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Schwäbisch Hall bläst zum Angriff

     
 
 

26.1.07


 

Der Marktführer will den Abstand zur Konkurrenz deutlich vergrößern. Nach vorläufigen Zahlen kommt der Branchenprimus nun auf einen Anteil von 28 (Vorjahr: 26,8) Prozent.

Vorstandschef Matthias Metz kündigte gestern in Stuttgart eine „Vorwärtsstrategie“ an, um weiterhin gegen den Branchentrend zu wachsen. „Wir greifen an“, betonte der Nachfolger von Alexander Erdland, der 2006 zum Wettbewerber W & W gewechselt war.

Zugleich ließ Metz keinen Zweifel daran, den erfolgreichen Kurs seines Vorgängers fortsetzen zu wollen. „Die strategischen Weichenstellungen basieren auf unserer bisherigen, erfolgreichen Geschäftspolitik.“ Zwar zeigte sich der Konzernchef sehr zufrieden mit dem abgelaufenen Jahr. Allerdings blieb Schwäbisch Hall mit einer Eigenkapitalrendite von 14,5 Prozent unter dem Vorjahreswert von 15,2 Prozent. „Wir liegen aber immer noch innerhalb unsere Zielkorridors.“

Das Bausparneugeschäft steigerten die Haller 2006 leicht auf 28,3 Milliarden Euro. Dies sei nach dem Rekordjahr 2003 das zweitbeste Neugeschäft in der Geschichte des Unternehmens, sagte Metz. Durch das starke Neugeschäft stiegen die Provisionszahlungen deutlich an, weshalb sich das Provisionsergebnis um knapp 30 Prozent auf minus 175 Millionen Euro verschlechterte. Dennoch weist die Bausparkasse mit 197 Millionen Euro ein höheres Betriebsergebnis nach Risikovorsorge aus. Das genossenschaftliche Zentralinstitut DZ-Bank kann sich auf eine Überweisung von 70 (Vorjahr: 46) Millionen Euro aus Schwäbisch Hall freuen.

Auch das Auslandsgeschäft läuft Metz zufolge nach Plan. Die fünf Beteiligungen von Schwäbisch Hall in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien und China hätten sich gut entwickelt und einen Zuwachs im Bausparvolumen von 22 Prozent erzielt. Lediglich die jüngsten Töchter in Rumänien und China schrieben wie erwartet noch rote Zahlen. In Bezug auf das Engagement in China, das zwischenzeitlich auf dem Prüfstand stand, sagte Metz: „Wir führen das fort und sind zuversichtlich, dass sich der Markt dort verbessert.“

Um für den heftigen Kampf um weitere Marktanteile in Deutschland gerüstet zu sein, will der Konzern die Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken verstärken und den Vertrieb massiv ausbauen. Metz: „In den nächsten fünf Jahren werden wir 1500 neue Mitarbeiter einstellen, davon 300 in diesem Jahr.“

Quelle Heilbronn Stimme vom 19. Januar 2007 von Jürgen Paul www.stimme.de

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