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Der Pressenspezialist wächst rasant

     
 
 

25.5.06


 

Die Eppinger Dieffenbacher-Gruppe hat im vergangenen Jahr ihren Umsatz um fast ein Drittel auf 232 Millionen Euro gesteigert und damit eine neue Rekordmarke gesetzt. Auch das Ergebnis ist das beste in der Firmengeschichte.

Der Kraichgauer Anlagenbauer strotzt vor Kraft: „Wir sind übervoll ausgelastet bis in den Januar 2007“, erklärte Dieffenbacher gestern bei der ersten Jahrespressekonferenz in der Firmengeschichte. Im neuen Jahr haben die Eppinger bereits 20 neue Stellen geschaffen, um die Aufträge abzuarbeiten. Weltweit beschäftigt die Firmengruppe derzeit rund 900 Mitarbeiter, fast 90 Prozent davon in Deutschland und 520 davon am Hauptsitz in Eppingen.

In dem „sehr guten“ Zahlenwerk spiegelt sich insbesondere die weltweit große Nachfrage nach Spanplatten-Fabriken wider, die von den Eppingern projektiert und gebaut werden. Etwa drei Viertel des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen in dieser Sparte.

Jeweils ein Drittel der Aufträge kamen im vergangenen Jahr aus Europa, Asien und Nordamerika, was Dieffenbacher deutlich lieber ist als die regionale Verteilung der Aufträge aus dem Jahr 2004, als 40 Prozent der Bestellungen aus China kamen. Auch wenn dieser Boom etwas abgeebbt ist, liefert Eppingens größter Arbeitgeber nach wie vor Anlagen nach China - und achtet genau darauf, kein Knowhow abzugeben. Deswegen wird das kleine Montagewerk, das dort zurzeit aufgebaut wird, eine 100-Prozent-Tochter sein. „In China gibt es mehr intelligente Leute, als wir Bevölkerung haben“, bringt es der technische Geschäftsführer Werner Hoffmann auf den Punkt.
Mittelfristig rechnet Dieffenbacher mit einer Sättigung des Marktes bei den Holzplatten-Anlagen: „Da wird es etwas langsamer werden.“ In den nächsten Jahren hat er aber noch Zuwächse eingeplant, die zum Teil auch schon mit Aufträgen unterlegt sind.

Weniger zufrieden ist das Unternehmen mit der Entwicklung im Bereich der Anlagen für die Metallumformung. Hier will das Unternehmen stärker wachsen, um unabhängiger von der Holzindustrie zu werden. Im Automobilbereich werden die Eppinger Pressen vor allem im Versuch und in der Kleinserienfertigung eingesetzt. Hier sieht Dieffenbacher mittelfristig weiteres Potenzial für sein Unternehmen.

Zahlen & Fakten

Umsatzplus: Das rasante Umsatzplus von 31 Prozent auf 232 Millionen Euro erklärt sich teilweise daraus, dass die Projekte erst dann in die Bücher genommen werden, wenn sie komplett abgenommen sind. Mit 232 Millionen Euro liegen die Eppinger allerdings auch 15 Prozent über dem bisherigen Umsatzrekord aus dem Jahr 2002. Danach hatte die Absatzflaute in den USA nach dem 11. September für ein deutliches Minus gesorgt.

Weiteres Wachstum: Für das laufende Jahr hat sich die Dieffenbacher-Gruppe ein weiteres Wachstum vorgenommen auch beim Gewinn. Wolf-Gerd Dieffenbacher: „Im Holzbearbeitungsmaschinenbau wird es eine weitere Konsolidierung geben.”

Neue Märkte: Auch aus Stroh lassen sich Platten herstellen, aus denen man ganze Häuser bauen kann. In Europa sieht Dieffenbacher dafür zwar keinen großen Markt, anderswo schon. „Das ist überall dort interessant, wo Holz knapp ist”, erklärt Geschäftsführer Werner Hoffmann. Mit zwei Kunden im Nahen Osten laufen bereits konkrete Gespräche. Auch Zuckerrohrabfälle lassen sich zu Spanplatten verarbeiten.

Quelle Heilbronner Stimme vom 24. Mai 2006 von Manfred Stockburger www.stimme.de

Weitere Informationen unter

Investors' Link / Unternehmen in der Region

www.dieffenbacher.de