Metergroße Seifenblasen, riesige Parabolspiegel und rollende
Würfel – das alles gibt es bei der Ausstellung „experimenta – Physik
für die Sinne“. Diese will Kinder vom 3. bis 27. Mai
für Physik begeistern und ist im Mittelstandszentrum Tauberfranken
zu besichtigen.
Seifenblasen mit einem Meter Durchmesser schweben durch die Luft – und
zerplatzen schlagartig, zwei große Parabolspiegel verstärken
ein Flüstern, daneben bauen Schüler einen begehbaren
Bogen, experimentieren mit einer Balkenwaage oder zaubern aus weißem
Licht die Farben eines Regenbogens. Das sind nur vier der rund
35 Experimentierstationen der Ausstellung „experimenta 2006 – Physik
für die Sinne““, die vom 3. bis 27. Mai 2006 im
Mittelstandszentrum Tauberfranken unter der Schirmherrschaft von
Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung,
in Bad Mergentheim zu sehen ist. Die „experimenta“ ist
eine Ausstellung des Kindermuseums Stuttgart in Kooperation mit
der Universität Stuttgart, um Kinder und Jugendliche möglichst
früh für naturwissenschaftliche Phänomene zu interessieren
und zu begeistern, um deren natürlich Neugier und Entdeckerfreude
aufzugreifen und anhaltend zu motivieren.
Der WITTENSTEIN AG, Mechatronikspezialist mit Sitz in Igersheim-Harthausen,
ist es gelungen, diese einzigartige Ausstellung für Kinder
bzw. Jugendliche im Alter von 5 bis 15 Jahren mit massiver Unterstützung
weiterer Unternehmen, Institutionen, Bildungsträgern und Schulen
der Region in die Kurstadt Bad Mergentheim zu holen. „Wir
wollen damit“, erklärt WITTENSTEIN-Personalreferentin
Karin Markert, die das Projekt federführend organisiert, „bei
Kindern Neugier und Interesse für Physik und Naturwissenschaften
wecken. Die Region benötigt kreative Köpfe und somit
ist es ein gemeinsames Anliegen von Unternehmen und Institutionen
im Taubertal, dafür auch gemeinsam Sorge zu tragen. So sieht
man das beispielsweise auch bei der ebm-papst Mulfingen GmbH & Co.
KG, die die „experimenta“ ebenfalls unterstützt: „Die
Unternehmen in unserer Region können nur dann im bisherigen
Tempo weiterwachsen, wenn es gelingt, genügend qualifizierte
Ingenieure und Techniker zu gewinnen“, so Kai Halter, Leiter
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Mulfingen.
Die Organisatoren der „experimenta“ rechnen in Bad
Mergentheim an den 27 Ausstellungstagen mit rund 16.000 Besuchern.
Die Ausstellung ist zwischen dem 3. und 27. Mai an allen Werktagen
auf Anmeldung für Schulen und Kindergärten von 9 bis
17 Uhr geöffnet, darüber hinaus am Wochenende für
die interessierte Öffentlichkeit (ohne Anmeldung) von 10 bis
17 Uhr. Zumindest am Wochenende ist mit Wartezeiten zu rechnen.
Deshalb wurde für die Ausstellung ein interessantes Rahmenprogramm
zusammengestellt.
Die „experimenta“ ist so konzipiert, dass die jungen
Besucher selbst aktiv und kreativ werden können. „Die
Kinder sind bei uns die Hauptpersonen“, erläutert Karin
Markert, „deshalb sollen nie mehr als gleichzeitig 100 Besucher
in der Ausstellung sein.“ „Der einfachste Versuch,
den man selbst durchführt, ist besser als der schönste
Versuch, den man sieht“ hat Michael Faraday erklärt,
nach dem der – bei Blitzschlag sichere – „Faradaysche
Käfig“ benannt ist. Kinder lernen – so die Erkenntnisse
der aktuellen Forschung – am besten durch sinnliche Erfahrung
und durch aktive Erkundung der Welt. Triebkraft ist die natürliche
Neugier.
Die Sponsoren – neben der WITTENSTEIN AG sind dies die Unternehmen
ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG, BARTEC GmbH, Roto Frank
AG und Michael Weinig AG, die Sparkasse Tauberfranken, die Firma
Lauda Dr. Wobser, die Stadtwerke sowie die Stadt Bad Mergentheim – sorgen
vor allem mit Unterstützung der Schulen dafür, dass die
einzelnen Experimentierstationen optimal betreut werden. Pro Tag
sind 45 Betreuer notwendig. Sie werden die Kinder und Jugendlichen
bei der Durchführung der Experimente – falls notwendig – unterstützen
und auf Fragen die Hintergründe erläutern.
Auf die Kindergarten- und Schulkinder wartet Erstaunliches, denn „experimenta“ will
die natürlich Entdeckerfreude der kleinen Besucherinnen und
Besucher aufgreifen und dadurch die faszinierende Welt der Physik
erschließen. Durch forsches Erkunden und Experimentieren
sollen Neugier und Interesse für grundlegende Fragen der Physik
geweckt werden. An den einzelnen Experimentierstationen (entwickelt
aus einer Kooperation zwischen dem Verein „exploratorium – Kindermuseum
Stuttgart und Region“ und dem 5. Physikalischen Institut
der Universität Stuttgart) geht es dabei nicht um „Knopfdruck-Demonstrationen“ – vielmehr
können die Besucher an den einzelnen Erfahrungsstationen selbst
aktiv und kreativ werden und den Phänomenen auf die Spur kommen.
Unsichtbare Schwingungen werden sichtbar, ein Spiegelkabinett eröffnet
den Blick in die Unendlichkeit, ein Würfel kann rollen, riesige
Rauchringe aus der Wirbelpauke fliegen durch den Raum, während
kartesische Taucher nur auf Druck reagieren und ein magischer Koffer
nicht das tut, was er soll........
Die Ausstellung wird neben dem gemeinsamen unternehmerischen Engagement
vom Schulamt Tauberbischofsheim, von der Würzburger Kinderuni,
der Berufsakademie in Bad Mergentheim, den drei lokalen Gymnasien
(Deutschordens-Gymnasium, Wirtschafts- und Technisches Gymnasium)
und natürlich vom Mittelstandszentrum Tauberfranken GmbH unterstützt.
Schulen und Kindergärten können sich ab 3. April 2006
von 9-12 Uhr unter der Telefonnummer 07931/493-600 anmelden und
werden in der Reihenfolge ihrer Anmeldung berücksichtigt.
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