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Goldener Oktober auch bei der Weinprämierung

     
 
 

13.10.06


 

Der Goldene Oktober lässt nicht alle Wengerter strahlen. Bei manchen trübt der Fäulnisdruck die Stimmung. Zwischen den Rebzeilen gibt es allerdings auch gute Nachrichten: über den aktuellen Jahrgang - und über seine Vorgänger.

So legt die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) jetzt die Ergebnisse der Bundesweinprämierung 2006 vor. Mit 601 Preisen erzielte Württemberg dabei das drittbeste Ergebnis aller 13 deutschen Weinanbaugebiete.

Am besten schneiden die Pfalz (860) und Rheinhessen (625) ab, hinter Württemberg liegen Baden (535) und Franken (372). Insgesamt standen 4365 Weine und 300 Sekte auf dem Prüfstand, 3617 (250) bekamen Gold, Silber oder Bronze. Die Ergebnisse aus dem Ländle zeigt nebenstehende Tabelle. Das Zabergäu überragt mit den Genossenschaften aus Brackenheim und Cleebronn-Güglingen alle. Das beste Weingut liegt ist Birkert in Bretzfeld.

Auch wenn die Zahl der Weinwettbewerbe ständig steigt und kritische Beobachter von einer Inflation reden: Der traditionelle DLG-Wettbewerb zählt zu den wenigen von der EU anerkannten und er ist einer der strengsten. Viele heutige Spitzenbetriebe haben über ihn die Qualitätsleiter erklommen, manchen gilt er nach wie vor als verlässlicher Gradmesser. Die DLG-Tester stellten außerdem fest: Der 2005er brachte nach den Extremjahrgängen 2003 und 2004 Weine mit „normalen“ Alkoholwerten, einer feinen Säurestruktur und einer beachtlichen Aromenvielfalt hervor. Als heimliche Favoriten gelten die weißen Burgunder.

Zudem beobachtet die DLG einen Trend zum frühen Genuss von jungen Rotweinen. Weinausbau mittels Maischeerwärmung ermögliche eine Harmonisierung der Tannine. Gleichzeitig werden die deutschen Weinberge „immer internationaler“. Neben den klassischen Rotweinsorten sind Cabernet Franc, Merlot und Syrah im Kommen: als Reaktion auf Verbraucherwünsche - und auch auf die Klimaerwärmung.

Von Kilian Krauth www.stimme.de

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