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Wie im Stadion -
Das "Sommermärchen" in Hohenlohe

     
 
 

22.11.06


 

Das "Sommermärchen" ist vorbei, doch die Erinnerung an die Weltmeisterschaft wird noch lange bleiben. Wer in der Arena Hohenlohe bei Ilshofen mit am Ball war, wird das "Wie-im-Stadion-Gefühl" noch lange erinnern. In der Hitze des Hexenkessels, in dem sich zeitweise bis zu 4.500 Menschen drängten, wurde das gemeinschaftliche Fußball-schauen zum Event. Am 25. November wird der Dokumentarfilm >WIE IM STADION< im Kino Klappe in Kirchberg Premiere feiern.

Die Idee,das Ereignis dokumentarisch zu begleiten, kam den beiden Filmemachern Cornelius Braitmaier und Axel Wiczorke bei einem Gespräch in einem Kirchberger Straßencafe. Axel Wiczorke - im Frühjahr aus der Hauptstadt aufs Hohenloher Land gezogen - und Cornelius Braitmaier hatten sich gerade kennen gelernt. Man sondierte Themen und Ideen. Die WM war noch weit weg, und doch hörte man von einer bevorstehenden Invasion zigtausender Australier, die eine Wiese bei der Arena Hohenlohe beziehen würden. Szenarien wurden hier und da ausgemalt. Vier Wochen lang würde Ilshofen und Umgebung Tummelplatz 'fußballwilder Chaoten aus Downunder' werden.

Was immer sich da draußen vor und hinter den Toren abspielen würde, es wäre einmalig. Also fiel, nach weiteren zahlreichen Gesprächen, die Entscheidung, eine Dokumentation zu drehen. Dokumentarfilm ist in erster Linie Beobachten. Das Drehbuch schreibt das Leben. Ohne genau zu wissen, was sie erwarten würde, machten sich die Filmer, ausgestattet mit zwei Kameras, auf die Jagd nach Bildern, Tönen und Geschichten. Der Geist der WM, das Fieber der Massen, das neue Schwarz-Rot-Gold-Gefühl, hier war es zuhause. Die Welt war zu Gast in Hohenlohe, doch vor allem waren es die Hohenloher selber, die hier mitfieberten, feierten, und unsere Helden auf der Großleinwand anfeuerten. Die Invasion der Australier blieb aus. Zwar waren einige ausländische Fans da, doch weit weniger als erwartet.

as internationale Camp war eher ein provinzieller Campingplatz und letztlich nur für eine, aber große Überraschung gut: Am 27. Juni wurde es dicht gemacht. Eine Gruppe verdutzter Japaner warf sich auf die Ilshofener Erde und wollte bleiben. Keine Chance. „Sorry, this camp is closed" hieß es da nur lakonisch von Seiten des insolventen Betreibers. Für eine Gruppe Engländer leistete der Ilshofener Bürgermeister Wurmtaler unbürokratische Soforthilfe und stellte eine Gemeindefläche für deren Zelte zur Verfügung. Gegen Ende der WM wurde der Pizzastand zum Hauptschauplatz. Während in der Arena der große Traum vom Weltmeister Deutschland im Schweiße von gut 4.000 entsetzten Angesichtern verdampfte, ließen die Pizzabäcker nichts anbrennen. „Forza Italia" hallte es noch lange in die dunkelste Nacht in Deutschland seit dem ersten Anpfiff.

Die Premiere findet am 25.11. um 17 Uhr im Kino KLAPPE in Kirchberg an der Jagst, Untere Gasse 8, statt.

(Kartenreservierung erbeten unter 07954 / 92 55 66). CORNELIUS BRAITMAIER: Mediengestalter Bild & Ton (HK Hamburg). Lebt seit 1988 in der Hohenlohe. Seit 1999 Inhaber der Fa. CBra-Film in Kirchberg an der Jagst. Broadcast -Kamera, Avid - Schnitt. Arbeit für Industrie und TV. AXEL WICZORKE: Musiker, Komponist, Filmemacher und Medienpädagoge. Ende 2005 Umzug von Berlin nach Kirchberg an der Jagst.

Ein Dokumentarfilm von Cornelius Braitmaier / Axel Wiczorke. Eine Coproduktion von CBra-Film und SilberstreiFilm. D 2006, 90 Min., DV.

www.wieimstadion-derfilm.de

 
         
         
 
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