendschutz-Eingreif-Teams (JET) gegen.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 3. März 2005 von Franziska Feinäugle
siehe www.stimme.de

 
         
         
 
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