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Ausbildungspakt in Heilbronn-Franken legt Ergebnisse vor

     
 
 

1.2.07


 

Vorgaben erfüllt, alle Jugendlichen in der Region versorgt - am vorletzten Januartag zogen die Organisationen des Ausbildungspakts Bilanz. Arbeitsagenturen, IHK und Handwerkskammer, die beruflichen Schulen, die Gewerkschaften und Arbeitgeber in Heilbronn-Franken gaben die Zahlen bekannt.

7651 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse wurden bei den Kammern, im Öffentlichen Dienst, bei der Haus- und Landwirtschaft und bei den Freien Berufen in der Region Heilbronn-Franken zum Jahresende 2006 verzeichnet. Ein Plus von 353 Ausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr. Damit habe man die Vorgaben des Ausbildungspakts erfüllt, sagt IHK Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger.

3800 neue Ausbildungsplätze hatten sich die am Pakt beteiligten Organisationen in Baden-Württemberg vorgenommen. Die Region habe etwa zehn Prozent der Bevölkerung, müsse demnach auch etwa zehn Prozent dieses Paktes erfüllen. Seit dem Start im Jahr 2004 habe man in der Region 1390 erstausbildende Betriebe neu gewinnen können.
 
Zum Stichtag 30. September waren in den drei regionalen Bereichen der Arbeitsagentur dennoch 515 Jugendliche unversorgt. Allen habe die Agentur bis zum Jahresende ein oder sogar mehrere Angebote machen können, so Martin Diepgen, Vorsitzender der Agentur für Arbeit in Heilbronn, der die Zahlen für die gesamte Region vorlegte. So habe man am Jahresende tatsächlich eine äußerst positive Null vorweisen können. Diese Angebote bestanden nicht nur in Ausbildungsplätzen, sondern auch in schulischen Weiterbildungen, in Praktikumsplätzen, in der so genannten Einstiegsqualifizierung (EQJ), einem Mix aus Theorie und Praxis, die für viele der durchs Raster gefallenen Jugendlichen ein Schritt in Richtung Ausbildung ist.
 
73 Prozent der an EQJ teilnehmenden Jugendlichen fanden bisher anschließend eine Beschäftigung oder einen Ausbildungsplatz. Neu ist das Berufseinstiegsjahr (BEJ), das an der Heilbronner Peter-Bruckmann-Schule erprobt wird.
 
"Die Berufsreife zu fördern", sagt deren Schulleiter, der Schwäbisch Haller Karlheinz Härpfer, "das ist die Zielsetzung der neuen Schulart. Mit einem gegenüber dem bisherigen Berufsvorbereitungsjahr höheren Anteil an Deutsch- und Mathematikunterricht wollen wir die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen."
 
Dennoch ist die Vermittlung aller Jugendlichen ein fließender Prozess. Ausbildungsabbrüche, Jugendliche, die auf Angebote ablehnend reagieren oder sich überhaupt nicht bei der Agentur melden. In Heilbronn waren es 78, die auf die Angebote nicht reagierten oder nach kurzer Zeit sich wieder meldeten.
 
Derzeit sind es dort 30 Jugendliche, deren Status als ,unversorgt wieder auflebte. In Hohenlohe, so der zuständige Haller Agenturchef Elmar Zeller, habe man auf die Abbildung dieses fließenden Prozesses verzichtet.
 
Von ursprünglich 188 unversorgten Jugendlichen im September waren es bei der Haller Agentur im November noch 45, die aber alle nicht nur ein Angebot bekamen, sondern dieses auch angenommen haben, "da waren unsere Berater sehr dahinter her", lobt Zeller.

Quelle Haller Tagblatt von Ernst-Walter Hug vom 31. Januar 2007 www.hallertagblatt.de

Weitere Informationen

IHK Heilbronn-Franken

Handwerkskammer Heilbronn-Franken

 
         
         
 
 

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