Übersicht
 
 
 

„Projekt Württemberger“

     
 
 

12.2.07


 

Heilbronner Wengerter an der Spitze der „Württemberger Weingüter“ gewählt. Ziel ist, dass sich Selbstvermarkter und Genossenschaften gemeinschaftlich für die Vermarktung des Württemberger Weines einsetzen.

Kirchturmdenken können wir uns im Zeitalter der Globalisierung nicht mehr leisten“, betont Peter Albrecht. Der Heilbronner Diplom-Oenologe und Chef des Weingutes Albrecht-Kiessling wurde am Donnerstag in der Nachfolge von Peter Mayer aus Bad Cannstatt zum neuen Vorsitzenden der „Württemberger Weingüter“ gewählt. Als Stellvertreter fungieren ebenfalls zwei Heilbronner: Thomas Heinrich (Weingut Rolf Heinrich) und Jürgen Müller (Drautz-Hengerer).

Die Aussage, dass die Vereinigung nunmehr fest in Heilbronner Hand ist, will der 43-jährige Albrecht „so nicht unterschreiben“: Kassier Markus Schwarz wohnt in Untertürkheim, Schriftführer Johannes Häge in Illingen am Stromberg - und im 14-köpfigen Ausschuss „kommen wir mit reinem Lokalpatriotismus nicht weiter“.

Als die heute 116 Mitglieder starke Vereinigung 1976 in der Ägide eines Gerhard Aldinger (Fellbach) aus der Taufe gehoben wurde, verstand sie sich noch als Gegengewicht zu den übermächtigen Genossenschaften. „Heute muss das Ziel sein, Gemeinsamkeiten zu finden und zusammen das Projekt Württemberger Wein voran zu bringen,“ sagt Albrecht.

Mit Wohlwollen nimmt er zur Kenntnis, dass sich die genossenschaftlich getragene Werbegemeinschaft inzwischen für andere Vermarktungsgruppen aufgeschlossen zeigt. „Früher hatte man uns außen vor gehalten, um die Entscheidungsstrukturen straff zu halten.“ Während Präsident Hermann Hohl und Werbechef Kurt Huber dieser Tage bei Bezirksversammlungen die Tür offen halten, gibt Albrecht zu verstehen: „Wir warten noch auf diskussionsfähige Angebote.“ In einem neuen Finanzierungsmodell müssten „unsere aufwändigen Leitungen am Kunden“ berücksichtigt werden. Genossenschaften geben pro verkaufter Flasche vier Cent in den gemeinsamen Werbetopf.

Wie gut projektbezogenen Kooperationen funktionieren, zeigten die Classics in München, Berlin und Hamburg. Bei der Fülle von Marketingaktionen, die manche Wengerter in Termin-, wenn nicht gar in Finanznöte bringt, rät Albrecht, zur „klaren Positionierung“. Nach wie vor getrennte Wege gehen werden Genossenschaften und Güter bei der Vermarktung. Hier sei sein „Club der Individualisten“ naturgemäß für die Nischen zuständig, nicht für großflächigen Handel.

Angesichts des hohen Kostendrucks nennt Albrecht als größte aktuelle Herausforderung, „das Preisniveau zu sichern“. Richtwert für einen Liter Württemberger müssten „3,50 Euro plus x“ sein. Mit Blick auf die international bestückten Regale warnt er: „Jede Flasche, die in die Austauschbarkeit rutscht, bringt kein Traubengeld mehr.“

Nicht zuletzt warnt Albrecht vor einem übertriebenen Einsatz neuer Kellertechniken. Im globalen Weinsee sollte sich Württemberg mit regionaltypischen Rebsortenweinen profilieren. Bestes Beispiel dafür sei der Trollinger, der nicht zuletzt durch den vor zehn Jahren vom damaligen Selbstvermarkter-Chef Martin Heinrich initiierten Wettbewerb überregional an Image gewonnen habe.

Quelle Heilbronner Stimme vom 9. Februar 2007 von Kilian Krauth www.stimme.de

Weitere Informationen unter

Wein in der Region Heilbronn-Franken
 
         
         
 
 

 
 
Cyber Motion Park Igersheim
Innovationsfabrik Heilbronn
Technologiezentrum Hall
Technologie und Wirtschaftszentrum Wertheim
Mittelstandszentrum Tauberfranken
Technologie- und Gründerzentrum Tauberbischofsheim
Technologie-Transferzentrum
Lampoldshausen (TTZ)
Agria-IndustriePark
Möckmühl
Herausragende Standortvorteile der Region Heilbronn-Franken
Unternehmervorteile
Kontakte