Übersicht

 
 
 


Firma Stego baut in Schwäbisch Hall

     
 
 

22.1.07


 

Wer eine Windkraftanlage sieht, kann fast sicher sein: Hier steckt Technik aus Hall drin. Die Firma Stego stellt Mini-Heizungen her, die dafür sorgen, dass in den Schaltkästen der modernen Windmühlen perfekte Temperaturen herrschen.

Überwachungskameras sorgen für Sicherheit. Doch wenn die Frontscheibe von innen beschlägt, können Bankräuber oder Einbrecher in aller Seelenruhe ihrer "Arbeit" nachgehen. Damit die Kamera freie Sicht hat, wird im Gehäuse eine kleine Heizung angestellt. Viele dieser Geräte stammen aus Schwäbisch Hall, von der Firma Stego, die direkt neben der neuen Justizvollzugsanstalt ihr Firmengelände hat.

"Wir liefern rund um den Globus", erläutert der geschäftsführende Gesellschafter Werner Schmid. Eingebaut werden die Heizungen, Feuchtigkeitsregler und Lampen vor allem in Schaltkästen, Geldautomaten, Mobilfunkmasten und anderen technischen Anlagen. 75 Prozent der Windkraftanlagenhersteller kaufen bei Stego ein, zirka 50 Prozent der Geldautomaten werden mit Bauteilen aus Hall ausgestattet. Zum einen geht es darum, dass die teuren Anlagen der Kunden funktionieren - und nicht ausfallen. Zum anderen geht es erstaunlicherweise auch ums Design. "Zwar sieht man das Bauteil im Schaltschrank nicht mehr. Wenn aber ein Einkäufer eines in der Hand hält, fällt es ihm leichter, ein schönes Produkt zu bestellen", erläutert Isidor Gloning, der ebenfalls Geschäftsführer und Gesellschafter des Unternehmens ist.

Stego hat Erfolg. Über Zahlen wollen die beiden Haller nicht so gerne reden. Nur so viel: Im vergangenen Geschäftsjahr wurde weltweit ein Umsatz von 28 Millionen Euro gemacht, davon in Deutschland 21 Millionen.

Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim lobte kürzlich den Elektronikhersteller beim Besuch des Wirtschaftsförderungsausschusses. Das Wachstum sei erstaunlich: Im Jahr 1980 haben die Ingenieure bei null angefangen, sind mehrmals umgezogen und produzieren jetzt auf einer Fläche von 2300 Quadratmetern. Weiteres Wachstum ist angepeilt. Anfang Mai soll eine neue Produktionshalle bezogen werden, die gerade gebaut wird.

Produziert wird an drei Standorten (Atlanta, Sao Paolo und Hall) – der Löwenanteil kommt aus der Kocherstadt. Schmid steht zum Standort Hall: "Es ist wesentlich einfacher, am Standort in Deutschland zu bleiben, denn das spart Geld." Viele Arbeitsschritte sind bei der Produktion der Elektronikteile Handarbeit.

Gloning: "Der Kick steckt bei uns in der Konstruktion: Unsere Mitarbeiter klicken, stecken oder pressen die Teile zusammen. Jede Schraube kostet Geld." Nicht weil sie teuer sei, sondern weil der Arbeitsablauf dann länger dauert.

Obwohl die Produkte schon in China kopiert werden, will man durch die bessere Technik Konkurrenten einen Schritt voraus eilen - bisher sei das gelungen.

Weitere Informationen unter

Investors' Link / Unternehmen in der Region