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12.6.06
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Großprojekt der Hymer AG am Wertheimer "Almosenberg" ist
im Zeitplan. In dennächsten Wochen werden dort 400 bis 600
Caravan und Motorcaravan der Marken Bürstner, Dethleffs, Hymer,
Laika, LMC, Niesmann + Bischoff sowie TEC auf einer Fläche
von 18.000 qm ausgestellt werden.
Während anderen Ortes schon die Stunden bis zum Beginn der
Fußball-Weltmeisterschaft gezählt werden, läuft
am "Almosenberg", Wertheims Gewerbegebiet, ein Countdown
der ganz eigenen, besonderen Art. Mit einem so genannten "Soft
Opening" soll hier Mitte Juli das "Expocamp" seinen
Betrieb aufnehmen, eine, laut Eigenwerbung der Verantwortlichen "Ganzjahresmesse
in neuer Dimension".
Weniger als ein Jahr nach dem ersten
Spatenstich sollen hier 400 bis 600 Caravans und Motorcaravan der
Marken Bürstner, Dethleffs, Hymer, Laika, LMC, Niesmann +
Bischoff sowie TEC auf einer Fläche von 18 000 Quadratmetern
ausgestellt werden. Sie alle gehören zur Gruppe der Hymer
AG in Bad Waldsee.
Roland Haag ist Geschäftsführer der Gesellschaft "Freizeit
und Caravaning Center Wertheim" und seit Monaten ein steter,
und gern gesehener Gast in der Stadt an Main und Tauber, wo er
sich nicht nur an der Baustelle am "Almosenberg" regelmäßig
umschaut. Ein Werk dieser Größenordnung, da kann so
manches schief gehen. Nicht aber hier, wie es den Anschein hat.
So freute sich Haag denn auch bei einem Besichtigungstermin darüber,
dass man "genau im Zeitplan" sei.
Und das, obwohl eigentlich ja geplant war, den Bau schon Ende April
von der ausführenden Firma übernehmen zu können.
Man habe sich aber schließlich entschlossen, den gesamten
Ausstellungsbereich fließen zu lassen und das führte
zu der - gewollten - Verzögerung, wie Haag erklärte.
Und zu Stress für die Fliesenleger, die eine Fläche von
immerhin 18 000 Quadratmetern zu bewältigen haben.
Ü
berhaupt die Zahlen. Sie sind ebenso imposant, wie das Gebäude,
das seit Monaten unübersehbar auf dem Gelände heranwächst.
172 Meter lang, 150 Meter breit und 18,50 Meter hoch: der riesige
graue Klotz ist nicht nur von der Autobahn her schon von weitem
auszumachen. Zum Ausstellungsbereich kommt eine Werkstattfläche
von 3000 Quadratmetern, im Untergeschoss sind auf 2400 Quadratmetern
Stellplätze für Personenkraftwagen angeordnet. Die Außenanlagen
erstrecken sich über 50 000 Quadratmeter.
Rund 20 Millionen Euro an Investitionen wird das "Expocamp" verschlingen,
eine enorme Summe, auch für eine Firma wie die Hymer AG. Man
betrete damit absolutes Neuland, so Roland Haag.
Im "Expocamp" sollen die Fahrzeuge der genannten Marken
nicht nur ausgestellt, sondern natürlich auch verkauft werden.
Ein besonderes Schmankerl: In diesem Jahr ist geplant, dass alle
Konzerntöchter ihre Modellpaletten komplett erneuern. "Das
passt natürlich ideal zusammen mit der Eröffnung dieser
außergewöhnlichen Präsentationsmöglichkeit",
stellte der Geschäftsführer fest.
Bis Ende September soll die so genannte "Warmlaufphase" dauern,
dann wird es wohl auch eine offizielle Eröffnungsfeier geben.
Bis dahin dürften sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
in ihrem neuen Tätigkeitsfeld eingewöhnt haben. Fast
60 sind es derzeit.
Kein Wunder, dass der städtische Wirtschaftsförderer
Jürgen Strahlheim von "einer Punktlandung" spricht.
Denn "in den Vorgesprächen war immer die Rede davon,
dass 50 bis 60 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz im Expocamp finden
werden". Diese Zahl ist schon annähernd erreicht, ohne
dass dafür auch nur eine Ausschreibung erschien.
Ü
ber 300 Bewerbungen habe man bekommen, informierte Roland Haag.
Zurzeit finden Schulungen für die Mitarbeiter statt, in denen
diese auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet werden. Dazu gehört
nicht nur der Verkauf der Fahrzeuge. Im Werkstatt- und Servicebereich
sollen diese auch repariert und gewartet, auf- und umgerüstet
werden. Sicherlich auch mit so manchem Teil, das in dem knapp 700
Quadratmeter großen Shop, in dem derzeit noch die Ladenbauer
am Werk sind, zuvor erstanden wurde.
Nach und nach sollen zu Ausstellung, Verkauf, Auf- und Umrüstung
auch noch Schulung und Tagung kommen. So werden sich demnächst
die Fachleute für die Datenverarbeitung der Hymer AG in Wertheim
treffen. Aber auch für die Händler und die Betriebsangehörigen
sind Fortbildungen geplant. Vielleicht findet sich der eine oder
andere dann auch als Tourist in Wertheim wieder.
Strahlheim und Haag jedenfalls sind überzeugt davon, dass
der Fremdenverkehr vom "Expocamp" profitieren wird. "Unsere
Kunden werden sich zwischen drei und vier Tagen in der Region aufhalten",
ist sich der Geschäftsführer sicher. Deshalb sei es für
die Hymer-Gruppe bei der Standortauswahl auch so wichtig gewesen,
in eine Urlaubsregion zu gehen.
Die Zahl der Wohnmobile, die in Wertheim Station machen, habe sich
schon jetzt deutlich erhöht, hat Wirtschaftsförderer
Strahlheim beobachtet. Gemeinsam wollen Stadt, "Expocamp" und
das benachbarte "Wertheim Village" Marketingstrategien
entwickeln und Synergieeffekte zu nutzen versuchen, so dass letztlich
alle von dieser neuen, großen Ansiedlung am "Almosenberg" profitieren.
Quelle Fränkische Nachrichten - 07.06.2006 Ek www.fnweb.de
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