Um 50 Prozent zugelegt
hat die Fastner GmbH aus Ilsfeld-Auenstein in diesem Jahr: Die
Zahl der Mitarbeiter ist von 120 auf nunmehr
180 gestiegen. Und auf der gerade erst verdoppelten Produktionsfläche
wird der Platz schon wieder knapp.
Es ist ein kleines Wachstumswunder, das sich da gerade im Industriegebiet
von Ilsfeld-Auenstein abspielt. Seit der Firmengründung 1992
hat die Fastner GmbH nahezu jedes Jahr Wachstum verzeichnet. Der
Spezialist für Leichtmetallbearbeitung war zur richtigen Zeit
in der richtigen Nische: Seit die Autoindustrie Aluminium als Baustoff
für Karosserien entdeckt hat, hat die Nachfrage gewaltig angezogen.
„
Unser großes Plus ist, dass wir bei neuen Technologien eingestiegen
sind, als diese gefordert waren“, erklärt Vertriebsleiter
Alfred Fastner das rasante Wachstum. 1992 hatte sich sein Bruder
Karl-Heinz Fastner auf dem Gelände seines vorherigen Arbeitgebers
im Heilbronner Industriegebiet mit zwölf Mitarbeiten selbstständig
gemacht. Als 1996 schon 45 Beschäftigte erreicht waren, war
der Platz zu klein - es folgte der Umzug nach Ilsfeld-Auenstein,
wo eine nicht mehr benötigte Halle des Bus-Umrüsters
Frenzel übernommen wurde. Diese ist inzwischen mehrmals vergrößert
worden; jüngstes Projekt ist ein neuer Eingangsbereich mit
zusätzlichen Büro- und Besprechungsräumen.
Was 1992 als mechanische Bearbeitung von Leichtmetall-Gussteilen
begann, hat sich mittlerweile ausgeweitet: Seit dem Jahr 2000 ist
die Profilbearbeitung ein wichtiges Standbein. Unter anderem werden
hier Holme und Seitenschweller für Fahrzeughersteller produziert.
Und in diesem Jahr sind CNC-Biegemaschinen und Roboterschweißgeräte
hinzugekommen. Längst werden komplette Baugruppen hergestellt,
bei denen Profile mit Gussteilen zusammengesetzt werden.
Etwa die Hälfte des Umsatzes von gut 15 Millionen Euro entfallen
auf Aufträge für die Fahrzeugindustrie, davon etwa 50
Prozent auf Autohersteller. Der Rest verteilt sich auf Roboter-
und Maschinenbauer, Medizin- und Messtechnik. „Wir achten
darauf, dass wir nicht zu branchenabhängig werden“,
sagt Alfred Fastner. Denn der einzige Umsatzeinbruch in der jungen
Firmengeschichte kam zustande, als die Produktion des Audi A2 eingestellt
wurde - das war 2002.
Für die Zukunft ist der Vertriebsleiter optimistisch. „Bei
allen Autoherstellern geht der Trend zur Leichtbautechnik.“ Auch
in diesem Jahr habe es zahlreiche zusätzliche Aufträge
gegeben, die Investitionen in den Standort ergaben, von einer neuen
Einfahrt über Anbauten, eine eigene Konstruktionsabteilung
bis hin zu neuen Maschinen. Nun sei durchaus eine weitere Aufstockung
der Belegschaft denkbar. Fastner: „Wenn es so weiter geht,
müssen wir da wohl nochmals etwas tun.“
Quelle Heilbronner Stimme vom 10. Juni 2006 von Heiko Fritze www.stimme.de
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