Hohenloher Spezialmöbelwerk macht Ganztagsschulen zu Lernwerkstätten
Politiker debattieren über die Ganztagsschule, Pädagogen planen fleißig. Aber ohne die passende Einrichtung lässt sich aber kein vernünftiges Ganztagskonzept planen. Für das Hohenloher Spezialmöbelwerk in Öhringen ist das eine ganz neue Herausforderung.
Zwar richtet das Unternehmen schon seit dem Jahr 1879 Schulen ein und hat dabei schon viele pädagogische Entwicklungen mitgemacht. So zählte vor 100 Jahren noch das Lehrerpult zu den Verkaufsschlagern der Öhringer, der den Schulmeister mittels Podest eine ganze Stufe größer werden ließ.
Doch die Zeiten haben sich geändert. „Tisch und Stuhl reichen in der Ganztagesschule nicht mehr aus“, sagt Hohenloher-Vertriebsleiter Jochen Zeuch. In Zusammenarbeit mit engagierten Pädagogen ist das Unternehmen dabei, Schulmöbel neu zu erfinden. Denn: „In der Ganztagesschule kann der Lehrer nicht immer nur der Vorturner sein.“
Ein modernes Klassenzimmer muss neben dem Frontalunterricht auch selbstständiges Arbeiten und Phasen von Gruppenarbeiten zulassen. Das Ergebnis: die Lernwerkstatt mit unterschiedlichen Bereichen, mit flexiblen Raumteilern und speziell entwickelten Themenschränken und Thementischen. „Eine Lernwerkstatt muss allerdings größer sein als ein normales Klassenzimmer“, sagt Zeuch.
Flexible Möbel
Nicht nur im Klassenzimmer warten neue Herausforderungen auf die Schuleinrichter. Auch das Mittagessen zwingt sie ans Zeichenbrett. Denn: Raum ist teuer - und zu schade dafür, die meiste Zeit leer zu stehen. „Es ist entscheidend, dass eine Mensa nicht nur für das Mittagessen genutzt werden kann“, erklärt Zeuch. Für die Möbelbauer heißt das: Tische und Stühle müssen möglichst flexibel sein und schnell zur Seite geschoben werden können, damit der Raum einen Mehrfachnutzen bekommt.
„Wenn Ganztagspädagogik erfolgreich sein soll, dann muss man eine Atmosphäre schaffen, in der sich alle wohlfühlen können“, glaubt Jochen Zeuch. „Und zwar Lehrer und Schüler.“ Ein wichtiges Thema ist für den Schulausstatter deswegen auch die Frage des Lehrerzimmers. Sollen die Pädagogen länger in der Schule präsent sein, dann brauchen sie bessere Bedingungen: „Lehrer brauchen einen ordentlichen Arbeitsplatz.“
Aus dem Lehrerzimmer wird nach Zeuchs Vorstellungen ein „Coffice“. Also eine Mischung aus Caféteria und Office. Das Öhringer Unternehmen hat deswegen moderne Büro-Lösungen im Angebot - etwa mit Trolley-Systemen, bei denen jeder Lehrer seinen abschließbaren Rollcontainer hat, den er je nach Platzangebot - und je nach Team-Bedarf - an unterschiedliche Schreibtische rollen kann.
Von Manfred Stockburger
www.stimme.de
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