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Neue Räume der Berufsakademie in Bad Mergentheim eingeweiht

     
 
 

24.3.06


 

Mit viel Prominenz und einem gut zweistündigen Festakt weihte die Berufsakademie-Außenstelle Bad Mergentheim ihre neuen, größeren Räumlichkeiten im Deutschordensschloss ein.

Auf 1500 Quadratmetern Hauptnutzfläche erstreckt sich die Hochschule künftig über den Archiv- und Torbau, sehr zur Freude der Minister Frankenberg und Reinhart, die ein weiteres Wachstum der Berufsakademie (BA) fördern möchten.

" Hier in der Kurstadt haben wir eine einzigartige Campus-Situation", lobte der für Bundesangelegenheiten zuständige Landesminister und Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, die neuen Räume, die für knapp 1,4 Millionen Euro ausgebaut wurden. Noch zusammen mit Ministerpräsident a.D. Erwin Teufel sei der Grundstein für die BA-Außenstelle in Bad Mergentheim gelegt worden, die in naher Zukunft 450 Studierende umfassen soll. Es sei eine Erfolgsgeschichte in Gang gesetzt worden, so Reinhart, die auch dem Umfeld, sprich der Stadt Bad Mergentheim und den Partnerfirmen aus der Region, viele Vorteile bringe. Reinhart hob ausdrücklich die mitwirkenden Unternehmer - die keine Unterlasser seien - hervor und gab sich überzeugt, dass hier sowohl von der Landespolitik als auch von der Wirtschaft an der richtigen Stelle investiert werde.

" Eine Stärke von Baden-Württemberg ist das Bildungssystem" - darin seien die Berufsakademien ein wichtiger Baustein, "denn sie bieten eine bedarfsgerechte Ausbildung", erklärte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg. 450 Studenten seien zunächst langfristig für die Kurstadt Bad Mergentheim und die BA-Außenstelle vorgesehen, so Minister Frankenberg, der zugleich andeutete, dass dies keineswegs das Ende der Fahnenstange sein müsse.

Im Kabinett in Stuttgart habe man bereits im vergangenen Jahr beschlossen, neben dem Studiengang "Internationaler Betriebswirtschaftslehre" (IBWL) auch die Fachrichtung "Gesundheitsmanagement" in der Kurstadt aus- beziehungsweise aufzubauen. Für letzteren Studiengang solle die Unterbringung der Studenten dauerhaft in der Versorgungskuranstalt stattfinden, während die IBWL-Studierenden im Archiv- und Torbau des Schlosses einquartiert würden.
Wenn nun die Wirtschaft mehr Ausbildungsplätze im Sinne der BA-Philospohie bereitstellen würde, dann würde auch das Land die Zahl der Studienplätze in der Kurstadt weiter erhöhen, versprach der Wissenschaftsminister seinen Zuhörern im Roten Saal des Schlosses, die diese Nachricht interessiert aufnahmen.

Hocherfreut zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Lothar Barth über das ausgedehnte Bildungsangebot in seiner Stadt und gratulierte den Studierenden wie den Lehrenden zu ihrer neuen "Unterkunft". "Die Stadt weiß das Geschenk des Landes mit dieser Berufsakademie-Außenstelle sehr zu schätzen", sagte OB Barth und man werde alles dafür tun, das Vertrauen zu rechtfertigen, zumal man hier am Besten sehe könne, was alles erreicht werden könne, "wenn gemeinsam an einem Strang gezogen wird".

Auf die Anfänge blickte kurz Michael Greiner, der Leiter des Amtes für Vermögen und Bau in Heilbronn, zurück. Als er 2002 von der Landesregierung den Auftrag erhalten habe nach Räumlichkeiten für die Berufsakademie in Bad Mergentheim zu suchen, sei zunächst das Mittelstandszentrum, dann das Dominikanerkloster im Gespräch gewesen. Durch den ehemaligen Direktor der BA Mosbach, Prof. Alexander von Freyhold, sei man auf das Schloss aufmerksam geworden - "aber es war komplett belegt mit Behörden". Erst nach dem Auszug von Teilen des Finanzamtes sowie der Vermessungsexperten sei Platz für die BA gewesen. Inzwischen sei man im Schloss wie auch in der Versorgungskuranstalt gut aufgehoben.

Dem konnte auch Prof. Nicole Graf, die Leiterin der BA-Außenstelle, zustimmen. "Studieren im Schloss werden wir jetzt voller Lust tun", versprach sie und fügte weiter an: "Wir streben hier Höchstleistungen in der Bildung an, ebenso wie unsere Partnerfirmen in ihrem Geschäftsbereich. Optimale Voraussetzungen in einem wunderschönen Ambiente wurden uns dafür geschaffen."

" Gut investiert wurde hier in Bad Mergentheim seitens des Landes trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen", unterstrich auch der Direktor der Berufsakademie Mosbach, Prof. Reinhold Geilsdörfer. "Mit dem Konzept der BA können wir nur marktgerecht ausbauen", ließ er stolz wissen: "Hinter jedem unserer Studienplätze steht ein Unternehmen mit beachtlichem zeitlichen und finanziellen Engagement." Nicht von ungefähr komme die Übernahmequote von BA-Studenten in den Firmen von über 80 Prozent.

Kaum war das letzte musikalische Stück des Bad Mergentheimer Jugendsinfonieorchesters, das gekonnt den Rahmen des Festaktes gestaltete, verklungen, folgte die Begehung der neuen BA-Räumlichkeiten mit seinen sieben Hörsälen, der großzügigen Bibliothek, den Multimedialaboren sowie den äußerst transparenten Verwaltungsräumen.

© Fränkische Nachrichten - 23.03.2006 Sascha Bickel

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