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Rock oder Hose, Krawatte und Jacke oder lieber nur Hemd?

     
 
 

26.1.07


 

Bei einem Vorstellungsgespräch oder einem Geschäftsessen gibt es Regeln, die man kennen sollte. Wer sich als „Nicht-Kenner“ outet, verspielt seine Chance auf den Traumjob.

Um angehende Führungskräfte auf das Arbeitsleben vorzubereiten, lud die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) zu einem Business-Knigge-Seminar ins „Anne-Spohie“ nach Künzelsau ein. Gleichzeitig informierte WHF-Geschäftsführer Steffen Schoch über die Region Heilbronn-Franken und die überaus positiven  Chancen für Berufseinsteiger.

Das Bewerbungs-Outfit

Rock oder Hose, Krawatte und Jacke oder lieber nur Hemd? Was ziehe ich bloß an zum Vorstellungsgespräch? „Wählen Sie als Maßstab den in der Branche üblichen Dress-Code“, rät Image-Beraterin Petra Junker den Studierenden. „Sie können sich auch an einem typischen Berufsvertreter in der von Ihnen angestrebten Position orientieren“. Kleine Nuancen, die die Persönlichkeit unterstreichen, wie eine außergewöhnliche Brille, sind erlaubt. „Tragen Sie lieber Kniestrümpfe statt Socken. Die Rocklänge sollte nicht kürzer sein als eine Handbreit über der Kniemitte“.

„Und wie wird ein Jackett richtig geschlossen?“, fragen die Kursteilnehmer. Bei zwei Jackenknöpfen sollte der obere Knopf geschlossen werden. Bei einem Drei-Knopf-Sakko ist es der mittlere oder die beiden oberen Knöpfe. Eine Uhr ist nicht nur eine Zier, sondern eine unerlässliche Tugend: Sie signalisiert Pünktlichkeit. Und die Hosenlänge? Die Hose sollte mit einem leichten Knick auf der Schuhkappe aufstehen. „Signalisieren Sie ihrem Gegenüber Akzeptanz, Toleranz, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Respekt“, so die Fachfrau.

„Gute Umgangsformen wirken nicht, wenn man sie nur im Bedarfsfall zückt. Es lohnt sich, sie zu üben“.

Begrüßungsregeln: Wer gibt die Hand?

Ob es zum Handschlag kommt, entscheidet allein die ranghöhere Person. Im Geschäftlichen ist das immer diejenige Person, die in der Betriebshierarchie höher steht. Bei Gleichrangigkeit gibt das Alter oder das Geschlecht den Ausschlag: „Die Dame hat die Krone auf, sie entscheidet, ob sie die Hand zum Gruß reicht“, erklärt Petra Junker. Stellt eine dritte Person Geschäftspartner vor, gibt erneut der berufliche Rang den Ausschlag: Der Ranghöhere erfährt zuerst, wen er vor sich hat.

Doch wie ist es, wenn man in einen Besprechungsraum kommt? Da gilt: Wer von draußen einen Raum betritt, muss grüßen. Wer sich hingegen zu einer Gruppe gesellt, stellt sich am besten selbst vor, in dem er Vor- und Nachnamen nennt. Bei einer geschäftlichen Begegnung ist es vorteilhaft, noch die Aufgabe zu nennen, die man im Unternehmen erfüllt.

Beim Business-Lunch

Geschäftsessen sind für viele Unternehmen ein strategisch wichtiges Instrument. Nicht selten laden deshalb Firmen Bewerber zu einem Essen ein. Ihr zukünftiger Chef möchte herausfinden, ob Sie sich als Repräsentant der Firma dort zu benehmen wissen!

Hans Günter Clement, Restaurantleiter vom Sudhaus in Schwäbisch Hall, gibt den Studierenden beim nun folgenden Arbeitsessen in vier Gängen wichtige Benimm-Tipps. „Ein gastgebender Vorgesetzter wartet, bis seine Mitarbeiter Platz genommen haben“, so Clement.
Ist die Gruppe gemischt, setzen sich Männer und Frauen möglichst abwechselnd nebeneinander. Bei Paaren finden die Herren ihre Tischdame übrigens rechts von sich.

Geht es an die Auswahl des Essens, bestellt jeder Gast für sich. Macht der Gastgeber einen Vorschlag, signalisiert er damit das ungefähre Preisniveau. Gastgeber bestellen als letzte, sind aber sonst die ersten: Sie probieren den Wein oder geben das Signal zum Essensbeginn.

