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Der Spann- und Greiftechnik-Hersteller Schunk will erweitern

     
 
 

22.11.06


 

Der Lauffener Spann- und Greiftechnik-Hersteller Schunk baut für 5 Millionen Euro ein neues Gebäude. Dort wird der neu zu schaffende Geschäftsbereich Systemtechnik untergebracht. Dieser beschäftigt sich mit kompletten, individuellen Automatisierungsprodukten vor allem für den Maschinenbau.

Der Baubeginn hat sich etwa verzögert, doch die Entscheidung ist nun gefallen. Statt eines Anbaus an seinem Zweigwerk in Brackenheim-Hausen wird der Lauffener Spann- und Greiftechnik-Hersteller Schunk ein völlig neues Gebäude auf einem benachbarten Gelände errichten. Das kündigt der geschäftsführende Gesellschafter Heinz-Dieter Schunk an. Grund für die Verzögerung sei eine Überarbeitung der Strategie gewesen: Um das erwartete Wachstum vorzubereiten, wurde jetzt ein Masterplan aufgestellt. In ihm sind Projekte für die nächsten fünf Jahre enthalten.

Der Anfang soll im März mit dem Baubeginn in Hausen gemacht werden. Im neuen Gebäude, dessen Baukosten mit fünf Millionen Euro veranschlagt werden, soll der neu zu schaffende Geschäftsbereich Systemtechnik untergebracht werden. Er beschäftigt sich mit kompletten, individuellen Automatisierungsprodukten vor allem für den Maschinenbau - die Baugruppe wird dabei aus einzelnen Modulen der Schunk-Produktpalette zusammengesetzt. Zurzeit ist dieser Geschäftsbereich noch im Werk Hausen untergebracht, die Entwicklung im Zeus-Gebäude in Lauffen, dem firmeneigenen Zentrum für Entwicklung und Schulung.

„Wir müssen auch in Lauffen erweitern“, sagt Heinz-Dieter Schunk. Einige Reserveflächen im Firmenbesitz können dabei noch genutzt werden. „Wir rechnen mit zweistelligem Wachstum in jedem Jahr. Da ist jedes Jahr mindestens ein Bau nötig.“

Expansion im Ausland Das laufende Jahr liegt voll im Plan. In Deutschland betrage das Umsatzwachstum zehn Prozent, im Ausland sogar 15 Prozent, berichtet der Geschäftsführer. Voraussichtlich würden 160 Millionen Euro erreicht. Der Exportanteil ist angestiegen auf mittlerweile 40 Prozent. Auch die Zahl der Mitarbeiter ist gewachsen: 1300 waren es am Jahresanfang, inzwischen sind es 1450, davon etwa 820 in Lauffen und 220 in Hausen. Im Werk Mengen bei Sigmaringen wurden in diesem Jahr 50 Mitarbeiter eingestellt - die Beschäftigtenzahl liegt dort inzwischen bei 170. In Deutschland werden dabei 127 Auszubildende beschäftigt.

Parallel geht die Expansion im Ausland weiter. Als 20. Vetriebsgesellschaft wurde in diesem Jahr eine Niederlassung in Kanada gegründet. Schunk-Tochtergesellschaften in Mexiko und der Slowakei sind in Vorbereitung. In Schweden musste wegen der guten Geschäftsentwicklung sogar ein eigenes Gebäude gebaut werden. Und auch die Fertigung in China läuft gut, dort stellen 35 Mitarbeiter Schunk-Produkte her.

Am Standort Deutschland will Heinz-Dieter Schunk aber mit aller Kraft festhalten. „Unsere Mitarbeiter wissen, worum es geht: Preiskämpfen kann man nur über Technik, Besonderheit und Schnelligkeit entgehen.“ Das bedeute ständige Rationalisierung, aber nicht aus bloßem Gewinnstreben: „Wir müssen jetzt Fett ansetzen, um Durststrecken überstehen zu können.“

Quelle Heilbronner Stimme vom 22. November 2006 von Heiko Fritze www.stimme.de

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