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Zur richtigen Zeit die richtige Nische gefunden

     
 
 

12.6.06


 

Um 50 Prozent zugelegt hat die Fastner GmbH aus Ilsfeld-Auenstein in diesem Jahr: Die Zahl der Mitarbeiter ist von 120 auf nunmehr 180 gestiegen. Und auf der gerade erst verdoppelten Produktionsfläche wird der Platz schon wieder knapp.

Es ist ein kleines Wachstumswunder, das sich da gerade im Industriegebiet von Ilsfeld-Auenstein abspielt. Seit der Firmengründung 1992 hat die Fastner GmbH nahezu jedes Jahr Wachstum verzeichnet. Der Spezialist für Leichtmetallbearbeitung war zur richtigen Zeit in der richtigen Nische: Seit die Autoindustrie Aluminium als Baustoff für Karosserien entdeckt hat, hat die Nachfrage gewaltig angezogen.

„ Unser großes Plus ist, dass wir bei neuen Technologien eingestiegen sind, als diese gefordert waren“, erklärt Vertriebsleiter Alfred Fastner das rasante Wachstum. 1992 hatte sich sein Bruder Karl-Heinz Fastner auf dem Gelände seines vorherigen Arbeitgebers im Heilbronner Industriegebiet mit zwölf Mitarbeiten selbstständig gemacht. Als 1996 schon 45 Beschäftigte erreicht waren, war der Platz zu klein - es folgte der Umzug nach Ilsfeld-Auenstein, wo eine nicht mehr benötigte Halle des Bus-Umrüsters Frenzel übernommen wurde. Diese ist inzwischen mehrmals vergrößert worden; jüngstes Projekt ist ein neuer Eingangsbereich mit zusätzlichen Büro- und Besprechungsräumen.

Was 1992 als mechanische Bearbeitung von Leichtmetall-Gussteilen begann, hat sich mittlerweile ausgeweitet: Seit dem Jahr 2000 ist die Profilbearbeitung ein wichtiges Standbein. Unter anderem werden hier Holme und Seitenschweller für Fahrzeughersteller produziert. Und in diesem Jahr sind CNC-Biegemaschinen und Roboterschweißgeräte hinzugekommen. Längst werden komplette Baugruppen hergestellt, bei denen Profile mit Gussteilen zusammengesetzt werden.

Etwa die Hälfte des Umsatzes von gut 15 Millionen Euro entfallen auf Aufträge für die Fahrzeugindustrie, davon etwa 50 Prozent auf Autohersteller. Der Rest verteilt sich auf Roboter- und Maschinenbauer, Medizin- und Messtechnik. „Wir achten darauf, dass wir nicht zu branchenabhängig werden“, sagt Alfred Fastner. Denn der einzige Umsatzeinbruch in der jungen Firmengeschichte kam zustande, als die Produktion des Audi A2 eingestellt wurde - das war 2002.

Für die Zukunft ist der Vertriebsleiter optimistisch. „Bei allen Autoherstellern geht der Trend zur Leichtbautechnik.“ Auch in diesem Jahr habe es zahlreiche zusätzliche Aufträge gegeben, die Investitionen in den Standort ergaben, von einer neuen Einfahrt über Anbauten, eine eigene Konstruktionsabteilung bis hin zu neuen Maschinen. Nun sei durchaus eine weitere Aufstockung der Belegschaft denkbar. Fastner: „Wenn es so weiter geht, müssen wir da wohl nochmals etwas tun.“

Quelle Heilbronner Stimme vom 10. Juni 2006 von Heiko Fritze www.stimme.de

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Investors' Link / Unternehmen in der Region

www.fastner.de