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Kärcher-Staubsauger aus Bühlertann ist "Produkt des Jahres"

     
 
 

5.2.07


 

Gestern wie heute arbeitet Kärcher mit Hochdruck an neuen Lösungen. Denn Erfindergeist und innovatives Denken prägen das Unternehmen von Anfang an. Jetzt wurde ein Kärcher-Produkt Zum „Produkt des Jahres“ gekürt.

Wie stößt ein Unternehmen in einen Markt vor, der schon von tausenden Konkurrenten besetzt ist? Das Angebot an Trockenstaubsaugern fürs Haus ist so groß, dass man alles was man wünscht, im Fachhandel erhält. Alles? "Am Anfang haben wir uns mal ganz dumm gestellt", sagt Kärcher-Designer Michael Meyer bei der Präsentation des Produkts in Winnenden. Ein Team der Firma, die den Hochdruckreiniger erfunden hat, überlegte, welche Wünsche beim Staubsaugen offen bleiben.
 
"Viele Hausfrauen wissen nicht, wo sich das Zubehör befindet", erläutert Category-Managerin Gabriele Stark. Irgendwo unter einem schwer zu öffnenden Deckel schlummern die Wechseldüsen. Kärcher wollte sie von ihrem Dornröschenschlaf befreien und hat einen Verschluss entwickelt, den man auch mit dem Staubsaugerrohr öffnen kann. Das bedeutet: Will die Hausfrau oder der Hausmann einen Saugkopf wechseln, braucht er oder sie sich nicht mehr zu bücken.
 
"Oft verkriecht sich das Gerät unter Stühle oder bleibt an Ecken hängen", erläutert Stark. Auch hier fanden die Ingenieure eine Lösung: Der Staubsauger ist von einem Rad umgeben, das sich dreht, wenn der Staubsauger an einer Ecke vorbeischrammt. Damit werden neuerdings die Tapeten geschont.
 
Ein Test des Geräts nach der Präsentation zeigt: Der Benutzer muss sich erst an die Bedienung gewöhnen. Denn anders als bei den herkömmlichen Apparaten kann man die Düsen mit weniger Kraftaufwand wechseln. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase stellt sich das als großer Vorteil heraus, zeigt der Selbsttest.
 
Die Innovationen für den Hausstaubsauger heißen "Quick-Click", "Easy-Slider" und "Comfo-Glide". Schnittige Namen für ein erfolgreiches Modell. Nach zwei Design-Preisen, darunter auch der begehrte red-dot-award, wurde der VC 6300 jetzt vom "Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff" als Produkt des Jahres 2007 ausgezeichnet. Zwölf von 100 getesteten Produkten tragen diese Auszeichnung in vier Kategorien.
 
"Beim Produkt des Jahres wird nicht nur das Design bewertet", erläutert Ralf Olsen, Geschäftsführer des Industrieverbands. Auch die Funktionalität und die Leistung würden von einer Jury beurteilt. Juroren sind Fachjournalisten, Vertreter von Stiftung Warentest und Mitglieder des Hausfrauenbunds.
 
"Es ist ein Erfolg, wenn man in einen Markt eintritt, der schon besetzt ist", sagt Kärcher-Geschäftsführer Hartmut Jenner. "Der Markt bei Staubsaugern fürs Haus stagniert. Man hat viele Konkurrenten", erläutert er.
 
Eine Firma kann in dieser Situation nur Produkte verkaufen, wenn sie den Konkurrenten Marktanteile abjagt. Und das ist Kärcher gelungen.
 
Bislang produzierte das Unternehmen alle möglichen Reinigungsgeräte für gewerblichen und privaten Gebrauch, vom Hochdruckreiniger bis zur Auto-Waschstraße. Trockenreiniger für den Haushalt sind für Kärcher ein neues Produkt, das nun in Bühlertann produziert wird.

Quelle Haller Tagblatt vom 2.2.2007 von Tobias Würth www.hallertagblatt.de

Kärcher stärkt Bühlertann

Uns ist es wichtig, hohe Qualität zu liefern", erläutert Kärcher-Geschäftsführer Hartmut Jenner. Daher werden die Trockenstaubsauger fürs Haus in Bühlertann gefertigt. Im vergangenen Jahr wurde der Standort in Bühlertann für eine Million Euro und der in Obersontheim für vier Millionen Euro aufgewertet (wir berichteten). Im oberen Bühlertal arbeiten 950 Festangestellte. Das Unternehmen setzt verstärkt auf Zeitarbeiter. "In der Hochsaison atmen wir auf 1400 Mitarbeiter hoch", erläutert Jenner die Zwänge in der Personalpolitik. Denn besonders vor dem Frühjahrsputz seien die Produkte gefragt und Mehrarbeit notwendig. 120 neue Mitarbeiter hat Kärcher 2006 in Deutschland eingestellt, hauptsächlich Ingenieure und Techniker in Winnenden. Letztes Jahr wurde die magische Zahl von sechs Millionen verkaufter Produkte durchbrochen. "In jedem Einzelmarkt sind wir Marktführer", sagt Jenner. Mit 6540 Mitarbeitern weltweit sei der höchste Stand in der Geschichte erreicht. Das Bühlertal entwickelt sich neben Winnenden zu einem wichtigen Standbein der Firma, die gegen den Trend ihre Produkte weiterhin in Deutschland fertigt.

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