| "Von Creglingen in die ganze Welt" ist nicht nur ein Slogan, sondern Fakt: Die technischen Kunststoffteile der Wirthwein AG werden in zahlreiche Länder rund um den Globus exportiert. Mit der neuen Logistikhalle die jetzt in Creglingen eingeweiht wurde, strebt das Unternehmen nach neuen Rekorden.
"Es sind 2200 Quadratmeter Zukunft." Mit diesen Worten gratulierte Minister Prof. Dr. Wolfgang Reinhart im Namen der baden-württembergischen Landesregierung die Wirthwein AG anlässlich der Einweihung der neuen Logistikhalle in Creglingen.
Landrat Reinhard Frank ergänzte, dass dies nicht nur ein Stück Zukunft für die Firma sei, sondern dass die Stadt Creglingen, die Region, der Landkreis und das ganze Land dazu gewonnen haben. Es sei toll mit anzusehen, wie aus einem Einfamilienhaus ein Weltunternehmen wurde. Creglingens Bürgermeister Hartmut Holzwarth hält die rund 1,5 Millionen Euro umfassende Investition für eine der bedeutendsten Schritte des Unternehmens. Die Freude in seiner Gemeinde über die Einweihung sei sehr groß, daher wünsche er, dass das Herz der Firma, das in seiner Stadt pocht, weiterhin gesund zum Wohl aller schlägt und wächst.
Vorstandsvorsitzender Dr. Walter Jäger sieht in seinem Grußwort die beiden Gebäude am jeweiligen Ortseingang Creglingens, die Herrgottskirche und die Ansiedlung der Wirthwein AG zwar mit unterschiedlichem Zweck, aber beide stünden als Symbol für Glaube und Zukunft. Die neue Logistikhalle sei ein Meilenstein in der Firmengeschichte. Dabei lobte er vor allem die Kraft, die in dem Unternehmen steckt und den Mut zu etwas Neuen. Udo Wirthwein stecke sich stets sehr ehrgeizige Ziele und könne sich dabei voll auf seine Familie verlassen, denn sie stehe immer voll hinter ihm.
Von Udo Wirthwein gingen laufend neue Geschäftsideen aus und sein Mittelstandsbetrieb verschließe sich nicht der Internationalisierung. Hier ergreife man Initiativen zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen. Die ganze Firma mit ihren Mitarbeitern sei leistungsbereit und flexibel.
Der Firmenchef Udo Wirthwein ging in seiner Begrüßungsrede kurz auf die geschäftliche Entwicklung seines Unternehmens ein. Dabei stellte er fest, dass genau an diesem Ort der neuen Logistikhalle, die erste Produktionshalle (Pappelholzzwischenlagen und Pflöcke für die Bundesbahn) der Walter Wirthwein AG weichen musste. Auf 2200 Quadratmeter Grundfläche werden ab kommenden Monat 4000 Palettenstellplätze auf sechs Ebenen mit hochmoderner Technik und passender Lagerverwaltung entstehen.
Die Verlagerung des Versands in die Logistikhalle bringe mehr Platz für die Vergrößerung des Werkzeugbaus, was mit der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen verbunden sei, so Wirthwein. Der Blick zurück auf das letzte Jahrzehnt zeige das stärkste Wachstum der Firmengeschichte. Die Wirthwein Gruppe zähle mittlerweile elf Unternehmen im In- und Ausland, davon ein Standort in Polen und einer in den USA. In China wird nach Wirthweins Worten durch die Gründung eines Joint Ventures im nächsten Jahr eine weitere Produktionsstätte entstehen.
Als einer der Know-How-Träger im Bereich der Schienenbefestigungssysteme habe die Wirthwein AG einen Großauftrag zur Produktion von Kunststoffteilen für die Schienenbefestigungen der Hochgeschwindigkeitsstrecken in China erhalten. Die Produktion für diesen Auftrag habe bereits in Creglingen und Brandenburg begonnen. Auf Grund des Umfangs dieses Auftrags ist eine Neuproduktion in China für den Herbst 2007 geplant. Durch diesen Auftrag sind die deutschen Werkzeugbaubetriebe der Gruppe für das nächste Jahr voll ausgelastet. Dieses Beispiel zeige, dass auch durch Produktionsstätten im Ausland im Inland Arbeitsplätze gesichert würden, so der Vorstandsvorsitzende.
Die rund 1400 Mitarbeiter der gesamten Wirthwein Gruppe sorgen 2006 für einen Gruppenumsatz von rund 200 Millionen Euro (2005 waren es noch 180 Millionen Euro). Bei dieser Gelegenheit unterstrich er nochmals das klare Bekenntnis zum Stammsitz in Creglingen. Daher galt auch sein Dank der Belegschaft, denn ohne motivierte Mitarbeiter ist nach seinen Worten solch ein Erfolg nicht möglich. "Auch in Zeiten der Globalisierung ist und bleibt eine leistungsstarke Mannschaft" nach seiner Feststellung "die Grundlage des Geschäfts".
Bei der anschließenden Schlüsselübergabe, natürlich durch ein zeitgemäßes System, einer Chipkarte, verriet Architekt Hartmut Elsner, dass die Firma Wirthwein einen stets zu Höchstleistungen treibt und daher die Halle in einer Rekordzeit von vier Monaten entstanden ist. Dies sei aber auch zum Teil ein Verdienst der Stadt Creglingen und weiterer Behörden, die durch schnelle und unkomplizierte Baugenehmigung das erst ermöglichten.
In einem waren sich alle Redner einig. Mit der Einweihung der neuen Logistikhalle seien bei einem der wohl erfolgreichsten baden-württembergischen Mittelstandesunternehmen die Weichen weiter in Richtung Zukunft gestellt. Ein wichtiger Grund für den Erfolg sei die Heimatverbundenheit. Musikalisch eingerahmt wurde die sehr festliche Feier vom Kurorchester Bad Mergentheim.
Quelle Fränkische Nachrichten - 30.10.2006 Brun
siehe auch www.fnweb.de
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