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Hyundai bleibt nach der Fußball-WM am Ball

     
 
 

24.8.06


 

Die Fußballer aus Korea mussten bei der WM schon nach der Vorrunde ihre Koffer packen. Der Autobauer Hyundai – er hat in der Region Heilbronn-Franken seinen Deutschlandsitz - ist dagegen am Ball geblieben: Mehr als erwartet wirkt sich das Sponsoring auf die Verkaufszahlen aus.

Zehn Prozent mehr Zulassungen im Juli, im WM-Monat Juni haben die Koreaner mit Deutschlandsitz in Neckarsulm sogar 12,7 Prozent mehr Autos abgesetzt als im Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn hat Hyundai Motor Deutschland (HMD) 31 806 Autos verkauft. Das Jahresplus von 3,4 Prozent, das die Statistiker des Kraftfahrbundesamtes für den Importeur ausgerechnet haben, liegt zwar unter den deutlich zweistelligen Wachstumszahlen der vergangenen Jahre. Dennoch hat Hyundai weiter Marktanteile hinzugewonnen: Über alle Marken sind die Zulassungszahlen nämlich nur um 0,8 Prozent gestiegen. Zu den Gewinnern zählten auch Audi und Fiat. Renault, Peugeot und Opel lagen per Ende Juli dagegen deutlich im Minus.

Nicht nur auf dem Automobilmarkt zählt Hyundai zu den Gewinnern: „Ich bin überzeugt, dass unsere Aktivitäten zur WM in erheblichem Maße dazu beigetragen haben, dass die Marke Hyundai Bekanntheit und Sympathie gewinnen konnte“, sagt HMD-Geschäftsführer Karl-Heinz Engels.
Eine ganze Reihe von Studien belegen dies. So haben Medien-Forscher von Bonner Institut Media-Tenor herausgefunden, dass die Marke Hyundai in der Sportberichterstattung mit am besten weggekommen ist. Nach einer Untersuchung der Universität Hohenheim haben die Neckarsulmer am meisten aus ihrem Sponsoring herausgeholt: Hyundai habe den Bekanntheitsgrad um 24 Prozent gesteigert. Und sie haben der Marke ein emotionaleres Profil gegeben.

Genau diese Ziele hatte sich HMD-Geschäftsführer Karl-Heinz Engels vor der Fußball-Weltmeisterschaft gesetzt - nicht aber Verkaufsrekorde. „Wer sagt, die WM verkaufe Autos, hat die Kalkulation falsch angestellt.“ Trotz des nie dagewesenen Werbeaufwands hatte er zu Jahresbeginn das Wachstumsziel nach unten geschraubt - weil die Koreaner ihre Lücke in der Golf-Klasse erst im nächsten Jahr schließen werden. Einen Vorgeschmack auf den Elantra-Nachfolger liefert die seriennahe Studie HED-3, die im September in Paris vorgestellt wird.

Mit den bisher erreichten Verkaufszahlen liegen die Neckarsulmer auf Kurs für ihr Absatzziel von 55 000, was einem Plus von knapp fünf Prozent entspräche. Mit dem Rückenwind des neuen Golf-Klasse-Modells wollen die Neckarsulmer im nächsten Jahr wieder zweistellig wachsen: Für das Jahr 2007 hat Karl-Heinz Engels 60 000 Fahrzeuge eingeplant, bis 2010 sollen es - ganz ohne die Unterstützung eines sportlichen Großereignisses im eigenen Land - sogar 90 000 Neuzulassungen werden.

Quelle Heilbronner Stimme vom 22. August 2006 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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