Der Heilbronner Pflanzen- und Gartenspezialist plant seine Expansion in den Großraum Frankfurt. Mit 116 Millionen Euro Jahresumsatz gehört das Familienunternehmen zu den Großen seiner Branche.
Pflanzen Kölle plant im Großraum Frankfurt ein neues Garten-Center. Die Planungen seine schon weit fortgeschritten, sagt Senior-Chef Klaus Kölle. Weil die Baugenehmigung aber noch nicht erteilt ist, will er noch keinen genauen Standort nennen. „Bei der Standortsuche achten wir darauf, in welchen Städten Familien mit Kindern gefördert werden“, erklärt Angelika Kölle, die im vergangenen Jahr den Vorsitz der Geschäftsführung übernommen hat. „Wir gehen dahin, wo unsere Kunden sind.“ Von einer weiteren Expansion in Berlin werde das Unternehmen dagegen absehen,
Vergangenes Jahr hatte das Heilbronner Familienunternehmen in Unterhaching einen neuen Standort eröffnet, der sich „sehr positiv“ entwickelt hat. Aber nicht nur dort blüht Kölle auf: In den vergangenen sechs Monaten habe das Unternehmen zum ersten Mal seit mehreren Jahren auch auf den bestehenden Flächen wieder ein „nicht unerhebliches Umsatzplus“ erwirtschaftet, sagte Angelika Kölle gestern bei einer Pressekonferenz.
Umsatzplus
Für das laufende Geschäftsjahr, das noch bis Ende Juni dauert, planen die Heilbronner einen Umsatz von über 120 Millionen Euro. 2005 war der Umsatz um vier Prozent auf gut 110 Millionen Euro zurückgegangen. Auch mit dem Betriebsergebnis sind die Heilbronner „zufrieden“, wie Klaus Kölle betont. Die Eigenkapitalquote liege „näher an 50 als an 40 Prozent“.
Zwischen fünf und acht Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Pflanzen Kölle mit Schnittblumen. Die Bedeutung dieser Produktgruppe sei aber höher, weil Schnittblumen zusätzliche Kunden in den Laden locken. Und weil sie - wie die Obst- und Gemüseabteilung im Supermarkt - ein Qualitätsimage vermittelt. Entsprechend stolz sind die Kölles über das Ergebnis einer Untersuchung der Stiftung Warentest: Unter 18 Anbietern haben die Verbraucherschützer die Schnittrosen der Heilbronner zum bundesweiten Testsieger gekürt. Besonderen Augenmerk legten die Rosentester auf die Haltbarkeit der Sträuße. Die Heilbronner „Erfinder der Haltbarkeitsgarantie“ bei Schnittblumen fühlen sich dadurch in ihrer Geschäftspolitik bestätigt. „Unser Ehrgeiz ist, dass wir bei der Haltbarkeit noch weiter nach oben gehen können“, sagt Angelika Kölle.
Neue Akzente
Trend sei alles, was das Leben seiner Tochter ausmache, sagt Klaus Kölle. Im Sortiment äußert sich das etwa in dem Blumenstrauß, dessen Duft aus der Parfümflasche stammt. Und bei den „Happy Colors“ die eine Rose etwa in den Kölle-Farben blühen lassen. Was für den Senior-Gärtner Kölle als Faschingsscherz taugt, ist für die Tochter ein Markt für die Zukunft.
Quelle Heilbronner Stimme vom 9. Februar 2007 von Manfred Stockburger www.stimme.de
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