Der Kunststoffteile-Hersteller Knipping Kunststofftechnik (kurz KKT) Gessmann hat im abgelaufenen Jahr ein sattes Umsatzwachstum verzeichnet. Das Unternehmen erzielte ein Plus von 15 Prozent auf 28,5 Millionen Euro. Die Belegschaft wuchs um zehn auf 160 Mitarbeiter.
„Wir werden ein kräftiges Wachstum in den nächsten Jahren haben, weil wir inzwischen für alle deutschen Autohersteller und viele Systemlieferanten Entwicklungspartner sind“, erwartet der geschäftsführende Gesellschafter Ulrich Wellhäuser. Gessmann gehört zur Gummersbacher Knipping-Gruppe, die mit Werken in Westfalen, Sachsen und mit Strüber (in Talheim und Obrigheim) vergangenes Jahr knapp 70 Millionen Euro umsetzte. Etwa 80 Prozent davon wurden mit der Automobilbranche erzielt. Gessmann und Strüber stellen dabei Mehr-Komponenten-Teile aus Kunststoff und Metall für Fahrzeug-Innenräume her.
„Wir stehen unter einem starken Preisdruck“, berichtet Wellhäuser. Dennoch setze die Gruppe weiterhin auf den Standort Deutschland - „und dank hoher Automation sind wir auch konkurrenzfähig.“ Wenn überhaupt einmal ausländische Zweigwerke errichtet würden, dann für zusätzliche Aufträge in den jeweiligen Ländern. „Wir werden hier nichts verlagern“, kündigt Wellhäuser an.
Voll integriert ist inzwischen der Talheimer Kunststoffteile-Hersteller Strüber, den Gessmann im Juli 2004 aus der Insolvenz übernommen hatte. „Das war keine einfache Sache“, blickt der Geschäftsführer zurück. Viele Arbeitsabläufe mussten optimiert werden, einiges war zu modernisieren. Inzwischen arbeiten 50 Beschäftigte in Obrigheim und weitere 100 in Talheim. Der Umsatz stieg 2006 um zwei Prozent auf 19,5 Millionen Euro. Strüber ist für Wellhäuser eine ideale Ergänzung: „Wir haben dadurch unser Portfolio erweitert.“
Bei KKT Gessmann stehen unterdessen weitere Vergrößerungen an. Kurz vor der Fertigstellung ist die Erweiterung des Logistikzentrums, wodurch die Produktionsfläche um 1000 Quadratmeter anwachsen kann. Doch schon jetzt wurde ein Nachbargrundstück hinzugekauft, um weitere 4300 Quadratmeter Hallenfläche hinzuzufügen. Das absehbare Umsatzwachstum schlägt sich auch in Einstellungen nieder: 2007 soll um 20 Mitarbeiter aufgestockt werden.
Quelle Heilbronner Stimme vom 6. Februar 2007 von Heiko Fritze www.stimme.de
Weitere Informationen unter
|