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Illig - gut in Form seit 60 Jahren

     
 
 

26.9.06


 

Seit sechzig Jahren erfüllt der Heilbronner Maschinenbauer Illig die speziellen Wünsche seiner Kunden. Von der Reparaturwerkstatt für defekte Maschinen und Geräte avancierte Illig zum Weltmarktführer für Thermoform-Maschinen.

Joghurtbecher, Hartschalenkoffer, Gartenteiche, Transportpaletten Automobilverkleidungen, Batterieverpackungen oder Fahrradhelme – im täglichen Leben begegnen wir zahllosen Produktbeispielen, die aus Illig Thermoform-Maschinen, Werkzeugen und vollautomatischen Produktionsanlagen stammen. In den sechs Jahrzehnten seines Bestehens hat der Heilbronner Anlagenbauer weltweite Marktführerschaft erlangt und baut diese zielstrebig aus. Im Jahr 2006 beschäftigt Illig über 800 Mitarbeiter, davon 750 am Hauptsitz in Heilbronn.

Illig versteht sich als Familienunternehmen. "Mit unserer Einstellung als Familienbetrieb bleiben wir schnell in den Entscheidungen, behalten übersichtliche Strukturen und können flexibel auf Kundenwünsche eingehen", der Gründer, Adolf Illig folgte einer Philosophie der unbedingten Kunden- und Marktnähe. 1946 beginnt er in der Garage seiner Eltern mit einer Reparaturwerkstatt für defekte Geräte und Maschinen von im 2. Weltkrieg stark zerstörten Heilbronner Unternehmen. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich daraus ein weltweit agierendes Unternehmen für technologisch hochkomplexe Anlagen.

In den 80er Jahren tritt mit seinem Sohn Wolfgang Illig und seinem Schwiegersohn Karl Schäuble die nächste Generation in die Geschäftsführung ein, die das Unternehmen heute führt. Auch die weitere Zukunft als Familienunternehmens ist gesichert, denn die dritte Generation ist bereits am Unternehmen beteiligt.

Bereits 1948 bringt Adolf Illig das erste eigene Produkt auf den Markt: eine von ihm konstruierte Säulenbohrmaschine. Ab 1952 übernimmt er die Produktion von Wäschetrocknern für die Firma Passat Maschinenbau. Ein Kunde trägt dann die Idee zum Bau einer Thermoformmaschine an Adolf Illig heran. Mit dem Know-how aus Reparaturwerkstätte und Trocknerbau gelingt die Umsetzung. Zehn Jahre nach Gründung des Unternehmens entwickelt und fertigt Adolf Illig 1956 zum ersten Mal eine Anlage, die ihm den Weg zum Weltmarktführer weisen sollte: eine Maschine zum Verformen von thermoplastischen Kunststofffolien und –platten unter Einsatz von Wärme und Vakuum. Damit startet er auch die systematische Entwicklung und den strategischen Vertrieb in den Märkten. Heute sind Thermoformer der dritten Generation bei Kunden rund um den Globus im Einsatz.

Die globale Präsenz des Unternehmens verdeutlicht sich in den Absatzzahlen. Illig erzeugt 75 % des Umsatzes im Export. Und dies kommt nicht von ungefähr. Der Markt für Kunststoff- und Gummimaschinen weist seit Jahrzehnten kontinuierliche Wachstumsraten aus. Gleiches gilt für den Bereich der Verpackungsmaschinen und für die Produktion von Kunststoffpackmitteln,  die sich seit 1996 weltweit fast verdoppelt hat.

Aufgrund dieser Marktentwicklung, stellen Illig-Handelsvertretungen in über 80 Ländern die Nähe zu den Kunden vor Ort sicher. Strategische Stützpunkte rund um den Erdball garantieren den Kunden Service und Support  - egal zu welcher Zeit und an welchem Ort. „Wir verstehen uns als deutsches Unternehmen in einem globalen Markt“, Karl Schäuble umschreibt damit das Engagement und Bekenntnis des Unternehmens für den deutschen Standort.

Ein Schwerpunkt der Anwendungen für Illig Thermoform-Maschinen liegt im Bereich von Verpackungen. Becher, Dosen und Formschalen für Produkte wie Joghurt, Margarine oder Pralinen entsprechen höchsten hygienischen Standards und müssen einfach zu handhaben sein. Darüber hinaus soll eine Vielzahl an Formen und Designs den jeweiligen Produkten zu höheren Absatzzahlen verhelfen.

Waren anfangs vor allem Verpackungen das große Thema, erweitern sich die Anwendungen auf alle Bereiche, in denen es um stabile und reproduzierbare Formen geht. So spielt bei Airbags die reproduzierbare Folienstärke eine Rolle und bei Hartschalenkoffern die Steifigkeit und Dauergebrauchsfähigkeit des fertigen Produktes. Auch die Automobilbranche hat die Vorteile des Thermoformens für die Fertigung von äußeren und inneren Verkleidungsteilen aus Kunststoff erkannt.

Illig kombiniert Verfahrenstechniken der Vakuum- und Druckluftformung, um thermoplastische Kunststoffe zu erwärmen und diesen eine exakt definierte Form zu geben. Das ausgeprägt modulare Maschinenprogramm erlaubt kunden- bzw. anwendungsspezifische Lösungen, die in enger Kooperation mit den Kunden spezifiziert werden.

Der Maschinenbauer investiert fast 10% des Umsatzes in Forschung und Entwicklung - ein Spitzenwert in der Investitionsgüterindustrie. Forschung und Entwicklung stellen bei Illig einen zentralen Baustein für die Marktführerschaft dar und die Investitionen werden auch in schwächeren Geschäftsjahren aufrechterhalten. Schließlich braucht es mehr als eine ausgeprägte (schwäbische) Neigung zum Tüfteln, um in der Patentstatistik von Baden-Württemberg auf Platz acht zu kommen. Die eigenen Maschinen werden kontinuierlich verbessert und auf neueste Technologien eingestellt.

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