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Hochschule Heilbronn rüstet sich für 2012

     
 
 

24.3.06


 

Jedes Jahr mehr Studierende und 2012 der doppelte Abiturientenjahrgang: 16 000 neue Studienplätze für Anfänger braucht Baden-Württemberg. Die Hochschule Heilbronn will in nur fünf Jahren 440 neue Anfängerplätze schaffen. Das entspricht einem Ausbau um 40 Prozent.

Es war ein Nachmittag der großen Zahlen, als sich Wissenschaftsminister Peter Frankenberg und Staatssekretärin Johanna Lichy (beide CDU) gestern mitten im Wahlkampf mit Professoren der Heilbronner Hochschule zusammensetzten. Doch bei der größten Zahl wich Peter Frankenberg aus: Mit wie viel Millionen kann die Hochschule für ihren weiteren Ausbau rechnen? Da gab es keine Antwort. Die Qualität der neuen Studiengänge entscheide. Und ganz klar nannte der Minister ein Hauptkriterium: „Qualität geht vor Regionalität.“ Selbstverständlich habe die Region Heilbronn-Franken mit ihrem Mangel an Studienplätzen gute Chancen beim Ausbau ihres Hochschulangebots. Voraussetzung sei allerdings, dass die Studienangebote mit der Wirtschaft abgestimmt würden. Maßgabe sei, da auszubilden, wo sich für die jungen Leute Berufsperspektiven ergäben.

In jedem der zwölf IHK-Bezirke werden bis Ende Juli Gesprächskreise tagen, mit welchen Angeboten sich Hochschulen, Universitäten und Berufsakademien auf den wachsenden Studentenberg einstellen werden. Schon im Herbst soll für Baden-Württemberg eine Gesamtstrategie vorliegen, im Doppelhaushalt 2007/08 werden die ersten Mittel eingestellt. Frankenberg sieht Baden-Württemberg in einer Vorreiterrolle. Obwohl die Zeit dränge, ginge kein anderes Bundesland in die konkrete Planung. Vor allem Fachhochschulen und Berufsakademien im Südwesten warteten mit Vorschlägen auf.

So auch die Hochschule Heilbronn, die gestern in ihrem Aufsichtsrat 21 neue Halbstudiengänge vorstellte, die aus Schwerpunkten bestehender Studiengänge heraus entwickelt werden können. Die Ideen reichen von Energiemanagement über Hotelmanagement bis zu internationaler Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Osteuropa. Die Zahl der Studierenden in Heilbronn und Künzelsau könnte von heute 5300 auf mehr als 7500 ansteigen. Für sie bräuchte die Hochschule zusätzliche Professoren und Räume. Der für 2007 geplante Neubau in Heilbronn ist für die Studentenzahl von heute ausgelegt.

Quelle Heilbronner Stimme vom 23. März 2006 von Gertrud Schubert

Ausbildung und Forschung in der Region Heilbronn-Franken