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Ein gutes Stück Hohenloher Wirtschaftsgeschichte

     
 
 

7.12.06


 

In einem Wohnhaus in Kupferzell hat alles begonnen. 25 Jahre später gehören 41 Firmen zur Reca-Gruppe, die in 32 Ländern Handwerker, Autofirmen und viele weitere Kunden mit Befestigungstechnik und anderen Produkten beliefert. Heute beschäftigt der Verbund 3500 Mitarbeiter und erwirtschaftet fünf Prozent des Umsatzes der Würth-Gruppe.
 
Die Geburtstagsfeier ist fast so festlich, wie die Verleihung der Bambis einen Tag zuvor. Moderatorin Radka Kaspar trägt ein langes schwarzes Abendkleid, parliert zu den 1000 Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Partnern auf Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch. Zudem verzaubern drei Opern-Sängerinnen von Apassionata die Zuhörer. Für die zweitägige Feier wurde in der alten Logistikhalle ein ganzer Weihnachtsmarkt mit Dutzenden von Ständen und die Ausstellung "25 Jahre Reca Norm" aufgebaut. Das größte Geschenk zum Geburtstag der Firma kommt nicht von den Gästen, sondern von Reca selbst: Die neue Logistikhalle mit 3000 Quadratmeter Fläche ist fertig.
 
Dass es in der Firma auch einen Alltag gebe, an dem "geschafft" wird, betonen die Redner. "Es ist eine gewaltige Entwicklung", sagt Stiftungsratsvorsitzender Professor Dr. h.c. Reinhold Würth. Reca Norm und die Reca-Gruppe sind auf Wachstum programmiert. Zurzeit werden knapp 500 Euro Jahresumsatz erzielt - eine Verdopplung in den letzten zehn Jahren. Im Jahr 2017 werden es eine Milliarde Euro Umsatz sein, ist sich Reinhold Würth sicher.

"Der Mond ist unser zweitstärkster Umsatzplanet", verkündet ein Reca Norm Mitarbeiter in einem Theaterstück, das junge Mitarbeiter und Auszubildende auf der riesigen Bühne in der neuen Logistikhalle vorführen. Als Marsmensch verkleidet, verkündet er etwas realistischer: "Für euch gilt: schaffen, nicht schwätzen." Das müssen sich die Mitarbeiter offensichtlich nicht erst von Marsmenschen sagen lassen: "Reca Norm ist ein gutes Stück Hohenloher Wirtschaftswunder", lobt Landrat Helmut M. Jahn. "Unsere Freude über das Jubiläum wird durch das beachtliche Gewerbesteuer-Aufkommen vergrößert", sagt Kupferzells Bürgermeister Joachim Schaaf.
 
Beim Festakt kommen auch die drei Geschäftsführer Peter Schneider, Ulrich Häfele und Ferdinand Pfaller zu Wort. Sie loben vor allem ihre Mitarbeiter, ohne die das rasante Wachstum nicht möglich gewesen wäre. In einem eingespielten Film erzählt beispielhaft der Verkäufer Detlev Abel von der Expansion der Firma. "Ich hatte zuvor im Betrieb meiner Schwiegereltern Pantoffeln und andere Dinge verkauft." Zum Glück übergab man ihm bei Reca Norm nach der Wende große Verantwortung. Sein Verkaufsgebiet war Ostdeutschland. Sein Ergebnis: "Ich wurde schnell Verkäufer des Monats." Heute ist Abel Verkaufsleiter von Reca Norm in Berlin.
 
Obwohl sich jetzt wohl nicht mehr so schnell so große Märkte in der direkten Nachbarschaft eröffnen, betont Reinhold Würth: "Es weht starker Wind - Rückenwind wohlgemerkt."

Reca Norm

Wer in Kupferzell vorbei fährt, kann den großen Wasserturm kaum übersehen. "Reca hält, was halten muss", steht seit 1997 darauf. Reca Norm ist ein Direktvertriebs-Unternehmen mit über 67000 Kunden in Handwerk und Industrie in Deutschland. Reca Norm gehört zur Reca-Gruppe, die wiederum Teil der Würth-Gruppe ist. Im Sortiment sind Produkte in den Bereichen Befestigungstechnik, Werkzeuge, Hilfs- und Pflegestoffe für Kunden aus den Bereichen Handwerk, Bau, Metall und Installation wie auch für die Industrie.
 
Zurzeit gehören 40 Gesellschaften zur Reca-Firmengruppe mit insgesamt 3572 Mitarbeitern. Sie erzielten 2005 einen Umsatz von 397 Millionen Euro. Für 2006 rechnet man mit knapp 500 Millionen Euro Umsatz. Die Firmengruppe entstand aus einem Verbund von Unternehmen, die von der Würth Gruppe aufgekauft wurden.
 
Der Gewinn habe sich in den letzen zehn Jahren vervielfacht, sagt der Sprecher der Geschäftsführung Peter Schneider. "Darüber freuen wir uns und sind auch ein bisschen stolz."
 
Der Name Reca setzt sich zusammen aus den Vornamen des Unternehmers Reinhold (re-) und seiner Frau Carmen (-ca) Würth.

Quelle Haller Tagblatt vom 2.12.2006 von Tobias Würth www.hallertagblatt.de

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