Die Heilbronner Läpple AG hat mit ihrem neu entwickelten Werkzeug zum Kunststoffteile-Spritzen dermaßen viel Erfolg, dass sie diese Abteilung an eigenen Standort verlagern muss. Dafür investiert sie im kommenden Jahr sieben Millionen Euro.
Der Aufsichtsrat des Familienunternehmens hat das Projekt dieser Tage abgesegnet. Geplant ist demnach, Gebäude in einer Gemeinde im Landkreis Heilbronn zu übernehmen und diese nahezu zu verdoppeln. Die Läpple AG kauft dazu Grundstück und Bauten, berichtete Graeser. Der Vertrag wird in den nächsten Tagen unterzeichnet. In Heilbronn produziert die Abteilung, der so genannte Formenbau, derzeit noch auf 1800 Quadratmetern.
Ihr Erfolgsmodell ist die Rahmenbauweise: Bei dieser Methode lassen sich Spritzwerkzeuge etwa zur Herstellung von Stoßstangen innerhalb kurzer Zeit auswechseln und 35 Prozent Werkzeugkosten sparen. Läpple hat diese Technik in diesem Jahr zum zweiten Mal bei der Messe Euromold in Frankfurt gezeigt und stieß damit erneut auf starkes Interesse. Die Folge: Die Flächen im Heilbronner Werk reichen nicht mehr aus. Von 75 Mitarbeitern muss demnächst auf 95 aufgestockt werden, kündigte Graeser an.
Der Umzug sorgt nun für mehr Platz, auch im Stammwerk: Die frei werdenden Flächen sollen von der Abteilung Anlagen- und Rohbau belegt werden, die zurzeit ebenfalls wegen guter Auslastung Platzprobleme hat und schon Hallen im Heilbronner Industriegebiet Nord anmieten musste. In ihnen werden aus einzelnen Blechteilen ganze Baugruppen montiert, also etwa Türen, Unterbodengruppen oder Ersatzradwannen.
„Wir platzen zurzeit aus allen Nähten“, berichtete Graeser. Am neuen Standort gebe es nun genügend Flächen für eine moderne Fertigung. Zumal die Nachfrage weiter steigt: Schon jetzt gebe es für 2007 mehr Aufträge für den Formenbau, als in der Diskussion um die Verlagerung veranschlagt worden waren. Insgesamt liege bei Läpple der Auftragseingang über dem Branchenschnitt, ist der Vorstandschef zufrieden. Bis Ende nächsten Jahres sei die Auslastung zufrieden stellend; auch der Werkzeugbau habe einen Großauftrag erhalten.
Quelle Heilbronner Stimme vom 19.12.2006 von Heiko Fritze www.stimme.de
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