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Gute Ideen, die Mut machen

     
 
 

6.12.06


 

Ideenreichtum Baden-Württemberg zählt zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Innovation und Hightech sind hier zu Hause. Die meisten Patente, die höchsten Forschungsausgaben und namhafte Weltfirmen prägen das positive Image des Landes. Warum das so ist? Weil es neben den Großstädten und Verdichtungsräumen auch ländliche Regionen wie Hohenlohe gibt, die sich zu starken Zugpferden der Wirtschaft entwickelt haben. Viele große Firmen haben klein angefangen. Mit einer feinen Idee und viel Tatendrang. Das sollte jenen Jungunternehmern ein Ansporn sein, die beim ersten Ideenwettbewerb der Stadt Öhringen mitgemacht haben. Als die Gewinner am Mittwoch ausgezeichnet wurden, war jener positive Gründergeist zu spüren, der so typisch ist für Hohenlohe. Mut, Weitsicht und ein gut kalkuliertes Risiko, verbunden mit der festen Überzeugung: „Ja, ich schaffe das!“ - das sind die besten Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein. Über 50 Interessenten hatten sich gemeldet, elf Bewerber wurden in die engere Auswahl genommen, drei schafften den Sprung aufs Treppchen. Michael Bauer aus Neuenstein-Lohe ist einer von ihnen. Er will im nächsten Jahr durchstarten, mit einer Kaninchenschlachterei. Da kann man nur sagen: Hut ab! Denn Michael Bauer ist gerade mal 22 Jahre alt. Die Jury hatte es verdammt schwer - zu viele gute Ideen waren eingereicht worden. Nur einen Wimpernschlag vom Preis entfernt waren Bernd Rutsch aus Niedernhall, der ein ferngesteuertes Luftschiff für Luftbildaufnahmen entwickelt hat, und Panja Rudroff aus Hohebach, die mit ihrer Firma „MedicoFitamin“ auf dem Wachstumsmarkt Gesundheit Fuß fassen will. Ihnen und allen anderen Existenzgründern sagen wir: Weiter so und viel Erfolg! Solche Innovationen passen perfekt in eine der wirtschaftlich stärkste Regionen Baden-Württembergs.

Konfliktstoff Gentechnik: Ja oder Nein? Darüber wird seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. Auch unter Hohenloher Bauern. Im Landkreis Hall schlagen die Gegner wieder einmal Alarm. Vier Sommer lang blühte der Genmais in Veinau und Wolpertshausen - das Landwirtschaftsamt in Ilshofen hatte mehr Versuche gemacht, als bekannt war. „Dass es geheim war, sagt doch alles“, schimpft Rudolf Bühler, Chef der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft. Nicht alle sind freilich gleich so aufgebracht. Auch im Hohenlohekreis gibt es immer mehr Landwirte, die dem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen nicht feindlich gegenüber stehen. „Das ist bei uns ein ganz großes Thema“, sagt Dr. Wolfgang Eißen, der Leiter des Öhringer Landwirtschaftsamts. „Unter den Bauern wächst die Bereitschaft, solches Saatgut einzusetzen, weil sie nicht länger bereit sind, massive Ernteeinbußen in Kauf zu nehmen.“ Vor allem der Maiszünsler ist dafür verantwortlich. Die Raupe frisst sich „den Stängel rauf und runter“ und richtete im Hohenlohekreis erneut großen Schaden an. Auch der Pilzbefall hat zugenommen. Einziger Ausweg: die chemische Keule, was in Deutschland verpönt ist - oder eben Genmais, was ebenfalls heftig umstritten, aber gegen solche Schädlinge resistent ist. Keine Frage: Den Hohenloher Bauern geht der Konfliktstoff nicht aus.

Advent Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht: Schon der Name Dezember legt sich wie Pulverschnee auf mein Gemüt. November ist die dunkle Zeit, jetzt leuchtet plötzlich alles. So wie gestern Abend, als der Öhringer Weihnachtsmarkt eröffnet wurde. Weitere werden folgen, doch trotz aller Freude, die mich bei solchen Besuchen umgibt: Auch ohne Markt brennt in mir ein Licht.

 
         
         
 
 

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