Die Region Heilbronn-Franken ist eine der wachstumsstärksten Landstriche in Deutschland. Der Regionalverband Heilbronn-Franken bekannte jetzt sich zur Europäischen Metropolregion Stuttgart.
Dies wurde am Freitag bei der Sitzung des Regionalverbands in Neuenstadt deutlich, als die Mitglieder der Verbandsversammlung beschlossen, dass die gesamte Region Heilbronn-Franken in die Europäische Metropolregion (EMR) Stuttgart einbezogen wird.
Dieses Gebilde, dem zudem die Stadt Stuttgart sowie die Regionen Neckar-Alb, Nordschwarzwald und Ost-Württemberg angehören, soll ein gemeinsames Regionalentwicklungskonzept mit dem Ziel erarbeiten, das vorhandene Potential abgestimmt zu stärken. Einstimmig angenommen wurde in diesem Zusammenhang eine von Erhard Klotz (SPD) ausgearbeitete Resolution, in der die Stärken der Region Heilbronn-Franken zum Ausdruck gebracht werden.
Souveränität Bei aller Freude, dass das Thema „EMR Stuttgart“ nicht mehr spaltet, fand Harald Friese kritische Worte Richtung Stuttgart. Der Vorsitzende der SPD-Verbandsfraktion bedauerte, dass sich der Stuttgarter OB Wolfgang Schuster nicht an die Spitze der Europäischen Metropolregion Stuttgart gestellt hat und mahnte zur Vorsicht, dass sich die Entwicklung nicht zu sehr auf Stuttgart konzentriere.
Dass sich nach mancher Schwärmerei die EMR-Diskussion wieder an der Realität orientiert, hält Thomas Strobl, Vorsitzender der CDU-Verbandsfraktion, für wichtig. Wenn sich die Region nicht spalten lasse, könne aus dem zarten Pflänzchen EMR ein kräftiger Baum werden.
Mit dem vorhandenen Potential sieht Harry Brunnet (FWV/FDP) für die Region Heilbronn-Franken gute Chancen, in der EMR Stuttgart eine gute Rolle zu spielen: „Wir müssen uns nicht verstecken, sondern können souverän diese Partnerschaft annehmen“, so der Hardthausener Bürgermeister. Die eigenen Stärken selbstbewusst nach außen tragen und nicht zu sehr auf die Europäische Metropolregion zu setzen, forderte Volker Lenz (Freie). Der Künzelsauer Bürgermeister warnte davor, bei diesem Projekt eine weitere politische Ebene einzurichten.
Keine Anhörung Drei Voraussetzungen für eine erfolgreiche Metropolregion Stuttgart hat Verbandsdirektor Ekkehard Hein ausgemacht: Der Wille und die Bereitschaft der Regionen, zusammen zu rücken, projektbezogen zu kooperieren und ein Mindestmaß an Instrumentalisierung zu schaffen. Vertreten wird die Region Heilbronn-Franken in der EMR Stuttgart vom Verbandsvorsitzenden Helmut Himmelsbach, Ekkehard Hein, Thomas Strobl, Harald Friese, Volker Lenz, Harry Brunnet und Armin Waldbüßer (Grüne/ÖDP).
Abgelehnt wurde mit der großen Mehrheit von CDU, FWV/FDP und Freien der SPD-Antrag, im kommenden Jahr eine Sachverständigenanhörung zum Thema „Europäische Metropolregion Stuttgart“ anzusetzen.
Quelle Heilbronner Stimme vom 9.12.2006 von Joachim Friedl www.stimme.de
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