"Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen": An diesem Ausspruch von Benjamin Franklin orientierten sich wohl auch die Gründer der so genannten "Wissensfabrik", die im vergangenen Jahr von führenden Unternehmen ins Leben gerufen wurde.
Dieser Zusammenschluss mit der Walnuss als visuelles Symbol engagiert sich bundesweit in Bildungsprojekten und für Existenzgründer mit dem Ziel, durch 1000 Partnerschaften mit Kindergärten und Schulen den Standort Deutschland zukunftsfähiger zu machen. Dazu werden derzeit alle Grundschulen in Rheinland-Pfalz mit einer entsprechenden Experimentierkiste ausgestattet - geliefert von der Firma D + D aus Oberlauda.
"Mit dieser leuchtend roten Experimentierkiste wird ein wesentlicher Grundgedanke des neuen Bildungsplanes umgesetzt", schließlich seien Überlegungen in diese Richtung in alle Lehrinhalte eingeflossen, erklärte der Geschäftsführer des überschaubaren Betriebes, Franz Drechsler, der gemeinsam mit seiner Frau Anni und etlichen Mitarbeitern diese Boxen zusammenstellt. Weit über 1000 "Pakete" habe man seit dem 1. März von Oberlauda aus bereits auf den Weg gebracht, wie der Industriemeister zufrieden konstatierte, der den Auftrag auf insgesamt 1400 bezifferte, wobei er Rheinland-Pfalz als Vorreiter bezeichnete.
"Das Ganze ist sicher noch ausbaufähig", hofft der 66-Jährige nach Hessen nun auf ein baldiges "Nachziehen" von Baden-Württemberg, zumal die dreiteiligen und jeweils 16 Kilogramm schweren Experimentierkisten alle notwendigen Materialien zu den Komplexen "Wasser, Luft und Lebensmittel" enthielten. "Wohldurchdacht sind hier bei zusammen rund 200 verschiedenen Artikeln alle wichtigen Utensilien vorhanden, um den Forscherdrang der Schüler zu fördern und den einen oder anderen Versuch in diesen Themenbereichen zu optimieren", hob Drechsler bei der "Theoretische Grundlagen und experimentelle Zugänge zu chemischen und physikalischen Inhalten für den Sachunterricht", unter diesem Titel firmiert der Set mit einem 145-seitigen detaillierten Anleitungs-Handbuch, wobei das Material auf einem Skript von Dr. Beate Drechsler-Köhler vom Institut für Didaktik der Chemie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main basiert.
"Die Kinder kommen mit dieser Unterrichtshilfe bei Betreuung durch die Pädagogen bestens zurecht", erkannte auch anhand der längst zahlreich in Oberlauda eingegangenen Nachbestellungen Franz Drechsler, der sich nun natürlich noch diverse Folge-Aufträge erhofft. Schließlich will die "Wissensfabrik" für die gezielten Projekte an den Kindergärten und Grundschulen im Laufe der nächsten Jahre satte 25 Millionen Euro aufbringen, "um die nächste Generation in Deutschland fitter zu machen für den globalen Wettbewerb". Bix
Quelle Fränkische Nachrichten vom 23.12.2006 Bix www.fnweb.de
Weitere Informationen unter
|