David Chipperfield baut das neue Kultur- und Kongresszentrum in Künzelsau (Hohenlohekreis). Der Berliner Architekt setzte sich gegen zwölf Mitkonkurrenten durch.
«Der anspruchsvolle und aufwendige Entwurf ist von wohltuender Eleganz, Ruhe und Würde», begründete die Jury ihre Entscheidung. Das Zentrum soll aus einer Veranstaltungshalle, einem Kammer- und Konzertsaal sowie einem Kongress- und Seminarzentrum bestehen. Chipperfield gestaltet bereits das prestigeträchtige Eingangsgebäude zur Museumsinsel in Berlin.
Details zum Projekt sollen am 31. Januar vorgestellt werden.
Quelle: dpa/lsw
Chipperfield gewinnt Würth-Architektenwettbewerb - Erfolg für Lokalmatadoren
Die Würfel sind gefallen. Das Architekturbüro David Chipperfield in Berlin hat den Wettbewerb für das geplante Kultur- und Kongresszentrum Würth in Gaisbach gewonnen. Damit hat sich die Jury für einen der weltweit renommiertesten Architekten entschieden. Bemerkenswert ist auch, dass eine Architektengruppe aus dem Hohenlohekreis auf dem vierten Platz landete.
Nur wenige Tage, nachdem die Stadt Künzelsau ihren Streit mit vier Landwirten um den Bau der B19-Westumgehung Gaisbach beilegen konnte, vollzieht Würth einen weiteren Schritt auf dem Weg zur geplanten Halle. Deren Realisierung hatte der Künzelsauer Unternehmer Prof. Dr. Reinhold Würth mit dem Bau der Umgehung verknüpft. Der Künzelsauer Bürgermeister Volker Lenz freut sich über die Entscheidung der Jury: „Wir sind gespannt, wie es weiter geht.“
13 Teilnehmer aus dem In- und Ausland hatten ihre Entwürfe für den im Sommer 2006 ausgelobten Wettbewerb eingereicht. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Stephan Braunfels aus Berlin wählte am Donnerstag die Gewinner aus. In der Begründung für den erste Platz heißt es: „Der anspruchsvolle und aufwändige Entwurf ist von wohltuender Eleganz, Ruhe und Würde und korrespondiert trotz seiner erkennbaren Wertigkeit wie selbstverständlich mit dem Werksareal am Horizont. Innen- und Außenräume sind von höchster Qualität und Zeitlosigkeit.“
Den zweiten Platz erreichten Lundgaard & Tranberg Architekten in Kopenhagen, den dritten Henning Larsen Tegnestue ebenfalls in der dänischen Hauptstadt. Mit dem vierten Rang belohnte die Jury den Entwurf der „Architektengruppe Hohenlohe“. Unter Federführung des Künzelsauer Architektenbüros ARS haben sich darin das Kalis in Künzelsau, die Architekten Knorr & Thielein Ohrnberg sowie das Landschaftsbüro Steinbach-Bort in Obermaßholderbach zusammengeschlossen. Erhard Demuth von ARS in Künzelsau war am Freitag überrascht: „Für uns Feld-, Wald- und Wiesen-Architekten sprengt das deutlich alles Dagewesene.“
Die Entwürfe will das Künzelsauer Unternehmen am Mittwoch präsenteren. Bis dahin herrscht Nachrichtensperre. Somit ist noch offen, ob Würth den Auftrag für die neue Halle tatsächlich an den Gewinner des Wettbewerbs vergeben wird. Fest steht dagegen die Absicht von Reinhold Würth: „Als überregionale Einrichtung soll das Kultur- und Kongresszentrum Würth die Bedeutung der Region Künzelsau und des Hohenloher Raumes als Veranstaltungsort stärken.“
Quelle Heilbronner Stimme vom 29. Januar 2007 von Matthias Stolla www.stimme.de
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