Die Angst vorm großen Gedeck

Keine Bange! Eigentlich ist es ganz einfach: Beim Besteck arbeitet man sich von außen nach innen vor, nimmt also für jeden Gang Messer und Gabel neu. Dessertlöffel liegen über dem Teller, der Brotteller steht immer links vom eigenen Gedeck. Einmal aufgenommen, sollte das Besteck nicht mehr das Tischtuch berühren. „Wenn Sie es während des Essens ablegen wollen, legen Sie es auf den Teller. Gibt es zu jedem Gang ein anderes Getränk, benutzt man die Gläser von rechts nach links. Das Wasserglas steht dabei ganz rechts außen.

„Fassen sie langstielige Gläser immer am Stiel an“, mahnt der Experte, sonst zeichnen sich unschöne Spuren am Glas ab. Apropos Gläser: Bevor Sie etwas trinken und auch zwischen den Gängen, tupfen Sie sich den Mund mit der Serviette ab. Vor Beginn des Essens haben Sie diese auf Ihren Knien platziert.

„Auch wenn ihre Gastgeber Alkohol bestellen, müssen Sie sich nicht unter Druck gesetzt fühlen. Bleiben Sie bei Ihrem einen Glas Wein oder auch Wasser. Heute gilt es absolut nicht mehr als unhöflich, ganz auf alkoholische Getränke zu verzichten“.

Brot zu zerschneiden oder gar im Ganzen mit Butter zu bestreichen, gilt hingegen als Unsitte. Also besser das Brot in einzelnen Stücke brechen und mit wenig Butter bedecken. Suppenteller nicht kippen, um den Rest auszulöffeln - bei Suppentassen ist es hingegen erlaubt.

Die Serviette, gleichgültig ob aus Stoff oder Papier, wird nach dem Essen locker gefaltet links neben den Teller platziert. Hier ist auch ihr „Zwischenparkplatz“, wenn Sie kurzeitig den Tisch verlassen.

Missgeschicke können passieren

Sie haben Ihr Rotweinglas umgestoßen und der Inhalt ergießt sich gerade über die Tischdecke? Eine Entschuldigung, die sie an Ihren Tischnachbarn richten, genügt. Wenn der Kellner nicht sofort reagiert, legen Sie Ihre Serviette auf die Lache.

Und wie verhält man sich bei anderen Missgeschicken? Bei der Antwort sind sich die anwesenden Experten einig: Grundsätzlich sind Verständnis, Höflichkeit, flexibler Umgang mit Menschen und Situationen sowie das elegante Ausbügeln eigener und fremder Fehler die besten Voraussetzungen, um sich auf dem beruflichen Parkett sicher zu bewegen.

„Verstellen Sie sich nicht. Bleiben Sie authentisch“, rät Gastgeber Steffen Schoch den Studierenden zum Abschied.

Von Martina Bräsel

 
         
         
 
Ich lebe und arbeite gern
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Heilbronn-Franken ist die bedeutendste Rotweinregion Deutschlands und die größte Weinbauregion in Württemberg.
Die in der Region vertretenen Anbaugebieten Baden, Württemberg und Franken arbeiten in der "Südschiene" als starke weinbaupolitische Kraft in Deutschland beispielhaft und erfolgreich zusammen. Der Wein trägt als Markenzeichen unseres Landes zum guten Image der Region bei. Er vermittelt in Verbindung mit der Landschaft und ihrer Kultur ein besonders positives Lebensgefühl. Wo Wein angebaut wird, da lebt man gerne.
Hermann Hohl, Präsident des Weinbauverbandes Württemberg
Weinbauverband
  Württemberg
"Ein funktionierendes Bankwesen ist elementare Grundlage für eine aufstrebende Wirtschaftsregion.
Die Banken und Sparkassen der Region Heilbronn-Franken bieten diese Basis. Die Bankstellendichte liegt über den Vergleichswerten des Landes und des Bundes. Dies ist ein Indiz dafür, dass die Banken in diesem Wirtschaftsraum ein interesantes Potenzial sehen – gleichzeitig spricht dies für einen ausgeprägten Wettbewerb."
Hans Hambücher, Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Heilbronn
Kreissparkasse Heilbronn