Der Hohenloher Motoren- und Ventilatorenbauer EBM-Papst wird im laufenden Geschäftsjahr den Umsatz auf mehr als eine Milliarde Euro steigern, wenn das Wachstumstempo auf dem hohen Niveau des Jahres 2006 bleibt.
Die Firma ebm-papst wird im Geschäftsjahr 2006/2007 den Umsatz auf mehr als eine Milliarde Euro steigern, vorausgesetzt das Wachstumstempo bleibt auf dem hohen Niveau des Jahres 2006. Weltweit hat der führende Motoren- und Ventilatorenhersteller 2006 rund 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen, davon über 300 allein in Hohenlohe. Diese positive Bilanz des abgelaufenen Jahres zogen geschäftsführender Gesellschafter Gerhard Sturm und sein Kollege in der Geschäftsführung, IHK-Präsident Thomas Philippiak.
Um rund 20 Prozent ist der Umsatz von ebm-papst Mulfingen in den drei ersten Quartalen des Geschäftsjahres gestiegen. "Wir wachsen in allen Produktbereichen", stellt Gerhard Sturm fest, "auch unsere Standorte St. Georgen und Landshut steigern ihren Umsatz zweistellig." Noch sei nicht abzusehen, wie sich die Nachfrage nach den Produkten von ebm-papst weiter entwickle. Daher habe man bisher noch keine Investitionsentscheidung getroffen, sondern habe das vorhandene Gebäudeangebot clever genutzt.
Mitarbeiter und Betriebsrat seien bereit gewesen, den hohen Auftragsbestand mit Sonderschichten abzubauen. "Dieses außerordentliche Engagement wissen wir sehr zu schätzen", würdigten Sturm und Philippiak die Belegschaft. Außerdem habe man 2006 über 400 Mitarbeiter in Mulfingen und Niederstetten neu eingestellt - die meisten befristet: "Wir wissen noch nicht, wie lange das Umsatzwachstum anhält und ob wir aus diesen befristeten Jobs Dauerarbeitsplätze machen können."
Gerhard Sturm und Thomas Philippiak führen den Erfolg von ebm-papst nicht nur auf die engagierten Mitarbeiter zurück, die "voll und ganz zu ihrem Unternehmen stehen", sondern auch auf die kraftvolle "Innovationsoffensive" seit dem Umsatzeinbruch im Zusammenhang mit der IT-Krise im Jahr 2001. ebm-papst entwickelte EC-Motoren und -Ventilatoren, die weltweit Maßstäbe setzen und auf internationalen Messen mehrfach ausgezeichnet werden. Durch die Entwicklung neuer Produkte habe ebm-papst neue Kunden gewonnen und bestehende Kundenbeziehungen ausgebaut. In kürzester Zeit sei es zudem gelungen, außerordentlich leistungsfähige große AC-Ventilatoren mit ausgezeichneten Eigenschaften zu entwickeln. Dadurch könne man allen Kunden ein volles Produktprogramm anbieten. Dennoch setze man vor allem auf die EC-Technik. Speziell dann, wenn langlebige, energiesparende und geräuscharme Produkte gefragt seien.
Durch den intelligenten Produktionsverbund mit Ungarn, Slowenien, Tschechien und China könne ebm-papst seine innovativen Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Das, so Sturm, "ermöglichte die Einstellung weiterer Mitarbeiter in Deutschland und wird auch in Zukunft zur Sicherung der deutschen Standorte einen wesentlichen Beitrag leisten". Der weltweite Vertrieb mit Niederlassungen in 54 Ländern sei eine wichtige Voraussetzung für den Absatz der hochwertigen Produkte, die immer erklärungsbedürftiger werden. Durch die Anwendung innovativer Vermarktungsstrategien könne ebm-papst seinen Kunden künftig noch schneller eine Problemlösung anbieten. "Wir brauchen einfache Strukturen, kurze Entscheidungswege, und wir müssen die beherzte Eigeninitiative der Mitarbeiter fördern", erklärt Gerhard Sturm.
Quelle Fränkische Nachrichten vom 15. Januar 2007 brü www.fnweb.de
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