Die Firma LTI in Boxberg wird ihre Produktionsfläche nochmals erweitern. Nach Fertigstellung des Anbaus sowie des Lagers sollen dann rund 100 Personen dort tätig sein. Nur logisch, dass der Gemeinderat einstimmig grünes Licht für das Bauvorhaben gab.
Die Firma LTI ist erst vor kurzem von Osterburken in die gerade fertig gestellte Produktionsstätte im Seehof umgezogen und hat dort mittlerweile die Produktion aufgenommen. Schon während der Bauphase habe sich herausgestellt, so Bürgermeister Christian Kremer in der Gemeinderatssitzung weiter, dass die Kapazitäten nicht ausreichen würden. Deshalb habe sich die Firma entschlossen an die bestehende 8000 Quadratmeter große Halle eine zweite mit 4400 Quadratmetern Produktionsfläche anzubauen. Vom Bau eines Hochregallagers sei die Firma jedoch abgekommen, so das Stadtoberhaupt weiter. "Es hat sich erwiesen, dass ein Hochregallager nicht zweckmäßig ist, ein Flächenlager mit 1500 Quadratmetern den Anforderungen des Betriebes mehr gerecht werde", erläuterte Kremer. Die Maßnahme soll bis August 2007 abgeschlossen sein, angepeilt sei, dann etwa 100 Mitarbeiter zu beschäftigen.
Die Stadt Boxberg wird Dachflächen städtischer Gebäude an die Firma Solar Art aus Lauda-Königshofen für die Installierung von Photovoltaikanlagen vermieten. Im Vorfeld waren verschieden Dächer auf diese Nutzungsmöglichkeit überprüft worden. Diese ergab, dass die Anbringung von Solaranlagen mit insgesamt 152 Kilowattpik (KWP) möglich ist. Als geeignete Objekte erwiesen sich die Gewerbehöfe in Windischbuch und Schweigern, die Turnhalle von Schweigern, das Dorfgemeinschaftshaus in Bobstadt sowie das Schulhaus in Kupprichhausen.
Der Gemeinderat beschloss daraufhin, es den Ortschaftsräten frei zu stellen, ob sie eine Anlage in ihrem Ortsteil möchten. Während die Ortschaftsräte von Kupprichhausen, Schweigern und Windischbuch ihre Bereitschaft signalisierten, sprach sich das Bobstadter Ortsgremium dagegen aus. "Die Struktur des Daches sowie die Form der Dachgauben sprechen unserer Ansicht nach gegen die Anbringung einer Photovoltaikanalge auf dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses, die Sache an sich begrüßen wir jedoch", erläuterte Ortsvorsteher Alwin Deißler das Nein aus Bobstadt.
Bürgermeister Christian Kremer meinte, die Ablehnung aus Bobstadt sei nachvollziehbar, da sowohl optisch als auch von der Renatbilität her, die Anlage nicht optimal sei. So verbleibt auf den restlichen Dächern eine Fläche, die eine Leistung von rund 137,5 KWP zulässt. Die Vermietung erfolgt an die Firma Solar Art aus Lauda-Königshofen für 3027 Euro pro Jahr. Die Dauer des Vertrages beläuft sich auf 20 Jahre, solange ist die Miete auch fix. Auf Anfrage erläuterte das Stadtoberhaupt, dass von der Firma Vorkehrungen getroffen werden müssen, sei es durch eine Bankbürgschaft oder ein entsprechendes Konto, dass Geld für den Abbau der Photovoltaikanlagen nach Ablauf des Vertrages oder im Falle einer Insolvenz, vorhanden ist. Den Zuschlag für den Waldwegbau zwischen Schweigern, Gewann Weibersfeld, und Bobstadt, Gewann Breitenloch, erhielt die Firma Konrad Bau aus Gerlachsheim für 34 352 Euro. Die dafür nötigen Grundstücke sind mittlerweile im Besitz der Stadt, so dass die Maßnahme unverzüglich, das heißt m solange es noch nicht zu feucht im Wald ist, angegangen werden kann.
Den Bauplatzpreis für das Neubaugebiet "Zwischendorf" in Oberschüpf setzte der Gemeinderat auf 50 Euro pro Quadratmeter fest. Die Erschließung der zwölf Bauplätze mit einer Gesamtgröße von 7729 Quadratmetern kostete 300 930 Euro. Dies ergibt einen Quadratmeterpreis von 38,94 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommt der Grunderwerb, der mit 9,21 Euro pro Quadratmeter zu Buche schlägt, dies macht unterm Strich Kosten von 48,15 Euro pro Quadratmeter für die Stadt. "Da wir die Maßnahme komplett über die Stadtkassse finanzieren und noch in Vorleistung treten müssen, da nicht davon auszugehen ist, dass alle Bauplätze umgehend verkauft werden, schlägt die Verwaltung einen Preis von 50 Euro pro Quadratmeter vor", so Kremer. Das Gremium folgte diesem Vorschlag einstimmig.
Zum Bebauungsplan "Sport- und Freizeitgelände Schwabhausen" gingen von den Trägern öffentlicher Belange keine gravierenden Einwände ein, so dass die Anregungen und Bedenken aufgenommen werden konnten. Der Plan wird nun vier Wochen zur Einsicht für die Bvölkerung im Rathaus ausgelegt.
Einstimmig billigten die Bürgervertreter die Regelung für das Einwerben von Spenden. Dabei hielten sich die Boxberger an die Vorgaben vom Gemeindetag, wonach der Bürgermeister Spenden bis zu 100 Euro annehmen darf und den Gemeinderat einmal jährlich über die eingegangenen Spenden informieren soll. Für die Annahme höherer Spenden ist künftig die Zustimmung des Gemeinderates notwendig. Hut
Quelle Fränkische Nachrichten vom 13. September 2006 www.fnweb.de
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