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2.8.06
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Rund fünf Jahre nach der ersten Präsentation im Gemeinderat nehmen die "Creativ Welten Wertheim (CWW)" nun konkrete Gestalt an. Diese sollen auf einem Grundstück von rund 100.000 Quadratmetern und mit einem Investitionsvolumen von 120 Millionen Euro zwischen "Wertheim Village" und "Expocamp" bis Ende 2008 entstehen.
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Jetzt befasste sich der Wertheimer Gemeinderat mit dem geplanten Themenpark, dessen Konzept bereits von Repräsentanten der Projekt-Entwicklungsgesellschaft im Sitzungssaal des Rathauses vorgestellt wurde. Im Herbst sollen die ersten Bauanträge gestellt und im Frühjahr kommenden Jahres mit dem Bau begonnen werden. Die Eröffnung ist derzeit für Ende 2008 vorgesehen.
"Große Freude und hohe Zufriedenheit" über die bevorstehende Realisierung äußerte Oberbürgermeister Stefan Mikulicz, der mit dem städtischen Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim, Baufachgruppenleiter Armin Dattler und Kultur- und Pressefachbereichsleiterin Angela Steffan von Seiten der Stadt Wertheim am Pressegespräch teilnahm. Mikulicz schilderte dabei noch einmal die Entwicklung am "Almosenberg" mit der Ansiedlung von "Wertheim Village" und dem "Expocamp" der Firma Hymer, das voraussichtlich am 23. September in Anwesenheit von Ministerpräsident Günther H. Oettinger offiziell eröffnet werden soll. "Eine derartige Kombination von Ansiedlungen sucht seinesgleichen und verleiht Wertheim Alleinstellungsmerkmale, die weit über die Region hinaus strahlen", so der OB.
Nähere Details zum "CWW", das auf einem Grundstück von rund 100.000 Quadratmetern und mit einem Investitionsvolumen von 120 Millionen Euro zwischen "Wertheim Village" und "Expocamp" entstehen soll, erläuterte zunächst Diplom-Ingenieurin Kornelia Grundmann, bei der in Hardheim ansässigen Projekt-Entwicklungsgesellschaft für Marketing und Public Relations zuständig. Sie sei dem Projekt "mit Haut und Haaren" verhaftet. Weitere Ausführungen machte Diplom-Ingenieur Wolfgang Ohnes, der für die inhaltliche Gestaltung des Themenparks verantwortlich zeichnet.
Hier soll, stellten beide fest, "die ganze Welt repräsentiert sein". Das ganze fuße auf vier Säulen, neben der Kulinarik als "Leib- und Magenthema" die Kultur, sowie die Bereiche Wellness und Mobilität/Reisen. Die Besucher sollen auf eine "Welt- und Zeitreise" geführt werden und könnten eigene Kreativität erfahren und ausleben. Neben den verschiedenen Themenarealen soll es eine "Galeria" geben, wo sich die diversen Aktionen und Attraktionen abspielen sollen, die die Projektentwickler sich vorstellen.
"Sinn und absoluter Teil des Konzeptes" sei es, Industriepartner einzubinden, die sich und ihre Produkte präsentieren, aber auch in einer "gläsernen Produktion" deren Entstehung zeigen könnten. Der Park soll ganzjährig geöffnet sein, es handele sich, wurde auf Nachfrage bekräftigt, "um keine Verkaufsausstellung", und es werde "in keinem nennenswerten Umfang Einzelhandel stattfinden, das ist nicht gewollt und das lässt auch der Bebauungsplan nicht zu". Über die Eintrittspreise habe man sich noch keine abschließenden Gedanken gemacht, die seien aber "mit Sicherheit moderater als in klassischen Erlebnisparks".
Die Besucher erwarten nach Aussagen der Projektentwickler auch keine Fahrgeschäfte wie Achter- oder Geisterbahn. Allerdings, das machte Ohnes deutlich, "wir sind ein Themenpark, es geht nicht um die hehre Architektur. Wir stehen dazu, eine Art Theaterkulisse zu schaffen", dahinter hätten die Gebäude dann Ausstellungscharakter. Mit einer anderen Bauweise sei das Projekt sonst nicht zu finanzieren. Außerdem benötige man Flexibilität für den angestrebten regelmäßigen "Kulissenwechsel".
Die verhältnismäßig lange Zeit zwischen der ersten Präsentation und der vor knapp vier Wochen erfolgten Wahrnehmung der Option auf das Grundstück am Almosenberg (wir berichteten), begründete der Geschäftsführende Gesellschafter, Diplom-Ingenieur Ralf Grundmann, unter anderem mit dem aufwändigen Raumordnungsverfahren. Kornelia Grundmann erläuterte auf Nachfrage, die Finanzierung erfolge durch einen internationalen, geschlossenen Investmentfonds, der sich im Wesentlichen in drei Projekten engagiere, "eines davon sind wir". Nähere Aussagen zu den Geldgebern wurden nicht gemacht.
Kornelia Grundmann schilderte auch, wie man auf den Standort Wertheim gekommen war. Sie hoffte, dass man von den benachbarten Ansiedlungen "Wertheim Village" und "Expocamp" profitieren könne. Gehe man nach Untersuchungen, würden etwa 15 Prozent der dortigen Besucher auch das Angebot, das daneben liege, wahrnehmen. "Das würde bedeuten, über 200 000 Besucher haben wir schon, ohne dafür einen Cent ausgeben zu müssen."
Insgesamt rechne man mit etwa 800 000 Besuchern jährlich. Deren Eintrittsgelder, die Vermietung der Präsentationsflächen und Mittel von Sponsoren sollen vornehmlich die Einnahmen bilden, denn "auch das ist ein Projekt, das Rendite erzielen soll", machte Ohnes deutlich.
Laut Ralf Grundmann steht einem Baubeginn nun nichts mehr im Wege, "die Weichen sind gestellt".
Nachdem die Finanzierung geschafft sei und die wesentlichen Genehmigungen vorlägen, könne man nun auch Gespräche mit Firmen führen, die sich in den Creativ Welten zeigen sollen.
Der Münchner Architekt Burkhard Junker sagte, begonnen werden solle mit dem Bau des Hotels, des Weinchateaus, der Akademie und eines Teils der Parkplätze. In den wesentlichen Bereichen wolle man bis Ende 2008 fertig sein.
Quelle Fränkische Nachrichten von ek www.fnweb.de
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