Begonnen hat alles in einer Garage. Zwei äußerst erfolgreiche, weltweit tätige Unternehmen haben dies gemeinsam: das Bad Mergentheimer Sicherheitsunternehmen Bartec und der "Energieversorger" Ansmann aus Assamstadt. Als Ein-Mann-Betrieb starteten die Firmengründer 1975 beziehungsweise 1991 eine beneidenswerte Karriere.
Nach nur 15 Jahren hat sich die Ansmann Energy GmbH zu einem der Marktführer auf dem Gebiet der Mobilen Energieversorgung "Made in Germany" entwickelt. Beheimatet ist das Unternehmen im rund 2100 Einwohner zählenden Assamstadt im Main-Tauber-Kreis.
1991 legte Edgar Ansmann in seiner Garage den Grundstein für ein Unternehmen, das heute jährlich steigende Umsätze und hohe Zuwachsraten vorweisen kann. Begonnen hatte Edgar Ansmann ganz alleine mit dem Handel von Akkus, Batterien und Taschenlampen, im Wohnhaus mit Garage entstand der Firmensitz. Das erste eigene Ladegeräteprogramm wurde 1993 in Assamstadt gemeinsam mit einem externen Ingenieurbüro entwickelt.
Heute entwickelt und produziert Ansmann Lade- und Netzgeräte, Akkus, Batterien, aufladbare Taschenlampen und Handscheinwerfer in modernem Design und mit innovativer Technik. Auch auf kundenspezifische Lösungen für Lade- und Netzteiltechnik hat Ansmann sich spezialisiert. Das heute über 200 Mitarbeiter starke Firmenteam erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 32 Millionen Euro.
Die Absatzmärkte sind inzwischen auf der ganzen Welt. In Deutschland wird der Vertrieb durch neun Vertriebsbüros organisiert. Von dort aus werden 14 Vertragspartner betreut, die den Groß- und Fachhandel beliefern. Bis 1997 war man noch ausschließlich europaweit orientiert, in den letzten Jahren kamen Länder wie Israel, Korea, Kanada, Australien, USA und Südafrika dazu, so dass man heute auf 46 "World Sales Partner" aus 38 Ländern der Erde blicken kann. Derzeit werden die Märkte in Japan und Nordamerika verstärkt angepeilt.
Seit 1995 sind Ansmann-Ladegeräte und Akkus in verschiedenen Verbrauchertests als Testsieger hervorgegangen. Kürzlich wurde der begehrte Plus-X-Award für Innovation an den Pocket-Power-Charger, das wohl kleinste Ladegerät der Welt, vergeben.
Mitte des Jahre 2005 wurde die Ansmann Racing, ein eigenständiges Profitcenter innerhalb der Ansmann-Gruppe, gegründet. Angeboten werden hier professionelle Artikel für den Modellbau. Auch auf dem Sektor der Baby-Phone engagiert sich Ansmann seit neuestem. Und ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art hat sich Firmengründer Edgar Ansmann zum 15-jährigen Bestehen "gegönnt": Die Ansmann Academy, ein Weiterbildungszentrum für eigene Mitarbeiter und für Kunden, wurde aus der Taufe gehoben.
Alles begann mit einem Bausparvertrag muss man dagegen über die Bad Mergentheimer Firma Bartec sagen. Der damals 33-jährige Reinhold A. Barlian baute damit kein Eigenheim, sondern gründete eben damit sein Unternehmen. Der von ihm entwickelte Sicherheitsschalter für Tankzapfsäulen war damals, 1975, gerade patentiert worden und der Absatz gestaltete sich schwunghaft. Der Schalter sorgte dafür, dass kein Funkenflug an der Zapfsäule mehr entstand, wenn sich der Pumpmotor beim Tanken einschaltet. Die Gefahr, dass die Tanksäule explodiert, was vorher häufiger vorkam, war gebannt.
Heute ist die Bartec-Gruppe ein international agierendes Technologieunternehmen im Bereich der Sicherheitstechnik. Bartec will Mensch und Umwelt durch die Sicherheit von Komponenten, Systemen und Anlagen schützen. Unter diesem Leitmotiv entwickeln, produzieren und vertreiben Bartec-Spezialisten Komponenten- und System-Lösungen für alle Bereiche, in denen mit gefährlichen Stoffen wie brennbaren Flüssigkeiten, Gasen und Stäuben gearbeitet wird. Dabei ist Bartec Partner für Hersteller von Geräten, Apparaten und Maschinen, für Errichter von Anlagen sowie für Betreiber in den Branchen Chemie, Öl und Gas, Petrochemie, Bergbau, Pharmazie, Energie und Umwelt.
Das 1975 gegründete Unternehmen erwirtschaftet heute mit rund 1200 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz von knapp 170 Millionen Euro. Als Markt- und Technologieführer in der Sicherheitstechnik profitiert Bartec von weltweit wachsenden Märkten. Mit einem internationalen Netzwerk aus sieben Produktionsstandorten in Deutschland, der Schweiz, Slowenien und China sowie 25 eigenen Vertriebsgesellschaften in Europa, Amerika und Asien und mehr als 50 internationalen Vertriebspartnern ist das Unternehmen weltweit aufgestellt und aktiv.
Neben dem bereits genannten Sicherheitsschalter für Tankzapfsäulen arbeitet Bartec an Analysensystemen für Raffinerien: In Höhen über 10 000 Metern benötigen Flugzeuge einen Treibstoff, der bis minus 60 Grad Celsius immer noch fließfähig ist. Die Kontrolle im Herstellungsprozess für Kerosine übernehmen die Analysensysteme von Bartec. Außerdem finden Bartec-Mobile Computer Anwendung in Chemieanlagen zur Ein- und Auslagerung von Gefahrstoffen und werden Panel PCs zur Prozessvisualisierung und -steuerung in Chemie- und Pharmabetrieben zur Steuerung der Herstellungsprozesse und deren Überwachung benutzt.
Und dann gibt es noch fabi. Der Ausbildungsverbund existiert seit 1983 und ist eine Initiative von neun Wirtschaftsjunioren unter der Federführung von Reinhold A. Barlian. Aus einer gemeinsamen Idee entstand eine leistungsstarke Partnerschaft von derzeit 115 Mitgliedern aus Industrie, Handwerk, Kommunen und ähnlichen Institutionen. Zentrales Anliegen von fabi e.V. ist, im Verbund Jugendlichen vermehrt Ausbildungsmöglichkeiten zu bieten, um die bestehende Lehrstellenknappheit abzubauen und den Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der Region zu decken.
Quelle Fränkische Nachrichten 29. Juli 2007 von Sascha Bickel www.fnweb.de
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