| Die Bausparkasse Schwäbisch Hall setzt ihr Pilotprojekt in der chinesischen Region Tianjin fort. Während in Deutschland die Eigenheimzulage gekürzt wurde, erhöhte die Provinzregierung in China Prämien fürs Bausparen.
"Es kamen klare Signale sowohl von der Provinzregierung als auch von unserem Partner in China", sagt Sebastian Flaith von der Bausparkasse auf telefonische Nachfrage.
Die neuen Wege beim Vertrieb scheinen zu funktionieren. So können nun auch in den neu eröffneten Beratungsstellen der Sino-German Bausparkasse (SGB) im Stadtgebiet von Tianjin Bausparverträge abgeschlossen werden. Der Außendienst soll von derzeit 430 auf 600 Mitarbeiter ausgebaut werden. Der Rückzug aus China sei zu keinem Zeitpunkt beschlossen gewesen. "Es gab nur Routineprüfungen", sagt Flaith.
Bei der Gründung der Sino-German Bausparkasse im Jahr 2004 hatte Schwäbisch Hall mit dem Joint-Venture-Partner China Construction Bank Corporation (CCBC) eine Rückgabeoption der Geschäftsanteile für Ende 2006 vereinbart. Beide Joint-Venture-Partner verständigten sich jetzt darauf, die Option für Schwäbisch Hall um ein Jahr zu verlängern, teilte Schwäbisch Hall kürzlich mit.
Die zwischenzeitlich erfolgte Erhöhung der Bausparprämie um 50 Prozent der chinesischen Provinzregierung bewertet Schwäbisch Hall als klares Bekenntnis zum Bausparen. Mit einem Zinszuschuss von jetzt 1,5 Prozent solle die Sparbereitschaft der Chinesen verstärkt auf das Bausparen gelenkt werden. Die Sino-German Bausparkasse, an der Schwäbisch Hall mit 24,9 Prozent und die China Construction Bank Corporation mit 75,1 Prozent beteiligt sind, betreut in der zehn Millionen Einwohner zählenden Region Tianjin schon jetzt über 60000 Bausparverträge mit einer Gesamtbausparsumme von fast 630 Millionen Euro.
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