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Mikros und Kopfhörer für die Welt

     
 
 

10.5.06


 

Innerhalb von drei Jahren ist der Umsatz von beyerdynamik in Heilbronn um 25 Prozent auf nunmehr 26,2 Millionen Euro angewachsen - und dieser Trend hält an. Ohne die Technik aus unserer Region blieben viele sprachlos.

Hier gibt es sie noch, die Jobs für Handarbeiter: Wenn bei Beyerdynamic Mikrofone und Kopfhörer hergestellt werden, setzen Mitarbeiter die Hightech-Komponenten mit Hilfe von Lupe und Pinzette zusammen. Moderne Maschinen stehen neben Veteranen, die für die Einzelteil-Fertigung auch heute noch gebraucht werden. „Die Losgröße eins ist einer unserer Pluspunkte“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Luckhardt: Wer will, kann sich seinen Kopfhörer aus verschiedenen Komponenten, mit farbigen Teilen und persönlichem Schriftzug zusammenstellen.

Trotz dieser Detailverliebtheit - das Umsatzwachstum geht vor allem auf die strikte Neuausrichtung des Vertriebs zurück. „Durch die Segmentierung haben wir uns besser auf die verschiedenen Kundengruppen konzentrieren können“, erläutert Luckhardt. Vier Bereiche hat er aufgebaut: Konferenzsysteme, Hifi-Kopfhörer, Studiotechnik und Konzerttechnik. Das Angebot umfasst Mikrofone für alle Gelegenheiten, digitale und analoge Dolmetschsysteme, Kopfhörer für Hifi-Enthusiasten ebenso wie für Fernsehreporter. Entsprechend liest sich die Liste der Objekte, die vergangenes Jahr ausgestattet wurden: Die Zentrale der Deutschen Telekom AG, der Bayrische Rundfunk, einige WM-Stadien, und auch die Dolmetschsysteme bei der Auslosung für die Fußball-WM stammten von Beyerdynamic.

So weit das Inland. Im Ausland setzt Luckhardt auf große, verlässliche Vertriebspartner, die auch das Produktportfolio und die Innovationen bekannter machen. Derzeit spielen Großbritannien, Frankreich, die Niederlande, die Schweiz und Russland beim Export die wichtigste Rolle. China und Indien holen auf.
Aber auch in Südamerika wird gerade aufgebaut - vergangenes Jahr startete dort ein eigener Montagebetrieb, der Mikrofon-Komponenten aus Heilbronn zusammensetzt.

Das soll aber nicht der Beginn von Produktionsverlagerungen sein, stellt Luckhardt klar. „Wir wollen unsere Kernkompetenz-Produkte und -Montage weiter hier machen“, sagt er. „Wir wollen schließlich keine Massenware, sondern hochqualitative Produkte.“ Daher werde eher noch mehr Personal in Heilbronn benötigt. Während der Stammsitz Stück für Stück umgebaut wird, hat das neue Service- und Logistikzentrum in Böckingen seinen Betrieb aufgenommen. Seit aber die übernommene Firma Intercom eingezogen ist, ist der Platz schon wieder zu eng. Zumal das Wachstum weitergeht: Im ersten Quartal legte der Umsatz um satte 16 Prozent zu, in jedem Geschäftsbereich sind neue Produkte in der Planung, und inzwischen arbeiten 280 Beschäftigte in Heilbronn. Luckhardt ist optimistisch: „Wir haben eine super Basis geschaffen, um unsere Ziele umzusetzen.“

Quelle Heilbronner Stimme vom 6. Mai 2006 von Heiko Fritze

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