Baden-Württemberg liegt bei Forschung und Entwicklung bundesweit mit an der Spitze. 2003 ist mit rund 12,3 Milliarden Euro mehr für Forschung und Entwicklung ausgegeben worden als in fast allen anderen Bundesländern. Auch Heilbronn-Franken hat kräftig zugelegt.
Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums vom Montag rangiert das Land mit dieser Summe knapp hinter Berlin. «2003 hat die private Wirtschaft im Land 9,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben und stellt damit 80 Prozent des Personals und der Investitionen», sagte Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) in Stuttgart.
«Gegenüber den anderen Bundesländern hat die Wirtschaft im Südwesten ihren Vorsprung sogar ausgebaut», sagte die Präsidentin des Statistischen Landesamtes, Gisela Meister-Scheufelen. Vor allem die Branchen Fahrzeugbau, Büro-, Elektrotechnik, Feinmechanik, Optik und Maschinenbau hätten in Forschung und Entwicklung investiert. Zwischen 2001 und 2003 sei dort das Personal um mehr als sechs Prozent aufgestockt worden.
Bezogen auf 10.000 Erwerbstätige waren in der baden- württembergischen Wirtschaft mit 154 so viele Menschen in der Forschung beschäftigt wie in keinem anderen Bundesland. «Auch der Blick ins Ausland bestätigt, dass die Forschungsintensität der baden-württembergischen Wirtschaft an der Spitze liegt», sagte Meister-Scheufelen. In keinem der untersuchten europäischen Länder wurden 2003 mehr Menschen im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt. Nur Finnland und Schweden bewegten sich mit 145 und 125 Beschäftigen je 10.000 Erwerbstätige etwa in der gleichen Größenordnung.
Knapp die Hälfte der Beschäftigen in der Forschung im Südwesten war 2003 nach Angaben des Statistischen Landesamtes in der Region Stuttgart beschäftigt. An zweiter Stelle folgt die Region Rhein-Neckar-Odenwald vor der Region Bodensee-Oberschwaben. «Stuttgart profitiert in besonderem Maße davon, dass viele weltbekannte Unternehmen der Automobil- und Elektrobranche hier ihren Sitz haben», sagte der Minister. Aber auch das qualifizierte Personal an den 70 Hochschulen im Land und an den außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie den Instituten der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft spiele dabei eine große Rolle.
Auch die Region Heilbronn-Franken hat kräftig zugelegt. Durch die Ansiedlungen von Bosch und Getrag, die F&E-Aktivitäten von Audi und die zahlreicher Mittelständler wie Bürkert, ebmpapst, Stahl, Wittenstein u.v.m oder auch durch die Aktivitäten in der Luft- und Raumfahrt wachsen sowohl die Zahl der Arbeitskräfte im F&E-Bereich als auch die Investitionen in Innovationen.
Quelle: dpa/lsw - whf
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