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Mit Startpaket ein Existenzgründer werden

     
 
 

12.4.06


 

Jetzt wurde beim „Existenzgründertag“ im Main-Tauber-Kreis das bundesweit einmalige „Startpaket für Existenzgründer“ vorgestellt. Das Start-Paket für Existenzgründer bietet eine Vielzahl von kostenlosen oder kostenreduzierten Serviceleistungen an und soll Gründern den Start in die Selbständigkeit erleichtern.

" Bundesweit einmalig" - so der Kommentar des "geistigen Vaters" Paul Gehrig, Geschäftsführer beim Mittelstandszentrum Tauberfranken GmbH und nebenher auch in den Diensten der Stadtwerke Tauberfranken stehend. Was er mit dem "Existenzgründertag" am Donnerstagnachmittag in den Räumen des Mittelstandszentrums auf die Beine gestellt hatte, bestätigte die eigene Aussage: der Main-Tauber-Kreis ist gründerfreundlich!

Zusammen mit Ralf Lauterwasser, dem Wirtschaftsförderer im Main-Tauber-Kreis, hatte Paul Gehrig ein Startpaket geschnürt unter Einbeziehung zahlreicher Kommunen und Firmen in Form eines Scheckheftes im Geldwert von rund 5000 Euro und weiteren Gutscheinen über 1500 Euro. Beteiligt am "Packen" des Paketes waren neben Kommunen im Main-Tauber-Kreis die IHK und die HWK sowie die Gründerzentren in Tauberbischofsheim und Wertheim sowie die Fränkischen Nachrichten als Medienpartner.

OB Dr. Lothar Barth hieß als Aufsichtsratsvorsitzender des Mittelstandszentrums seine Kollegen, Vertreter der Sparkasse und der Volksbank willkommen und nach seiner Frage, ob auch richtige Existenzgründer gekommen waren, gingen doch viele Hände in die Höhe. "Die deutsche Wirtschaft ist besser als ihr Ruf", meinte Dr. Barth, fügte aber hinzu, dass rund 650 000 Existenzgründungen im Jahr im Vergleich zu anderen Ländern doch wenig wären. Er würdigte das Engagement von Ralf Lauterwasser und Paul Gehrig bei der Zusammenstellung des Leitfadens mit seinen 30 Gutscheinen.

Zwei Musterbeispiele führte das Bad Mergentheimer Stadtoberhaupt dazu an: die zur Weltgeltung aufgestiegene Firma Bartec hätte vor rund 30 Jahren ebenso in einer Garage angefangen, wie die Sportartikelfirma Jako in Hollenbach. Ideen und Wagemut stünden hinter solchen Firmengründungen und deshalb seien die Kammern, die Kommunen und der Landkreis bemüht, jungen Leuten Hindernisse aus dem Weg zu räumen und vielfältige Hilfestellung zu geben.

Potenziale für Existenzgründer zeigten Ralf Lauterwasser (im Auftrag des verhinderten Landrats Reinhard Frank) und Geschäftsführer Paul Gehrig auf mit grundsätzlichen Ausführungen zum Startpaket. Gehrig meinte, dass man den Main-Tauber-Kreis gründerfreundlich positionieren und anschließend auch Kontakt mit dem Land aufnehmen wolle. Während die Besucher im Licht durchfluteten Foyer und in einem weiteren Tagungsraum die Informationen zur Wirtschaftsförderung studieren konnten, gab es im Saal "Franken" zwei Workshops. "Finanzierung und Förderung" hieß das Thema von Wolfgang Reiner (Vorstand Sparkasse Tauberfranken) und anschließend erläuterte Diplombetriebswirt Paul Mendel von der Handwerkskammer Heilbronn das "Erstellen einer Rentabilitätsvorschau". Beide Referenten warteten mit klaren Aussagen über den Prozess einer Existenzgründung auf.

SWR 4-Moderatorin Rosi Düll leitete recht einfühlsam die Erfahrungsberichte von drei erfolgreichen Existenzgründern vor einem gespannten Publikum. "Befragt" wurden Wolfgang Kubiczek von der "Medienwelt Taubertal" in Tauberbischofsheim, Jan Albers zur Unternehmensnachfolge bei der Druckerei Schönhuth in Bad Mergentheim und der Wertheimer Augenoptiker Thomas Distelhorst aus dem Stadtteil Bestenheid. Alle drei Gesprächsteilnehmer machten deutlich, was hinter einer Firmengründung steht, welche Leistungen, Beratungen und Wirtschaftsförderung notwendig sind.

Welche Früchte der erste Existenzgründertag trägt und welche mutigen Anstöße für junge Leute gegeben wurden, bleibt abzuwarten und zu ermitteln. Fakt ist schließlich, dass die Sparkasse Tauberfranken im Jahr 2005 insgesamt 50 erfolgreiche Einsteiger begleiten und fördern konnte. Wenn dies im laufenden Jahr wieder zutreffen sollte, wäre der Tag ein großer Erfolg. Die Wirtschaftsförderung Main-Tauber-GmbH ist auf jeden Fall mit Nachdruck bemüht, den Standort zu vermarkten, Netzwerke und Konpetenzzentren zu unterstützen und die Kommunen der Konversionsstandorte zu begleiten. Ziele sind auch die Koordinierung und Beschleunigung komplexer Genehmigungs- und Förderverfahren und die Ausschreibung eines Innovationspreises.

Quelle Fränkische Nachrichten vom 8. April 2006
siehe auch www.fnweb.de

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