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Technik aus Weikersheim weltweit vertreten

     
 
 

11.8.06


 

Auf weltweit über 170 Flughäfen und in vielen Bahnhofshallen sorgt Technik aus Weikersheim dafür, dass Reisende wissen, wo und wann ihre Maschine oder ihr Zug abfliegt oder abfährt. Der Elektronik-Spezialist Conrac  produziert hier Flachbild-Fernseher für namhafte Hersteller weltweit.

Die Firma Conrac Elektron war es, die 1997 die weltweit ersten großformatigen Farb-Plasma-Displays in einem Flughafen-Informationssystem (München II) installierte. Einmal mehr auf sich aufmerksam machte das Unternehmen 2003 mit seiner ersten bedeutenden Airport-Installation von TFT-Displays auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle. Selbst im trauten Heim könnte man Technik von Conrac sein Eigen nennen. Denn in Weikersheim werden Flachbild-Fernseher für namhafte Hersteller produziert.

50 Jahre Conrac sind 50 Jahre Technikgeschichte, fasste Geschäftsführer Walter Hammel die Conrac-Story anlässlich der Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag zusammen. Mit Maschinenteilen, Mess-, Haushalts- und Tonbandgeräten hatte unter den Firmengründern Herbert Brause und Erich Meinhardt alles begonnen. Gemeinsam mit 20 Ingenieuren und Technikern waren sie zunächst in der Weikersheimer Stadthalle unter dem Namen Elektron OHG aktiv.

Ende der 50-er Jahre entwickelte das Unternehmen bereits die ersten professionellen Sprachlehranlagen. Zur Integration in die Nato-Streitkräfte mussten die Bundeswehrsoldaten in der englischen Sprache geschult werden. Und trotz internationaler Konkurrenz gelang es Elektron, das Verteidigungsministerium zu überzeugen. Der Auftrag für Europas erste professionelle Sprachlehranlage wurde an die Tauber geholt und mit Weiterentwicklungen dieser Anlagen wurde Elektron sogar zum Marktführer in diesem Bereich.

Frischer Wind kam 1969 in die Produktion. Elektron wurde von dem US-Konzern Conrac Corporation übernommen, der zu dieser Zeit ein deutsches Unternehmen zur Vermarktung von Anzeigetafeln für die Olympiade 1972 suchte. So steckte bei den Olympischen Spielen in München in jeder Ergebnis-Anzeige Technik von Conrac-Elektron. In den folgenden Jahren wurden diese Anzeigesysteme und -tafeln weiterentwickelt und in Stadien, Kongresszentren wie dem ICC in Berlin sowie in Flughäfen in aller Welt installiert. 1979 kam dann die Umfirmierung in Conrac Elektron GmbH.

Über die Entwicklung von mikroprozessorgesteuerten Datenterminals wurden Anfang der 80-er Jahre die ersten hochauflösenden Farbmonitore entwickelt die in vielen Anwendungen wie in der Kraftwerksleittechnik, in Maschinensteuerungen, für Schiffsradar und in der Computergrafik eingesetzt wurden. 1995 lieferte Conrac die ersten Flachbildschirme basierend auf Farb-Plasma-Technologie. Zeitgleich mit der Entwicklung der Farb-Plasma-Bildschirme für Anzeigesysteme wurden auch im Bereich der kleineren Diagonalen neue Produkte entwickelt. Diese LCD/TFT Bildschirme lösen nun nach und nach die Bildröhren-Monitore ab.

Seit 1998 gehört Conrac zur Münchener Data Modul AG. Data Modul ist selbst erfolgreich aktiv in der Displaytechnik und befasst sich in der Hauptsache mit kleineren Anzeige-Elementen. Mit dem Erwerb der Conrac verschaffte sich das börsennotierte Unternehmen einen Einstieg in das Geschäft mit den größeren Bildschirmen und die Erschließung neuer Märkte. Das alte Firmengebäude in der Industriestraße platzte bereits förmlich aus allen Nähten, als die Conrac 2000 nach Erwerb des ehemaligen Diskcenters in die Lindenstraße übersiedelte.

Grund zur Freude haben die beiden Geschäftsführer Walter Hammel und Ralf Zimmermann sowie Peter Hecktor, Vorstandsvorsitzender der Data Modul AG, aber nicht nur wegen der Vergangenheit. Beim Umzug in das neue Firmengelände habe man sich noch gefühlt, als lande man in einem viel zu groß geratenen Anzug, aber man sei hineingewachsen. Erst hier war die Umsatzsteigerung von damals 26 Millionen Euro auf heute fast 100 Millionen möglich. Und weiteres Wachstum ist in Sicht, denn Conrac und Data Modul sind laut Zukunftsprognosen auf einem absoluten Wachstumsmarkt tätig. "Made in Weikersheim" wird es also in den nächsten Jahren noch für einige High-Tech-Produkte mehr heißen.

Quelle Fränkische Nachrichten vom 29. Juli 2006 von Olaf Borges siehe www.fnweb.de

 
         
         
 
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