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KS Pierburg verlegt den Sitz nach Neckarsulm

     
 
 

5.5.06


 

Die Bauarbeiten an der neuen Kolbenschmidt-Pierburg-Konzernzentrale laufen auf Hochtouren - jetzt wird auch der Firmensitz des Automobilzulieferers nach Neckarsulm verlegt.

Wenn die Verwaltung des Automobilzulieferers zum Jahreswechsel einzieht, dann steht auch auf dem Briefkopf Neckarsulm: Gestern hat die Hauptversammlung die Verlegung des Firmensitzes vom Rhein an den Neckar beschlossen. Das ist zwar nur der juristische Vollzug des physischen Firmenumzugs - und doch ist der Akt symbolträchtig. „Wir unterstreichen damit die Bedeutung des Standortes, den wir auch mit verschiedenen Investitionen gestärkt haben“, sagte Vorstandschef Gerd Kleinert den in der Neckarsulmer Ballei versammelten Aktionären.

„ Selbst als Heilbronner freue ich mich darüber neidlos“, sagte Rechtsanwalt und Kleinaktionärssprecher Ulrich Gass. Der Sitz war im Zuge der Übernahme der alten Kolbenschmidt AG durch Rheinmetall und der Zusammenlegung mit Pierburg nach Düsseldorf verlegt worden, jetzt ist das Unternehmen wieder zurück. Gleichzeitig hat das Unternehmen, dessen Aktien zu 97 Prozent der Rheinmetall AG gehören, das Papier vom Prime Standard in den General Standard umgemeldet: Künftig gelten für die Kolbenschmidt Pierburg AG entsprechend weniger scharfe Veröffentlichungspflichten.

Abseits der Kapitalmarktthemen ist das Geschäft des Automobilzulieferers im vergangenen Jahr blendend gelaufen, wie Kleinert den Aktionären berichtete. Dass das Unternehmen nach 70 Cent im vergangenen Jahr jetzt 1,30 Euro Dividende ausschüttet, fand bei den Aktionärsvertretern selbstredend Gefallen. Für Ulrich Gass sind das „höchst erfreuliche Zahlen“. Das Unternehmen handle nach dem schwäbischen Motto „Schaffe, Schaffe, Fabrikle baue.“ Der SdK-Sprecher Herbert Wild lobte außer der Umsatzrendite ausdrücklich auch den Personalaufbau am Standort Neckarsulm, wo etwa 100 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden sind.

Für das laufende Jahr stimmte Kleinert die Aktionäre auf einen weiter wachsenden Umsatz ein - der Gewinn werde allerdings voraussichtlich leicht rückläufig sein, weil das Unternehmen weiter in die Internationalisierung und in Innovationen investieren wolle. „Damit schaffen wir wesentliche Grundlagen, um die hohen Renditeziele der kommenden Jahre zu realisieren“, sagte Gerd Kleinert.

Quelle Heilbronner Stimme vom 5. Mai von Manfred Stockburger

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