| Vor gut acht Monaten wurde die Wirtschaftsförderung Main-Tauber GmbH (wmt) gegründet. Sie wird unterstützt von allen Städten und Gemeinden des Kreises und der Sparkasse Tauberfranken und vergibt gemeinsam mit der Sparkasse Tauberfranken erstmals einen Innovationspreis für herausragende Ideen der heimischen Wirtschaft.
Landrat Reinhart Frank und der Vorsitzende der Sparkasse Tauberfranken, Oskar Fuchs stellten ihre Idee in einer Pressekonferenz im Landratsamt in Tauberbischofsheim der Öffentlichkeit vor.
Die wmt möchte damit im Rahmen der Wirtschaftsförderung des Landkreises einen Beitrag zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Wirtschaft im Kreis leisten. Die wmt ist ein Zusammenschluss des Main-Tauber-Kreises, seiner 18 Städte und Gemeinden und der Steinbeis-Stiftung. "Ohne die Kreativität und die Innovationen der Unternehmen und der Selbstständigen im Main-Tauber-Kreis wäre die regionale Wirtschaft nicht so erfolgreich, wäre unser Standort nicht so gefragt", erklärt Landrat Reinhard Frank den Journalisten.
Deshalb solle der Preis die besten Konzepte und Lösungen einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Davon profitiere auch die Region, wenn es darum geht, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, "denn gute Ideen ziehen gute Köpfe an".
"Innovationen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor unserer Wirtschaft, insbesondere in einem Hochtechnologieland wie Deutschland", erklärt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Tauberfranken, Sparkassendirektor Oskar Fuchs. "Da sich die Sparkasse Tauberfranken in besonderer Weise der Wirtschaft und dem Mittelstand verpflichtet fühlt, ist sie gerne Partner des Innovationspreises."
Eine hochkarätige Jury vergibt den Preis künftig jährlich in zwei Kategorien: einmal an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) gemäß der Definition der Europäischen Union (maximal 250 Mitarbeiter), zum anderen an große Firmen. Jeder Preisträger erhält als Anerkennung eine individuell gefertigte Glas-Skulptur des namhaften Wertheimer Künstlers Rainer Karl, der am Berufsschulzentrum in Wertheim tätig ist.
Die wmt möchte die Preisträger einer breiten Öffentlichkeit präsentieren, so dass für die Sieger-Firmen auch überregionale Marketing-Effekte entstehen können. Bei der öffentlichen Preisübergabe am Donnerstag, 22. März 2007, wird Professor Dr. Dr. h.c. Johann Löhn als Gastredner einen Vortrag halten.
Löhn ist Regierungsbeauftragter für Technologietransfer Baden-Württemberg, Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin und Ehrenkurator der Steinbeis-Stiftung.
Teilnehmen kann jedes Unternehmen und jeder Selbstständige mit Sitz im Main-Tauber-Kreis. Dabei kommt es darauf an, dass die eingereichte Innovation bereits als funktionsfähiges Muster vorliegt und zum größten Teil im Landkreis gefertigt worden ist. Zudem sollte die Idee entsprechende Marktchancen haben. Für Landrat Reinhard Frank kann dies ein neu entwickeltes Fitnessbrötchen eines Bäckers genau so sein wie ein High-Tech-Elektronik-Steuerungsteil sein. Wichtig für die Bewertung sind in erster Linie Neuheit und Originalität, die Höhe des Innovationsgrades, der potenzielle Nutzen und etwaige Marktchancen; gefragt wird auch nach zusätzlichen Anwendungsmöglichkeiten und Synergien, nach der Wirtschaftlichkeit und einem eventuellen Nutzen für die Allgemeinheit.
Oskar Fuchs von der Sparkasse sah in diesem Innovationspreis für die Unternehmen und Handwerker des Kreises eine längst überfällige Einrichtung, denn damit könne die Botschaft, was der Kreis und seine Firmen an unternehmerischer Leistung erbringen können, über die Grenzen hinaus bekannt gemacht werden. Die Sparkasse Tauberfranken habe daher gerne die Bitte als Sponsor aufzutreten, angenommen. Einsendeschluss für die Bewerbung um den neuen Innovationspreis, der in zwei Kategorien vergeben wird (bis 250 Mitarbeiter und über 250 Mitarbeiter), ist der 31. Dezember 2006.
Die Jury bilden Reinhard Frank (Landrat des Main-Tauber-Kreises), Dr. Andreas Diegeler (Leiter der Außenstelle des Fraunhofer-Institutes für Silicatforschung Bronnbach), Professor Reinhold Geilsdörfer (Rektor der Berufsakademie Mosbach, Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Technologie und Management), Oskar Fuchs (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Tauberfranken), Ralf Lauterwasser (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Main-Tauber GmbH), Thomas Maertens (Bürgermeister von Lauda-Königshofen), Heinrich Metzger (Hauptgeschäftsführer der IHK Heilbronn-Franken), Gerhard Pfander (Hauptgeschäftsführer der HWK Heilbronn-Franken), Klaus Spitzley (Mitglied des Vorstandes der Wittenstein AG) und Wolfgang Vockel (Bürgermeister von Tauberbischofsheim).
Die Bewerbungen sind bis zum 31. Dezember einzureichen bei der Wirtschaftsförderung Main-Tauber GmbH, Kennwort: Innovationspreis 2006, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 0 93 41 / 8 95 95 70. Weitere Informationen stehen auch im Internet unter www.wmt-gmbh.eu zur Verfügung. Hier kann auch das Teilnahmeformular abgerufen werden.
Eine erste positive Bilanz zogen der Landrat und der Geschäftsführer der wmt, Ralf Lauterwasser, nach den ersten acht Monaten seit Gründung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Main-Tauber.
Die primäre Aufgabe des ganzheitlichen Standortmarketings und die Vermarktung der Konversionsstandorte, Külsheim, Tauberbischofsheim und Lauda-Königshofen sei sehr intensiv betrieben worden. Auch bei der Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für expansionsfreudige Unternehmen habe die wmt hilfreich sein können. Die wmt hat seit ihrem Bestehen über 30 Beratungsgepräche mit Interessenten geführt. "Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft wird sehr positiv aufgenommen", so Landrat Reinhard Frank abschließend.
Quelle Fränkische Nachrichten vom 4. November 2006 (pal/lra) www.fnweb.de
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