Ende September fanden in Moskau Kooperationsgespräche zwischen der Hochschule Heilbronn und dem Moskovskij Aviazonnij Institut (MAI) statt. Rektor Prof. Dr. Gerhard Peter bot der Moskauer Elite-Hochschule eine Partnerrolle in dem neuen Studiengang „Osteuropäische Wirtschaft“ an, der 2007 an der HSHN startet. Im Dezember fand anlässlich eines Gegenbesuchs einer russischen Delegation in Heilbronn die Vertragsunterzeichnung statt.
Mit über 30.000 Studierenden gehört das MAI zu den größten Universitäten Russlands. Besonders bekannt ist die Elite-Hochschule durch ihren ruhmreichen 75-jährigen Forschungs- und Lehrbetrieb: Ihre Wissenschaftler entwickelten die ersten russischen Satelliten und nahezu alle bekannten russischen Luftfahrzeugtypen wie die Tupolev, die Antonov und die Schikorski.
An einer Kooperation mit der Hochschule Heilbronn sind an der russischen Universität vor allem die Fakultäten „angewandte Informatik“, „Mechatronik“, „Radioelektronik“, „Wirtschaft und Management“ und „angewandte Sprachwissenschaften“ interessiert.
Die ersten Kooperationsgespräche fanden Ende September durch das große Engagement von Professor Siegfried Kling in Moskau statt. Bei ihrem Besuch verhandelten Rektor Prof. Dr. Gerhard Peter und die Professoren Dr. Jerzy Jaworski und Dr. Siegfried Kling mit den Dekanen der MAI-Fakultäten „Radioelektronik“ und „Ökonomie und Management“ über zukünftige Formen einer Zusammenarbeit. So werden die ersten Studierenden des MAI im kommenden Wintersemester ein halbes Jahr in Heilbronn studieren. Eine andere Form der Kooperation – ein gemeinsames Seminar deutscher und russischer Studierender - fand im Anschluss an die Professorengespräche bereits zum zweiten Mal statt.
18 Künzelsauer Studierende des Studiengangs Betriebswirtschaft und Kultur-, Freizeit- und Sportmanagement (BK) waren dazu eigens nach Moskau gereist. Gemeinsam erarbeiteten die russische und deutsche Studierenden einen Themenbereich mit dem Titel: “Der Transformationsprozess in den Nachfolgeländern der UDSSR“. Im Anschluss an die Seminarvorträge wurden rege Diskussionen zwischen den Seminaristen geführt. Manches politisch-wirtschaftliche Vorurteil wurde dabei durch die russischen Professoren und Studierenden zurechtgerückt.
Bei ihrem insgesamt fünftägigen Aufenthalt erfuhren die angehenden Kultur- und Freizeitmanager auch etwas über die kulturellen Hintergründe der russischen Hauptstadt. Die angehenden Sportmanager unter den Studierenden waren hingegen besonders beeindruckt von der Besichtigung des mitten in Moskau gelegenen Olympiageländes von 1980 mit seiner 100.000 Besucher fassenden Olympiahalle.
In ihrem Fazit waren sich die Professoren und die Studierenden der Hochschule Heilbronn einig: Eine Zusammenarbeit mit dem MAI bereichert das internationale Lehrangebot der Hochschule Heilbronn.
Deshalb freut sich die Hochschule Heilbronn besonders über den Gegenbesuch der russischen Delegation in der letzten Woche, bei dem der Kooperationsvertrag unterzeichnet wurde.
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