Die in Mulfingen lebende Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt zählt bei den Entscheidungsträgern in den europäischen Institutionen in Brüssel zu den wichtigsten Deutschen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Unternehmermagazin "impulse", die das Blatt in seiner Februar-Ausgabe veröffentlicht.
"impulse" hatte mehr als 50 Lobbyistenbüros mit Wirtschaftsbezug bei den europäischen Institutionen in Brüssel befragt: Verbände, Firmenrepräsentanzen, Kanzleien, PR-Agenturen. Die Frage an die Unternehmer-Vertreter lautete: "Welche Deutschen sind in Brüssel besonders einflussreich und mächtig?"
Die SPD-Abgeordnete Evelyne Gebhardt wurde unter den 25 mächtigsten Deutschen in Brüssel als "resolute Hüterin des Sozialen" eingestuft. Das gilt aus Sicht der Wirtschaft als Anerkennung für den Kompromiss, mit dem die Politikerin der Dienstleistungsrichtlinie eine enorme Mehrheit im Parlament und Anerkennung bei den Mitgliedstaaten verschafft hat.
Diese Anerkennung schlägt sich auch in der Einladung durch Vizekanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering zu einer Konferenz im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft nieder. Evelyne Gebhardt wird Anfang Februar in Nürnberg mit Münteferings Kollegen aus Finnland, Portugal und Slowenien in der Ministerrunde sitzen, die sich mit dem sozialen Europa befasst. Thema: "Kräfte bündeln für ein soziales Europa".
Quelle Fränkische Nachrichten - 31.01.2007
Evelyne Gebhardt
Geboren am 19. Januar 1954 in Paris. Seit 1975 in Deutschland verheiratet. Wohnhaft in Mulfingen (Hohenlohekreis).
1972 Abitur in Paris. 1972 bis 1977 sprachwissenschaftliches Studium unter Einbeziehung von Politik- und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Paris VII (Sorbonne Nouvelle), Tübingen und Stuttgart. Abschluss: Licence ès Lettres in Paris.
Ab 1977 freiberufliche Übersetzerin. Vortragstätigkeit im In- und Ausland mit den Schwerpunkten Gleichstellung, Bürgerrechte, Bio- und Gentechnologie. Experteneinsätze für die Friedrich-Ebert-Stiftung in Südamerika und Afrika.
1975 Eintritt in die SPD. Mitglied des Landesvorstands und Vorsitzende des Beirats Europa der SPD Baden-Württemberg sowie stellvertretende Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF).
Mitglied des Europäischen Parlaments seit 1994. Mitglied und Fraktionssprecherin der Sozialdemokraten im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz.
Stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss. Arbeitsschwerpunkte: Bürgerrechte, Verbraucherschutz und Biotechnologie. Sprecherin der SPE-Fraktion im nichtständigen Ausschuss für Humangenetik und die anderen neuen Technologien in der modernen Medizin.
Mitglied der Delegation des Europäischen Parlaments für die parlamentarischen Beziehungen zur Volksrepublik China und stellvertretendes Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu Korea.
1997 Berufung in die Akademie für Ethik in der Medizin (Sitz Universität Göttingen).
Seit 1999 Mitglied der von den Justizministerinnen Deutschlands und Frankreichs berufenen Mediatorengruppe zum Schutz von Kindern aus gescheiterten binationalen Lebenspartnerschaften.
Seit 1997 Leitungsfunktionen bei den Deutschen Evangelischen Kirchentagen. 2003 Berufung in einen Fachbeirat des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Vorstandsmitglied der europäischen Frauenorganisation Grain de Sel (Paris). Sechs Jahre im Bundesvorstand des Marie-Schlei-Vereins (Hilfe für Frauen in der Dritten Welt). Mitglied im Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.".
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